Christiane Schuster

Kindergartenablehnung

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Meine Tochter wird im Oktober 5 und geht seit sie 3 Jahre und 3 Monate ist in den Kindergarten.Sie wird vor dem Mittagessen abgeholt. Sie ging vorher ein Jahr einmal die Woche in einen Vorkindergarten, wo es keinerlei Probleme gab. Sie und ihre Freundin rutschten in den Kindergarten nach und die Kinder kamen, weil es nicht anders ging in zwei unterschiedliche Gruppen.Ihr kleiner Bruder kam auch zu der Zeit auf die Welt aber ich denke sie haben sich gut aneinander gewöhnt.Zu Beginn lief es im Kindergarten einigermaßen gut, sie weinte zwar hin und wieder aber sie ging gern dorthin.Als ich sie abholte spielte sie aber immer nur mit besagter Freundin und anderen Kindern der anderen Gruppe. Die Erzieher erzählten mir, in der Gruppe spiele mal mit dem und dem.Zwischenzeitlich war sie immer wieder einmal krank ( kleinere Infekte) und sie äußerte oft zu Hause die Frage warum sie nicht ganz zu ihrer Freundin in die Gruppe wechseln kann.Als ich die Erzieher daraufhin ansprach wurde mir mitgeteilt, dass sich die Freundin ganz gut in ihre Gruppe eingelebt habe und falls meine Tochter ganz kommen sollte, sich vielleicht nicht mehr so gut mit den anderen Kindern verstehen würde. So blieb mein Kind in ihrer Gruppe und war oft kränklich und wenn sie in den Kindergarten ging weinte sie immer noch hin und wieder beim Bringen.Nach den Pfingstferien hörten dann auch plötzlich zwei Erzieherinnen in ihrer Gruppe auf ( eine kündigte weil sie wechseln wollte, die andere ging gesundheitsbedingt frühzeitig in Mutterschutz). Ihr weinen fing wieder vermehrt an und mein Kind äußerte, sie wolle nicht in den Kindergarten, nur zu ihreren Freundinen in die Gruppe.So habe ich den Wunsch nochmal zum Gruppenwechsel angeschnitten. Die Leitung meinte es liefe ja jetzt schon 1 1/2 Jahre einigermaßen und das Weinen wäre warscheinlich eine Trennungsangst und sie habe ein Problem sich von mir zu trennen.Ich muß dazu sagen, dass mein Kind alleine bei verschiedenen Freunden von ihr zu Hause ohne mich spielt, schon 2x bei einer Freundin von ihr übernachtet hat, und selbst in Möbelgeschäften alleine in die Spielparadise geht - und sie wird nie ausgerufen sondern ich muß ewig davor warten bis sie endlich wieder herauskommt.Ich habe heute meinerseits einen Termin mit einer Kinderpsychologin ausgemacht, in der hoffnung dass es ein gespräch mit den erzieherinnen, der psychologin (die auch das problem hinterleuchten soll ) und mir gibt und mein Kind wieder gerne in den Kindergarten gehen kann. Ich hoffe sehr dass sie zumindest auf Probe in die andere Gruppe darf.Ich weiß aber nicht was ich sonst machen kann. Ich bringe sie auf anraten der Psychologin jetzt nur wenn sie dorthin möchte, wenn sie weint bleibt sie zu Hause.
Ich weiß nicht was ich sonst noch machen kann....ich selbst bin sogar im Elternbeirat tätig und habe eine pädagogische Ausbildung aber beides bringt mir im Moment herzlich wenig.

von nadi78 am 21.07.2011, 22:39 Uhr

 

Antwort auf:

Kindergartenablehnung

Hallo nadi78
Bitte laden Sie doch mal das eine oder andere Kind aus der momentan besuchten Gruppe Ihrer Tochter zum Spielen zu sich nach Hause ein. Vielleicht findet Ihre Tochter dann intensiveren Kontakt zu diesen Kindern, sodass sich diese "Freundschaft" in der Kiga-Gruppe (hoffentlich) fortsetzen wird.
Freuen Sie sich gleichzeitig mit Ihrer Tochter darüber, dass sie auf diese Weise noch mehr FreundInnen als bisher hat, sodass sie sich in beiden Gruppen wohlfühlen kann, zumal Kinder aus beiden Gruppen vermutlich auch gemeinsam in eine Schulklasse kommen werden?

Ihre Tochter unregelmäßig und nur auf eigenen Wunsch den Kiga besuchen zu lassen halte ich eher für ungeeignet, da die Integration dadurch vermutlich noch schwerer wird und sie die von den ErzieherInnen gelenkten Beschäftigungen nur unvollständig mitmachen können wird.

Sollte Ihre Tochter in der Kiga-Gruppe zusätzlich unterfordert sein, sodass ihr der Kiga-Besuch einfach zu langweilig geworden ist und sie ihn deshalb ablehnt, rate ich Ihnen, sie nachmittags 1-2 Interessengruppen besuchen zu lassen.

Viel Erfolg, liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 22.07.2011

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