Mitglied inaktiv
Unsere Tochter war als Baby äußerst interessiert an anderen Kindern, hat dann aber immer mehr Angst vor anderen entwickelt. Es gab Kinder in ihrem Alter, eher "ruhige" Typen, mit denen sie gespielt hat. Wenige - vor den meisten zieht sie sich zurück. Seit Anfang dieses Jahres wird es immer schlimmer. Läuft ein Kleinstkind nur im Abstand von 5 m vorbei, kommt sie schon verzweifelt in meine Arme. Bei Freunden blockt sie jeglichen Kontakt mit etwa Gleichaltrigen mittlerweile ab, es sei denn, sie kann helfen oder schenken, dann geht das gemeinsame Spiel eine Weile gut. Jetzt stille ich sie ab, d.h. sie darf nur noch abends, nachts und morgens trinken, weil wir denken, die Ablösung verpasst zu haben, dass sie zu sehr auf mich fixiert ist. Klappt relativ gut! Spielen will sie weiterhin nur mit mir, Vater und Oma. Sie soll ab September in den KiGa, ist das denkbar? Schadet es ihr? Sie ist äußerst feinfühlig, sprachlich und geistig viel weiter entwickelt als altersgerecht und auch sonst fit.
Hallo, es gibt Kinder, die mit der Unberechenbarkeit und Impulsivität andere Kleinkinder nicht gut umgehen können. Meistens stecken schlechte Erfahrungen dahinter. Gleichzeitig kann eine Loslösungsproblematik die Hinwendung zum Sozialkontakt mit anderen Kindern erschweren. solche Kinder reagieren aber prktisch immer aggressiv auf ihre Mutter oder sind extrem anhänglich und weinerlich. Das trifft auf Ihre Tochter nicht in dem Maße zu. Der Vater scheint ja auch ganz gut akzeptiert zu sein und ein Loslösungsvorbild. Z.T. wahrscheinlich auch die Großmutter. Wenn es also eher Angst vor der Wildheit der anderen Kinder ist, ist es wichtig, dass Sie als "sichere Basis" zunächst einmal mit Ihre Tochter zusammen den Kontakt zu anderen Kindern aufnehmen, um sich dann schrittweise zurückzuziehen. Ob der Ki-ga in 2 Monaten schon geht, wird sich zeigen. Auf jeden Fall ist eine sanfte Ablösung unabdingbar. Viele Grüße
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