Mitglied inaktiv
Mein Sohn, er wird ende Januar 2,5, haut mich immer öfter. Wir toben z.B. oder spielen schön und auf einmal bekomm ich eine;-) Wenn ich sage, er soll aufhören, dann macht er erst recht weiter. Wenn ich das spielerisch angehe, dann bekomm ich das meistens ganz gut in den Griff. Nur das gelingt mir nicht immer;-( Manchmal artet das auch in gemecker meinerseits aus und natürlich im Weinen seinerseits. Was ich dann sehr schade finde, weil man eben kurz vorher noch so schön gespielt hat. Wie reagiere ich am besten in solchen Situationen? Warum macht er das? Und ich wollte danke sagen, da Ihr Tip, sein Bett zu uns ins Schlafzimmer zu stellen, Gold wert war. Er schläft jetzt super ruhig und kommt nur noch manchmal zu uns ins Bett Nachts. Ich hatte Sie angeschrieben, da er so unruhig jede Nacht war, seitdem er in den Kiga geht und jede Nacht meine Nähe gesucht hatte. Viele Grüße, Martina
Liebe Martina, zunächst einmal freut es mich, dass jetzt die Nächte bei Ihnen wieder ruhiger sind. Was das Hauen angeht: es handelt sich um einen normalen und sogar wichtigen Entwicklungssprung. Kinder mit 2 Jahren, mache auch schon früher, entdecken ihren Aggressionstrieb (s gezielter Suchlauf). Den müssen sie irgendwie ausleben, denn er bestimmt von innen heraus ihr Tun. Mit anderen Worten, sie können davon nicht lassen, wie es mit jedem Trieb ist. Je wilder das Spiel ist, desto stärker kommt der Trieb zum Vorschein. Als Eltern ist man "willkommener" Prellbock für die kindlich aggressiven Triebe, denn bei den Eltern kann das Kind einigermaßen sicher sein, dass ihm nichts passiert. Geschwister sind natürlich auch willkommen, s. rangelnde Jungtiere. Das Kind möchte jetzt aber wissen, wie der Andere auf seine Angriff reagiert. Daher ist es jetzt zunehmend wichtig, klar und bestimmt zu reagieren. Das ist ganz am Anfang nur die eindeutige Ablehnung mit Festhalten der schlagenden Hand und Ermahen. Aber zunehmend sollte Induktion das Geschehen bestimmen (s. gezielter Suchlauf). Das Kind soll sehen, dass es mit seinem Angriff "Leid" bei dem Anderen auslöst, damit es sich selbst zurücknehmen und kontrollieren lernt und Befriedigung darin verspürt, den Anderen zu trösten. Viele Grüße
Nachtrag: Was ich Ihnen zu erklären versucht habe, ist der Beginn der Empathie beim Menschen.
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