Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Kind haut

Frage: Kind haut

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Hallo Herr Dr. Posth! Erstmal ist mir ganz wichtig zu sagen, dass Sie Ihre Sache hier ganz wundervoll machen! Unser Sohn ist 21Mon. alt.Er ist ein lustiges,unkompliziertes und liebes Kind.Bis vor kurzem hat er jedem und alles über den Kopf gestreichelt+geküßt,und das 50 Mal am Tag.Er zeigte ein ganz tolles Sozialverhalten.Nun plötzlich,seit 3 Wo.,haut er,bzw. zieht an den Haaren,uns und auch alle seine Freunde.es hat sich nichts verändert,er geht noch nicht in die kita und ist Einzelkind.Er wächst mit sehr,sehr viel Liebe,Harmonie+Spaß auf.Wenn er gehauen hat,dann sagen wir ihm,dass das uns ganz doll weh tut,gucken traurig u. manchmal sagt+macht er dann Ei u. pustet.Manchmal interessiert ihn das aber nicht,er haut weiter.Wir entziehen uns natürl. seinen Schlägen.Ihre Beiträge zur Induktion habe ich gelesen.Wir tun das genau so.Sie schrieben etwas von erschwerter Loslösung+unsicherer Bindung in solch einem Fall.Das hat mich umgehauen.War ich doch überzeugt,dass wir viel richtig tun.


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, für erschwerte Loslösung und unsichere Bindung müssen ganz andere Kriterien vorliegen, als der Drang, auch einaml zu kneifen, zu hauen oder an den Haaren zu ziehen. Jedes Kind, und wenn es auch noch so sozial veranlagt oder erzogen ist, erlebt hin und wieder Impulse, mal das Gegenteil von dem zu tun, was gut ist und was die Eltern gerne hätten. Ganz frühe aggressive Veranlagungen spielen dabei eine Rolle, "schlechte" Vorbilder z.B. anderer Kinder (kommt meist über die Spielgruppen und die Ki-gä), und nicht zuletzt die natürliche Notwendigkeit, Empathie zu verstehen und auszuleben. Um empathisch zu sein, kann ein Kind nicht nur "ewiges Verständnis und Mitleid" zeigen, sondern muß auch einmal Gegenteiliges tun, um zu erfahren, was es mit diesem Mitleid auf sich hat. Was Sie dazu schreiben und wie Sie Induktion ausüben, ist genau der richtige Weg. Aber auch Ihr Sohn verhält sich richtig im natürlichen Sinn. Viele Grüße und vielen Dank für ihr Lob


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