Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Kein Appetit, weil Papa fehlt?

Frage: Kein Appetit, weil Papa fehlt?

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Hallo Dr. Posth, vielen Dank für Ihre Antwort von letzter Woche zur Anhänglichkeit wegen des Krankenhausaufenthaltes meines Mannes. Ist es in dem Alter unserer Tochter (18M) auch schön möglich, dass die Situation ihr auf den Magen schlägt? Seit Papa im Krankenhaus ist, hat sie sehr, sehr wenig Appetit und will auch nur wenig trinken. Becher oder Flasche haut sie mir teilweise regelrecht aus der Hand. Da unsere Tochter eh zu den sehr kleinen und zu leichten gehört (75cm, 8,27kg), mache ich mir schon etwas Sorgen? Sie ist aber sonst fit, munter, fidel und aufgeweckt. Nur Papa fehlt ihr sehr, zeigt morgens immer auf seine leere Bettseite, läuft zu Hause ständig mit einem Foto von Papa herum. Bei Besuchen im Krankenhaus ist sie sehr zärtlich zu ihm. Nur mit den Abschieden kommt sie nicht klar, weint dann sehr viel. Kann ihr das wirklich den Appetit verderben? Ganz lieben Dank noch einmal für Ihre vielen Antworten, die mir sehr helfen, meine Tochter zu verstehen.


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, selbstverständlich spüren die Kinder, wenn sich etwas Entscheidendes in ihrem Lebensumfeld verändert hat. Ihre Tochter weiß ja nicht, dass der Vater nur vorübergehend und wegen Krankheit nicht zu Hause ist. Im Grunde muss sie befürchten, er kommt nicht mehr wieder, und was noch viel problematischer ist, die Kleinkinder denken immer, sie würden von der geliebten Person abgelehnt. Sieht sie ihren Vater dann im Krankenhaus, wirbt sie geradezu um ihn, um ihn dann doch wieder verlassen zu müssen. Vielleicht gewöhnen Sie sich an, beim Füttern ihrer Tochter viel vom Papi zu erzählen und die Löffelchen explizit für ihn zu füttern. Vielleicht hilft ihr das, die Zeit zu überbrücken. Viele Grüße


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