Rainbow12345
Liebe Frau Dr. Dotzauer, unser Sohn ist 12 Monate alt und vor knapp drei Wochen haben wir auf einen Tagschlaf umgestellt. An den meisten Tagen klappt es bereits ganz gut mit nur einem Tagschlaf. Wenn er morgens allerdings sehr früh aufwacht, benötigt er nachmittags noch einen kurzen Powernap. Bei einem Tagschlaf liegen unsere Wachzeiten morgens bei etwa 4,5 bis 5 Stunden und abends bei 5 bis 5,5 Stunden. Unsere Nächte waren leider schon immer von häufigem Aufwachen geprägt. In der Regel wacht unser Sohn etwa 6- bis 8-mal pro Nacht auf. An Tagen mit einem zusätzlichen Powernap ist das meist ähnlich. Wenn er jedoch nur einen Tagschlaf macht, werden die Nächte extrem unruhig. Er wacht dann mitunter alle 10 bis 30 Minuten auf. Nun fragen wir uns, ob diese starke Verschlechterung der Nächte ein Anzeichen dafür sein könnte, dass unser Sohn noch nicht ganz bereit für den Übergang auf einen Tagschlaf ist. Könnte das häufige Aufwachen in diesen Nächten auf Übermüdung hindeuten? Oder sind die Wachzeiten möglicherweise nicht passend? Wir würden uns sehr über Ihre fachliche Einschätzung freuen. Vielen Dank im Voraus für Ihre Zeit und Ihre Unterstützung.
Guten Tag, Das häüfige Erwachen, bzw die Tatsache, dass er sich an Sie adressiert um Weiterschlafhilfe von Ihnen zu erhalten, deutet darauf hin, dass er noch keine eigenen Ein-und Weiterschlafstrategien besitzt. Kinder in dem Alter, welche 6-8x/Nacht aufwachen, erwarten in der Regel die Brust, Flasche oder das Umhertragen. Diese Einschlafassoziation sollte verändert werden. Wenn Sie am selbstständigerem Einschlafen arbeiten wollen, ist es hilfreich, wenn er ausreichend Schlafdruck hat, d.h. viele Wachstunden, die es ihnen beiden leichter machen, sich schrittweise aus dem Einschlafprozess zurück zu nehmen. Auch ein Kuscheltier mit emotionaler Bedeutung aufzuladen wäre sinnvoll, damit er zunehmend mehr eigene Strategien entwickelt. Wenn er alle 10-30 Minuten erwacht, kontriolliert er ständig die Situation, die sich anscheinend verändert. Ich würde an dem selbstständigerem Ein- und Weiterschlafen arbeiten, an dem Emotionalisieren des Kuscheltieres, und dem Akzeptieren der anderen Bezugsperson. Das Wachzeitenregime oder das Optimieren der Schlafenszeiten haben aus meiner Sicht wenig Einfluss auf die selbstständigeren Strategien, die fehlen. Ich glaube er kann diese leichter erlernen, wenn er mehr Schlafdruck hat, daher würde ich bei dem einen Tagschlaf bleiben und dem Prozess noch mehr Zeit geben. Es dauert immer seine Zeit bis sich die Kinder an das neue Schlafsetting gewöhnt haben. Aber er wird ja jeden Tag älter und nicht jünger, sodass es jeden Tag besser passt. Herzliche Grüße Daniela Dotzauer
Die letzten 10 Beiträge
- Frage zum Übergang auf einen Tagschlaf und zu unseren Nächten
- Schreien beim Einschlafen
- Kind schickt uns weg und verlangt immer das andere Elternteil
- Wacht alle 30 min auf, auch nachts
- 16 Monate wacht immer noch alle 1,5h auf
- Einschlafprobleme beim Nap
- Schläft ausschließlich mit engem Köperkontakt
- Schlafberatung für meine 16 Monate alte Tochter – ich bin langsam ratlos
- Kind schläft nur mit Begleitung im Elternbett ein
- Von Mama nur in Trage in den Schlaf