Frage im Expertenforum Babyschlaf an Dr. med. Daniela Dotzauer:

Nachtschrei ?

Frage: Nachtschrei ?

Fabi1004

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Hallo, ich habe seit ca. 1 1/2 Monaten ein großes Problem mit dem Nachtschlaf. Mein Sohn ist jetzt 6 1/2 Monate alt. Vor ca 1 1/2 Monaten kamen wir aus dem Urlaub wieder. Die Abreise war etwas holprig da wir nachts wach wurden aufgrund eines Feuers.  Ich weiß nicht ob das in Zusammenhang steht aber seitdem schläft er super schlecht. Zuvor hat er nie geweint oder geschrien. Hat immer 4-6 std am Stück geschlafen und wurde kurz wach zum trinken und hat dann direkt weiter geschlafen.  nun haben wir den Fall das er bereits nach 2 std "wach" wird und bitterlich schreit. Die Augen sind oftmals zu. Es ist sehr schwer ihn dann zu beruhigen. Leider bleibt es nicht bei dem einen Mal sondern zieht sich die Nacht durch.. was kann ich tun um ihn zu helfen?  dazu zusagen ist noch, dass er motorisch bereits sehr fit ist und über der Norm, ich weiß nicht ob er das eventuell nicht verarbeitet bekommen und auch das dabei miteinspielt..


Dr. Dotzauer

Dr. Dotzauer

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Guten Tag, Sie beschreiben eine Veränderung des Schlafverhaltens Ihres Kindes, welche durchaus typisch für das Alter ist. In den ersten Monaten erwachen die Kinder hungergesteuert und schlafen nachts relativ gut, schon mehrere Stunden am Stück. Dann mit zunehmender Gehirn Entwicklung, die sich nicht nur motorisch bemerkbar macht, sondern auch mit reiferen Schlafrhythmen, kommt es zum regelmäßigen Erwachen im Schlafphasenwechsel alle 2 Stunden. Manche nennen es die 4 Monats-Schlafregression. Egal wie dieses Phänomen genannt wird, es hängt mit der kindlichen Entwicklung zusammen und trifft zufällig mit den Ereignissen rund um Ihre Urlaubsrückreise zusammen. Jetzt kommet es darauf an, was Ihr Kind mit Ein- und Weiterschlafen verknüpft. Häufig bestehen feste Einschlafassoziationen wie Stillen, Flasche oder Tragen.  Wenn ein Kind lernt auch mit sanften Beruhigungshilfen und Einschlafroutinen in den Schlaf zu finden, ermöglicht das auch ein anderes Vorgehen nachts. Grunsätzlich ist es notwendig das Verbinden der Schlafphasen zu erlernen. Dazu braucht es vorerst eine klare Vorstellung wie Einschlafen geht und dann das nächtliche Weiterschlafen. Dieses Alter ist für die meisten sehr mühsam. Am besten ist diese Lernphase zu meistern, wenn beide Elternteile sich um dieses Phänomen kümmern: Die Schrittw wären wie folgt: 1. Einschlafroutine ohne Stillen/ Flasche etablieren und schrittweise wacheres Ablegen. Vorzugsweise beginnend am ersten Tagschlaf, dann am Abendeinschlafen.  2. Kuscheltuch/tier tagsüber angewöhnen 3. Bei Zwischenerwachen das Weiterschlafen lehren, also die Schlafatmosphäre aufrecht erhalten und nicht jedes Erwachen mit Nahrung beantworten. Bei Zwischenerwachen => Weiterschlafen Bei Hungererwachen => Nahrung Bester Hack zum Weiterschlafen: eine rechtzeitige Lageveränderung, also das Kind etwas anders hinlegen. In Verbindung mit Schschsch-Lauten, Hand auflegen und Popo klopfen. Das alles klappt anfangs nie, weil viel höherwertige Hilfen erwartet werden. Es ist wie schon oben wrwähnt eine mühsame Phase für alle Eltern. Alles Gute dabei. Sie finden zahlreiche Hilfestellungen auf meinem Instagramaccount @dr.danieladotzauer Herzliche Grüße Daniela Dotzauer 


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