Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

"Giften" oder Trotzphase

Frage: "Giften" oder Trotzphase

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Hallo Dr. Posth Ich bin eine interessirte Leserin in Ihrem Forum und stimme ihren Aussagen aus vollem Herzen zu. Mein bzw. unser Problem ist das unser Sohn fast 2 Jahre, eigentlich eine liebe, hilfsbereite, aufgeweckte und kontaktfreudige Persönlichkeit seit ca. 2 Monaten eine "Giftphase" hat. Sagen wir zu etwas nein oder nehmen es ihm mit Erklärung ab fäng er, nicht immer, an zu weinen und beruhigt sich nicht. Wenn man ihn trösten möchte steigert er sich noch mehr hinein wir hatten schon mal das er sich eine stunde nicht beruhigte danach war er fertig und lies sich auf den Arm nehmen. Mir tat es in der Seele weh, aber vorher fing er immer mehr an zu schreien wenn wir ihn trösten wollten, so das wir ihn nach einer halben Stunde in Ruhe liesen und nur bei ihm gesessen haben. Was kann man in solch einer Situation machen ich möcht ihm nicht nochmal so was zumuten. Oder sind wir in der berühmt berüchtigten Trotzphase. Währe für ihren Rat dankbar Mit freundlichen Grüßen Daniela


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Liebe Daniela, Ihr Sohn befindet sich in der Tat in der Trotzphase, und das Erlebnis, das Sie mit ihm hatten, und das Ihnen so sehr zugesetzt hat, ist der klassische Fall vom Drang nach Selbstbestimmung auch in Sachen Trösten. Als Eltern sollte man warten können, bis das Kind erklärt, daß es getröstet werden möchte, und die Versöhnung nicht selbst festlegen wollen. Das "Schmollen" des Kindes dient zur Verarbeitung seiner Gefühle und solange das Kind damit nicht fertig ist, wehrt es sich dagegen, anders empfinden zu müssen als ihm zumute ist. Das gehört also dazu, und Sie als Mutter müssen das aushalten lernen. Viele Grüße


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