Frage im Expertenforum Entwicklung von Babys und Kindern besser verstehen an Dr. med. Rüdiger Posth:

Angst vor alltäglichen Situationen

Frage: Angst vor alltäglichen Situationen

EmilsMami

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Hallo, ich bitte Sie um eine Einschätzung von meinem 10 monate altem Sohn. Vorab kurz unsere Situation: Emil war bis jetzt noch nie alleine,tagsüber schläft er im Tragetuch, nachts im Familienbett, er wird auch bei Spaziergängen ausschließlich getragen, außerdem wird er noch gestillt. Da mein Mann, da er noch studiert, mit mir die Betreuung hatte, war dies auch immer gut zu händeln. Emil wurde nie quängeln oder gar schreien gelassen, trotz allem war Emil (für uns) ein recht anstrengendes Baby. Wir gehen jeden vormittag 1-2 Stunden in den Park spazieren (er kennt laute Supermärkte oder ähnliches nicht) Das eigentliche Problem ist nun, dass er in fremden Situationen sehr unsicher wird, schreit und sich an mir festklammert, auch hat er Angst vor dem Staubsauger, oder vor dem Mixer. Bald bin ich alleine mit ihm zuhause, so dass ich auch mal sein Essen vor ihm pürieren muss oder mal kurz durchsaugen muss. Haben wir ihn zusehr geschohnt? Wie können wir ihm die Ängste nehmen? Danke.


Dr. med. Rüdiger Posth

Dr. med. Rüdiger Posth

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Hallo, nein, das Verhalten Ihres Sohnes entspricht seiner Entwicklung und Wahrnehmungsfähigkeit und hat mit einme Schonen nichts zu tun. Gegen Ende der Säuglingszeit nimmt das Kind seine Umgebung schon sehr genau wahr, und wie es vertraute und fremde Menschen hat unterscheiden lernen, unterscheidet es jetzt auch vertraute und fremde Orte. Ein ängstlich veranlagtes Kind zeigt an fremden Ort erst einmal Angsterscheinungen und klammert sich an seine Bezugsperson. Das ist also etwas ganz Normales, auch wenn es nicht bei allen Säuglingen gleich stark auftritt. Ähnlich zu verstehen sind die Ängste vor lauten und unkalkulierbaren Geräuschen aus irgendwelchen Geräten. Der Säugling weiß nicht, dass Motoren solche Geräusche machen und registriert sofort, dass es sich um ein unnatürliches Geräusch handelt. Vorsichtige Annäherung und Beruhigung auf dem sicheren Arm der Bezugsperson nehmen den Kindern diese entwicklungsbedingte Angst. Viele Grüße


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