Mitglied inaktiv
Hallo Herr Dr. Posth! Mein Sohn bald 4 ist sehr ängstlich! Die Angst zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben. Manche Ängste verschwinden und andere kommen hinzu. Meist ist ein banales Ereignis schuld. Z.B. sitzen wir alle im Zug.Der Zug fährt erst in 30 Min. Mein Mann steigt noch mal aus. Unser Sohn fängt an zu schreien: "Der Zug fährt los. Papa soll einsteigen!" Seit dem bekommen wir ihn in kein Zug mehr rein. Anderes Beispiel: Kindergarten! Es hat lange gedauert ehe er sich daran gewöhnt hatte. Ca. 3/4 Jahr. Viele Tränen. Jetzt geht er gerne. Auf dem Spielplatz legte ihn jetzt ein Schulkind- Schule hat den gleichen Spielplatz- ein Regenwurm auf die Mütze. Seit dem hat er panische Angst vor Spielplätzen und größeren Kindern. Alle Beteuerungen unsererseits das nicht alle Kinder so sind fruchten nicht. Aufgrund seiner Ängste geht er 1 mal die Woche in die Frühförderung. Rat meiner KÄ. Aber auch da hat er Angst vor den anderen Kindern. Geht nur Tränenaufgelöst dahin. Was tun?
Hallo, was hat Frühförderung mit Ängsten zu tun? Dazu kommt, dass die Behandlung ganz offensichtlich nicht auf die Bereitschaft Ihres Sohnes stößt. Also beenden Sie die Sache besser. andererseits sollten Sie die Angstneigung Ihres Sohnes ernst nehmen. Die harte Ablösung im Ki-ga (zumal noch deutlich unter 4 jahren) war Gift für ihn. Das Grundgefühl der Angst ist dadurch in ihm weiter angewachsen und führt jetzt dazu, dass unangemessene Objekt-Ängste auftreten. Das Grundgefähl der Angst zu bekämpfen wird ohne fremde Hilfe nicht möglich sein. Sie können Ihrem Sohn aber dadurch helfen, dass sie im Sinne der Desensibilisierung die Objektängste schrittweise abbauen. Im gezielten Suchlauf unter "Angst und Furcht" erkläre ich wie man das macht. Trennungsangst zu behandeln geht nicht ohne eine tiefenpsychologisch orientierte Kinderpsychotherapie. Viele Grüße
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