Mara1701
Hallo, ich hoffe, es kann mir helfen, etwas Struktur in unseren Schlaf zu bekommen. Besonders die Einschlafzeiten machen uns momentan ziemlich fertig. Ich habe das Gefühl, dass ich ständig zwischen „zu müde“ und „noch nicht müde genug“ oder "drüber " liege und nicht weiß, welches Wachfenster für meine Tochter richtig ist. Meine Tochter ist 17 Monate alt und macht aktuell noch einen Mittagsschlaf. Unser grober Rhythmus: morgens meistens etwa 7:00–7:30 Uhr wach Mittagsschlaf meistens ungefähr zwischen 12:00 und 12:30 Uhr der Mittagsschlaf ist meist ca. 1–1,5 Stunden, selten 2. abends tun wir sie zwischen 19:00 und 19:30 Uhr schlafen lassen Das Problem ist vor allem das Einschlafen. Sie kann abends trotz eines langen und aktiven Tages teilweise 60 Minuten oder noch länger brauchen. Sie liegt dann im gitterBett, fummelt an ihren Kuscheltieren herum, steht zwischendurch auf, holt sich einen Kuss, legt sich wieder hin usw. Sie ist dabei teilweise gar nicht unglücklich, schläft aber einfach nicht ein. An anderen Tagen ist es genau andersherum: Sie ist abends sehr quengelig, schreit vor dem Schlafengehen und wirkt total übermüdet. Klettert über das gitterbett in unseres. Ein Beispiel von einem Tag: 7:20 Uhr aufgestanden 12:10 uhr-13:45 Uhr Mittagsschlaf nachmittags bis ca. 17:00 Uhr auf dem Spielplatz am See 19:15 Uhr im Bett trotzdem nach fast 40 Minuten noch wach und am Herumfummeln aufdrehen Sie zeigt teilweise schon am Nachmittag Müdigkeitszeichen, z. B. Augenreiben, kann aber abends trotzdem sehr lange zum Einschlafen brauchen. Dazu kommt, dass die Nächte momentan teilweise schwierig sind. Zuletzt war sie nachts häufiger weinend wach, vermutlich auch wegen der Eckzähne, und hatte entsprechend weniger erholsamen Schlaf. Ein anderes Beispiel: 7:00 Uhr aufgestanden Mittagsschlaf 12:55–13:35 Uhr (nur 40 Minuten) nach einer schlechten Nacht abends war sie trotzdem lange mit dem Einschlafen beschäftigt. Unsere Abendroutine: Wir essen normalerweise gegen 17:45 Uhr. Danach ist häufig noch ihr älterer Bruder 4 Jahre dabei. Mit ihm ist ruhiges Spielen allerdings schwierig, weil meine Tochter gerne auf ihm herumturnt und sich dadurch natürlich wieder ziemlich hochfährt. Gegen Abend versuche ich deshalb, die Aktivität zu reduzieren. teils getrenntes Zähneputzen. Im Schlafzimmer: gedimmtes Licht sie trinkt noch Wasser aus dem Becher 1–2 kleine Bücher im großen Bett sie legt sich selbst dabei hin Schlafsack sie kommt ins Gitterbett weißes Rauschen läuft ihre Kuscheltiere nimmt sie mit ich gebe ihr noch einen Kuss und begleite sie Danach fummelt sie häufig noch an ihren Kuscheltieren herum, steht manchmal auf, turnt, kommt für einen Kuss zu mir und legt sich wieder hin. Ich versuche, möglichst wenig zu machen und sie selbst einschlafen zu lassen. Meine Fragen wären deshalb: Welches Wachfenster bei einem 17 Monate alten Kind mit diesem Schlafbedarf anpeilen? Wie lange sollte der Mittagsschlaf idealerweise dauern? Sollte ich sie nach z. B. 1,5 Stunden wecken, damit der Nachtschlaf nicht zu spät wird? Wie die Bettzeit abhängig vom Ende des Mittagsschlafs? Ist eine Einschlafzeit von 30–60 Minuten ein Hinweis darauf, dass sie zu früh im Bett ist, oder kann das auch bei Übermüdung/Überreizung passieren? Würdet ihr die Geschwisterzeit am Abend bewusst begrenzen, damit sie besser herunterfahren kann? Und vor allem: Wie sollen wir anhand dieser Situation konkret unsere Schlafenszeiten wählen? Mir wäre eine Einschätzung anhand unseres gesamten Rhythmus sehr hilfreich, statt nur „früher/später ins Bett“. Ich möchte gerne verstehen, woran ich erkenne, ob sie übermüdet ist oder einfach noch nicht genug Schlafdruck hat. Sie nimmt auch keinen Schnuller noch. Ihr, hat kein festes Kuscheltier und vllt noch als Rand Info selbst wenn wir im Auto fahren und sie ist nachmittags total übermüdet schreit sie eher als dass sie da mal entspannt die Augen zumachen würde... Vielen Dank schon einmal! ❤️
Guten Tag Mara, aus Ihrem Schreiben klingt viel Verzweiflung, dabei klingt manches doch recht gut. Sie haben einigermaßen feste Schlafzeiten und einen geregelten Tagesablauf, wie es mit 2 Kindern möglich ist. Ein Mittagsschlaf findet in der Mitte des Tages statt und beinhaltet immerhin alle Schlafphasen. Manchmal gelingt es Ihrem Kind nicht nach einem Schlafzyklus noch weiterzuschlafen, was vermutlich sehr sinnvoll wäre, um Überreizungen zu verhindern. Wie sie an den Vormittagszeiten sehen, benötigt Ihr Kind Wachphasen von 5-5,5 Stunden - längere Wachphasen könnten ebenfalls zur Überreizung führen. Ich glaube nicht, dass der Schlafdruck nicht ausreicht, sondern Ihr jüngeres Kind noch viele Eindrücke zu verarbeiten hat. Da Ihr Kind scheinbar abends (nicht etwa beim Mittagsschlaf) schlecht in den Schlaf findet, macht es Sinn, sich den abendlichen "Sinkflug" noch genauer anzuschauen: Die Abendessenszeit ist gut, danach fordern beide Kinder viel Aufmerksamkeit. Schauen Sie, wie Sie die "Geschwisterzeit" so gestalten, dass es für beide ruhig zugeht. Falls Sie beim Abendritual nicht allein sind, und noch Ihr Partner anwesend ist, kann man nach einer kurzen Geschwisterzeit für das jüngere Kind, welches schwer zur Ruhe kommt, eine Ganzkörpermassage oder ein anderes körperliches Beruhigungsritual einbauen. Danach gibt es noch eine ruhige Spielzeit, in der das Kind ruhig am Boden spielt, anschießend ein Ritual an der Bettkante. Wenn Ihr Kind danach nicht zur Ruhe kommt, erledigen Sie für das Kind sichtbar, z.B. bei angelehnter Kinderzimmertüre noch langweilige Hausarbeiten wie Bügeln oder Wäsche falten. Mache Kinder kommen auch in einem Gewichtsschlafsack (Gewicht maximal 10% des Körpergewichtes besser zur Ruhe). Sie müssen nicht die ganze Zeit neben dem Kind liegen. Wenn sie etwas zum Fummeln braucht, geben Sie ihr einen passenden Gegenstand dazu, z.B. Fühltuch. "Aufgeweckte" Kinder benötigen manchmal etwas länger, um zur Ruhe zu kommen, aber in dieser Zeit nicht unbedingt die komplette Aufmerksamkeit der Bezugspersonen, sie benötigen in dieser Zeit vor allem entspannte Langeweile. Liebe Grüße, Mechthild Hoehl
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