Frage im Expertenforum Babypflege an Katrin Simon:

Wie einen Rhythmus finden?

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Frage: Wie einen Rhythmus finden?

Mitglied inaktiv

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Hallo! Seit etwa 2 Wochen haben wir ein Problem mit dem Still- und Schlafrhythmus unserer jetzt 15 Wochen alten Tochter. Im Moment ist es so, dass sie oftmals tagsüber nur sehr schlecht trinkt (wird voll gestillt) und auch nur mäßig schläft. Vor allem das Einschlafen bereitet ihr große Probleme. Wenn sie es dann doch mal geschafft hat im Stubenwagen einzuschlafen, ist sie meist nach 45 Min. wieder wach, ist offensichtlich noch müde, schläft aber nicht wieder ein. Meist nehme ich sie mittlerweile ins Tragetuch, wo sie dann länger schläft. Unser Tag verläuft meist wie folgt: um ca. halb 9 wacht sie auf, wird angezogen, ist dann schon wieder müde und ich lege sie unter viel Protest wieder hin. Sie schläft etwa 45 Min und ist dann mit dabei, wenn ich den Haushalt mache. Gegen halb 11 stille ich sie, meist trinkt sie dann nur wenig und ist wieder müde. Dann schläft sie im Tuch, wird irgendwann zwischen 13 und 15 Uhr gestillt. Um 15:30 Uhr gehen wir zum Kindergarten, um unsere große Tochter abzuholen. Im Kinderwagen nickt sie für 10 Min ein. Wieder zuhause liegt sie dann auf der Decke während ich mit der Großen spiele. Gegen 17 Uhr wird sie wieder gestillt und ab spätestens 18 Uhr schläft sie im Tragetuch bis ich sie um 19:30 Uhr raushole und fürs Bett fertig mache. Ich stille sie dann im Bett, was neben der Nachmahlzeit die einzig gut laufende Mahlzeit ist, und sie schläft dann friedlich im Stubenwagen ein. Nachts trinkt sie meist nur einmal zwischen halb 2 und halb 5. Bis auf abends und nachts schreit sie sich in den Schlaf. Was läuft bei uns falsch und was können wir ändern, damit sie etwas zufriedener ist und tagsüber besser schläft? Viele Grüße Ulrike


Katrin Simon

Katrin Simon

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Liebe Ulrike, ich habe den Eindruck, dass Sie jemand einfach mal fest in den Arm nehmen mus und Sie sich anlehnen dürfen!! Und- dass Sie einfach mal jemanden Ihr Herz ausschütten können... Denn, so wie Sie mir Ihre Situation schildern höre ich heraus, dass der Druck stetig zunimmt. Das Baby, was viel weint, ein zweites Kind, welches seine Aufmerksamkeit braucht und sicher auch nicht immer nur ein Engelchen ist?!, ein Kinderarzt, der von Ihnen verlangt, dass Sie Ihr Kind satt zu bekommen haben!!! Mein dringender Rat an Sie: nehmen Sie noch einmal Kontakt zu Ihrer alten oder einer neuen Hebamme auf, die Sie daheim besucht. Die Hebamme sollte sich noch einmal das Trinkverhalten Ihrer Tochter anschauen und den Gewichtsverlauf und das Verhalten Ihrer kleinen ansehen. Evt. gibt es einen Zusammenhang zwischen Hunger und schlechtem Schlafverhalten... Wie dann aber systematisch vorgegangen werden sollte, dass überlegen Sie dann gemeinsam. Da die kleine ruhig ist und gut schlafen kann, wenn sie eng bei Ihnen ist, rate ich Ihnen Ihre Tochter zu pucken. Unter www.eltern.de können Sie sich bebilderte Ansichten anschauen ( Stichwort in Suchmaschine geben). Am besten pucken Sie die kleine schon vor dem Stillen. Stillen dann ggf. im Liegen und können die kleine evt. dann schon schlafend von der Brust abnehmen?! Ihre Tochter ist ein Mama- Nähekind!!! Bauen Sie sich einen Babybalkon und schieben den Stubenwagen erst einmal zur Seite. Vom Gitterbettchen montieren Sie eine Gitterseite ab und bauen dann das Bett mit der selben Matratzenhöhe wie Ihre, an Ihr Bett ran. So können Sie Ihr Baby auf selber Höhe stillen, streicheln, liebkosen, die Hand halten. Und Ihr Baby ist ganz dicht bei Ihnen und hat trotzdem Platz und Sie müssen nicht ängstlich sein, dass Sie es einengen. Vielleicht haben Sie mit diesen Ideen schon eine Möglichkeit gefunden, dass Ihre Tochter bald besser in den Schlaf findet bzw. Sie eine ruhige und professionelle Begleitung bei der Gewichtsentwicklung haben. Bis bald und viele Grüße von Katrin P.S. die Hebamme kann Ihnen das Pucken dann natürlich auch nochmals zeigen!


Mitglied inaktiv

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Ich vergaß noch zu schreiben, dass sie seit 3 -4 Wochen auch nur mäßig zunimmt und der Kinderarzt mir Druck macht zuzufüttern. Daher lege ich sie nun häufiger an, sie trinkt aber dann immer nur 2-3 Minuten oder gar nicht. Das sorgt wahrscheinlich auch nicht dafür, dass unser Tag mehr Struktur bekommt. Ich versuche außerdem immer ganz genau auf die ersten Zeichen von Müdigkeit zu achten und sie dann hinzulegen. Leider schafft sie es nicht einfach zwischendurch auf ihrer Krabbeldecke einzuschlafen. Ich beschäftige mich viel mit ihr und habe sie immer bei mir. Es macht mich einfach traurig, dass es im Moment nicht so rund läuft bei uns und sie so viel weint. So, ich hoffe, dass ich nun nichts mehr vergessen habe. Vielen Dank schon mal!


Mitglied inaktiv

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Liebe Katrin! Ich danke Ihnen für die aufmunternden Worte und vielen Tipps. Einiges von dem, was Sie vorschlagen, praktizieren wir schon. Unsere Tochter wird von Geburt an gepuckt und schläft so zumindest die Nächte von Anfang sehr gut. Tagsüber scheint ihr das aber nicht zu reichen und sie braucht anscheinend tatsächlich echte Körpernähe. Die gebe ich ihr nun ohne weiter damit zu hadern und trage sie tagsüber im Tragetuch in den Schlaf. Dies klappt nun immer häufiger ohne Geschrei. Abends schläft sie nach dem Stillen prima im Stubenwagen ein. Nach dem nächtlichen Stillen lasse ich sie aber immer bei mir im Bett. Da unsere kleine Maus ein sehr aufmerksames und neugieriges Kind zu sein scheint und sehr viel aufnimmt, ist meine Hebamme der Meinung, dass sie deshalb am Tag so schwer in den Schlaf findet. Da ich nun wieder etwas zur Ruhe gekommen bin, hoffe ich sehr, dass sich unsere Situation nun auch ändern wird. Vielen Dank nochmals und viele Grüße, Ulrike


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