Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

angst

Frage: angst

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Mein Sohn knapp 5Jahre,ruhiges kind. Loslössung gelungen aber Vater ist oft beruflich weg. Bindungsverhalten sicher Kiga sanfte Ablösung, da gefällt es ihm auch,das war noch nie ein Problem. Schlief bis 4Jahre im Elternbett. Nun meine Frage:Er hat starke Ängste vor fremden Menschen, Situationen und in fremder Umgebung,da hängt er sich ganz eng an mich.Ich habe den Eindruck je älter er wird,desto verstärkter.Wie kann ich dem entgegenwirken ohne ihn irgendwo weinend zurückzulassen. Vielen Dank


Dr. med. Rüdiger Posth

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Stichwort: Angst als Veranlagung Hallo, die Veranlagung zum Angstempfinden ist bis zu einem gewissen Grade angeboren. Wie war Ihr Sohn denn als Säugling? Stark gefremdelt? Stark anhänglich mit etwa 1 Jahr? Solche Ängst können durch konkrete Erlebnisse, aber auch bedingt durch vorzeitliche Prägungen objektbezogenen charakter bekommen. die Angst vor der fremden Person gehört mit dazu, spiegelt aber auch ein grundsätzliches Angstempfinden. Wenn alle Entwicklungsparameter wie Bindung, Loslösung und Selbstentstehung stimmen, dann kann man nur versuchen, die Ängste direkt anzugehen. Das geht ohne fachkundige Hilfe eher schlecht, aber ein paar Grundsätze kann jeder beachten. Z.B. das Ausweichen vor angstbereitenden Situationen und Konfrontationen konkret und gezielt angehen. Das darf aber nur im Schutz der begleitenden Bezugsperson geschehen. Und es darf immer nur soweit vorangeschritten werden, wie das Kind seine Angst gerade noch ertragen kann. Die Bezugsperson darf sich erst dann zurückziehen, wenn sie merkt, dass das Kind auch ohne sie annähernd angstfrei bleibt. Natürich darf mit der Angst keine Erziehung betreiben werden. Und das KInd darf nicht zwangsweise in Situationen verbracht werden, die ihm Angst bereiten. So wie Sie begonnen haben, können Sie im Moment forfahren. Sie können ja gerne über den Fortschritt weiter berichten. Viele Grüße


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