Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Angst

Frage: Angst

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Hallo Herr Dr. Posth, mein Sohn (6,5 J.) hat seit kurze, Angst alleine in einem Zimmer zu sein, vor allem abends. Er will nicht mehr alleine in seinem Zimmer schlafen, ich soll wieder bei ihm bleiben bis er eingeschlafen ist. (Hab ich gemacht, bis er 4 war, seit dann ging es ohne Probleme). Er sagt, er hört komische Geräusche, Monster würden kommen, ihn fressen. Er sagt wenn die Augen zu machen würde, würd er nur unheimliche Bilder sehen. Ich weiss nicht woher er das hat. Er guckt keine unheimlichen Sachen im TV, nur Sandmännchen etc. Auch tagsüber traut er sich nicht alleine in den zweiten Stock auf Toilette (wir wohnen in einem Reihenhaus) Was soll ich machen, seinem Wunsch nachgeben und abends bei ihm bleiben (es dauert meist halbe Stunde bis er eingeschlafen ist) Wenn ich rausgehe schreit wie am Spiess und kommt angelaufen. Er ist richtig panisch. Es hilft auch nicht, wenn er bei uns im Bett schläft, da hat er auch angst, weil wir ja erst später ins Bett kommen. was soll ich tun?


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, solche Phasen eines Rückschritts in der Reifung bezeichnet man in der Entwicklungspsychologie als Regression (s. gezeilter Suchlauf). Die erste Frage ist immr die, was hat diese Regression ausgelöst. Zugegeben, den Auslöser findet man oft nicht, da das Kind sich dazu nicht äußern kann und viele Erlebenisse am Tage von den Eltern nicht geteilt werden. Dennoch macht es Sinn nachzuforschen. Bei der Auslösung von Angstempfindungen gibt es viel Quellen. Ein gut 6-jähriger hat viel Kontakt zu anderen Kinndern, hat vielleicht Bedenken hinsichtlich des Übergagns in die Schule oder muss schon die ersten Schulerlebnisse verkraften. Selbst wenn es einem gelingt, Fernsehen und andere für Kinder problematische Medien ausschalten kann, die Welt ist für das Kind schon zu groß beworden, alle Einflüsse auf das Kind sind nicht zu kontrollieren. Ein guter Trick, abendliche Ängste vor Gesprenstern und Monstern (symbolisierte Urangstgefühle) zu verhindern, ist die Anschaffung eines großen Stoffhundes, der ab jetzt vor dem Bett des Kindes aufpasst, dass keine Monster mehr kommen. die Kinder glauben liebend gerne an derart magischen Fähigkeiten von Stofftieren. Versuchen Sie es einmal. Viele Grüße


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