Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Immer noch nicht trocken

Frage: Immer noch nicht trocken

PumpkinPatch

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Hallo, es geht um unsere 5 jährige Tochter, die immer noch nicht Trocken ist! Sie hat scheinbar ein großes Problem zur Toilette zu gehen, sei es zum pullern als auch für das große Geschäft! Sie versucht den Urin bzw. den Stuhl so lange wie möglich zurückzuhalten, so lange bis sie es kaum noch schafft rechtzeitig zur Toilette zu gehen! Dadurch haben wir sehr oft nasse Hosen! Seit kurzem kommt noch hinzu, dass sie wieder in die Hose kotet, nicht absichtlich, sondern auch eher, weil sie es nicht rechtzeitig schafft! Nachts hingegen ist sie zuverlässig trocken und geht sogar selber zur Toilette! Es scheint so, als sei sie so sehr ins Spiel vertieft, dass sie nicht daran denkt bzw. denken will! Wenn wir sie aber auffordern zu gehen, diskutiert sie bis aufs Letzte, dass sie nicht muss! Kurze Zeit später ist die Hose nass! Woran kann es tagsüber liegen? Und wie können wir verfahren, ihr das beizubringen? Ab wann müssen wir uns ernsthaft Sorgen machen? Liebe Grüße


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, Einnässen und Einkoten bei einem Kind, das schon Blase und Mastdarm beherrschen kann, ist immer ein emotionales Problem. Man nennt das, was Ihre Tochter zeigt Miktionsaufschub (Miktion heißt Wasserlassen) mit Dranginkontinenz, wenn die Blase nicht mehr (zu)gehalten werden kann. Und habituelle Obstipation (Angewöhnung von Verstopfung) mit Kotschmieren und schließlich Einkoten zur falschen Zeit und am falschen Ort. Das Vermeiden des rechtzeitigen Toilettengang ist bei diesen Kindern Prinzip geworden zur scheinbaren macht über die natürlichen Funktionen. Das ist dem Kind natürlich nicht bewusst. In meinen Langtexten über das emotionale Bewusstsein steht im Teil ganz viel zu dieser Problematik. Aber auch im gezielten Suchlauf gibt es zu beiden Themen ein Stichwort. Ganz allein bekommen Sie das nicht in den Griff. Sie müssen sich jetzt schon um professionelle Hilfe bemühen. Der einfachte Weg ist der zur Beratungsstelle für Erziehungsfragen. Etwas komplizierter, aber u.U. notwendig ist der Gang zum/r Kinder- und Jugendpsychiater(in). Zwar werden Sie dort keine Aussagen über die zugrundeliegende tiefenpsychologische Situation bekommen (wie hier), aber wenigstens verhaltenstherapeutische Hilfe. Über das Internet lässt sich in diesen Fällen leider nicht viel machen außer Erklärungen abgeben und Elternberatung machen. Viele Grüße


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