Liebe Frau Dotzauer,  zunächst vielen Dank, dass Sie Ihre Expertise in diesem Forum zur Verfügung stellen.  Mein Sohn (10,5 Monate) ist die ersten acht Monate seines Lebens ausschließlich an der Brust oder in der Trage/im Kinderwagen eingeschlafen. Nachts hat er dauergenuckelt, sich ständig an- und abgedockr und ist selten in den Tiefschlaf gekommen. Als er acht Monate alt war, haben wir eine Schlafberatung in Anspruch genommen, damit er auch alleine und in einem eigenen Bett einschlafen kann. Hierzu haben wir ihn mit einer Bettroutine auf die Schlafenszeit vorbereitet, ihn danach in seinem Bettchen versucht zum schlafen zu bringen und bei Bedarf gestuft getröstet (Stimme, Berührung, hochheben, tragen). Wenn ich ins Bett gegangen und einmal nachts habe ich noch im Schlaf gestillt ("dream feeds"). Nach einigen schwierigen Nächten hat das gut geklappt und er hat viel besser und längere Abschnitte geschlafen und war auch nachts meistens gut zu beruhigen.  Seit ca. vier Wochen haben wir die Situation, dass wir abends alles gleich machen und er gut und friedlich einschläft. Wenn er aber (nunmehr oft wieder nach sehr kurzer Zeit) wieder aufwacht, ist er nicht mehr durch die bisherigen Methoden zu beruhigen. Er weint verzweifelt, drückt sich von uns ab, schwitzt etc. Wir wissen uns nicht anders zu helfen (er ist sehr schwer und kräftig, ich kann ihn nicht so lange tragen und will ihn auch nicht so lange weinen lassen) und nehmen ihn nach einiger Zeit dann zu uns ins Bett, wo er an der Brust weiterschläft. Sein und unser Schlaf ist dann sehr schlecht. Auch die dream feeds klappen überhaupt nicht mehr, er weint sofort beim ablegen.  Wir sind etwas ratlos, weil unsere bewährten Methoden nicht mehr klappen und es ja eigentlich heißt, dass Babys beim Aufwachen die Einschlafsituation brauchen. Ich fühle mich in der Zwickmühle, weil ich einerseits merke, dass er mit jedem Mal, das ich ihn ins Bett nehme, dies natürlich mehr einfordert. Andererseits erlebe ich sein Weinen anders als zuvor (nicht nur Protest) und möchte empathisch auf die Bedürfnisse meines Kindes reagieren. Zudem begann vor zwei Wochen die Eingewöhnung bei der Tagesmutter. Diese läuft zwar super, dennoch möchte ich natürlich ein etwaiges zusätzliches Nähebedürfnis nicht ignorieren.  Haben Sie Tipps, wie wir aus dieser Situation wieder herauskommen? Ziel wäre es, dass er zumindest längere Abschnitte in seinem Bett schläft und auch mein Partner ihn beruhigen kann, wenn er aufwacht.  Vielen Dank für Ihre Hilfe!