Mitglied inaktiv
Lieber Dr. Posth, habe Ihnen bereits öfter wegen unserer inzw. knapp 2-jährigen Tochter geschrieben (Schreibaby, nie schreien lassen, bis heute Beistellbett, sehr unruhige Schläferin, Vater von Geburt an stark mit eingebunden, jetzt sehr präsent für Loslösung, geht bisher NICHT in Fremdbetreuung). Wir hätten die Möglichkeit, für nächstes Jahr August einen Kindergartenplatz zu bekommen. Sie wäre dann 2 J, 8 M alt. Grundsätzlich ist sie ein anhängliches Mädchen, aber mit ihren Großeltern und ihrer Tante kommt sie auch ohne uns Eltern sehr gut zurecht. Nur in der Spielgruppe, sprich mit anderen Kindern, ist sie noch sehr zurückhaltend. Wobei das eher ein Problem ist, wenn sie mit mir dort ist. Geht meine Mutter oder meine Schwester mit ihr in die Spielgruppe, ist sie nicht so stark anhänglich. Unsere KiÄ meint, sie brauche dringend den Kontakt zu anderen Kindern. (Z.Zt. gehen wir 2x pro Woche in eine Spielgruppe mit Müttern und 1xpro Woche sieht sie ihre beiden Cousins). Ende Mai 2010 bekommen wir ein zweites Kind. Unsere Überlegung ist jetzt, ob wir sie nächstes Jahr in den KiGa eingewöhnen (wir werden natürlich auf sanfte Ablösung bestehen), oder ob wir aufgrund ihrer Anhänglichkeit und ihrer schwierigen Babyzeit lieber noch ein Jahr warten. (Natürlich würden wir die Eingewöhnung abbrechen, wenn wir merken, dass sie absolut noch nicht bereit ist.) Können Sie uns einen Rat geben? Des weiteren würde ich noch gerne wissen, ob Ihnen spontan ein KiGa in Rösrath (Rhein.Berg.Kreis) einfällt, wo die sanfte Ablösung von sich aus schon praktiziert wird – ohne das man als Eltern darauf bestehen muss? Vielen Dank für Ihren geschätzten Rat, Daniela
Liebe Daniela, wenn Sie sich fest vornehmen, die Ablösung in den Ki-ga wieder abzubrechen, wenn sie zu misslingen droht, dann haben Sie ja freie Hand. Mit fast 3 jahren und sanfter Ablösung ist ein Übergang in den Ki-ga durchaus zu vertreten. Außerdem kann sich ja bis dahin und durch Ihre alternativen Aktivitäten die Selbstständigkeit Ihrer Tochter noch weiter entwickeln. Manchmal ist man überrascht, welches Entwicklungsportenzial in den Kindern auch in einem solchen Zeitraum drin steckt. In Rösrath-Hoffnungstal kenne ich die Leitern der Ki-ta Purzelbaum. Das ist ein Elternverein mit schönen Räumlichkeiten. Dort geht man sehr verständnisvoll mit den Kindern bei der Eingewöhnung um. Sie können da ja mal vorsprechen, wenn es Ihnen nicht doch zu weit ist. Viele Grüße
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