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Hallo zusammen, Die Ergotherapeutin meines Sohnes (6 Jahre, wird im August eingeschult) empfiehlt eine Diagnostik zur Abklärung ob ADS und/oder eine (Teil-)Hochbegabung vorliegen. Nun stehe ich da und frage mich: hat es entscheidende Vor- oder Nachteile ob ich die Diagnostik in einer niedergelassenen KJP-Praxis oder im SPZ oder in einer KJP-Ambulanz durchführen lasse? Oder soll ich uns einfach überall anmelden und dann den Termin nehmen, der als erstes kommt, weil es alles standardisiert ist?
Wir sind als erstes zum Kinderarzt, der weiß am ehesten was in der Nähe ist und wo wie gearbeitet wird. Dennoch haben wir 3 Anläufe gebraucht, ehe sich jemand festlegen wollte, da wir offenbar einen "Grenzgänger" haben, der von allem etwas mitbekommen hat, aber eben nichts so ganz, so dass wir immer auf "später" vertöstet wurden. Wir waren erst im SPZ, zwei Jahre später nochmal in einem anderen SPZ und nochmals zwei Jahre später in einer KJP, wo es dann auch letztlich die Diagnose ADHS gab.
Ideal ist es, wenn Ihr Eltern kennt, die Ihr Kind in Eurer Ecke haben testen lassen und über Erfahrungen berichten können. Neben SPZs und KJPs machen das auch Kinderpsychiater mit oder ohne Kassenzulassung. Hier hat z.B. die ansässige Kinderpsychiaterin mit Kassenzulassung einen so schlechten Ruf, dass mir das schon unsere Hausärztin durch die Blume gesagt hat. Ich weiß von anderen Eltern, dass die mit SPZs schlechte Erfahrungen gemacht haben. In Foren liest man öfter, dass SPZs oder KJPs den Eltern nur eine Diagnose um die Ohren hauen, es aber keine Beratung gibt, wie es weiter gehen sollte/könnte. Wenn Ihr es eilig habt und genug Geld, könnt Ihr einen Kinderpsychiater ohne Kassenzulassung privat bezahlen. Das geht am schnellsten.
Hallo erstmal, ich schreibe etwas spät, aber vielleicht kommt es ja noch an. Bei unserem Sohn fand die Diagnostik Ende des 7. Lebensjahres bis Anfang/Mitte des 8. Lebensjahres statt. Darauf gebracht hat uns seine damalige Klassenlehrerin, der ich übrigens bis heute sehr dankbar bin 🙏. Wir haben es beim Kinderpsychiater testen lassen und es war schon ein längerer Prozess mit einigen Tests und auch die Schule samt Klassenlehrerin mussten Bögen ausfüllen. Hätten wir damals auf seine Kinderärztin gehört, wäre er erst gar nicht getestet worden 🙄. Hier wird die Diagnostik tatsächlich nur durch Kinder/Jugendpsychiater gestellt und anerkannt, ob in einer Praxis oder Klinik. Wie das bei euch ist weiß ich nicht 🤔, da müsstet ihr euch erkundigen. Wir können nur sagen, dass wir froh sind Hilfe bekommen zu haben, auch wenn es gerade für mich am Anfang gar nicht so einfach war, die erstmals Vermutung und anschließend Bestätigung erhalten zu haben. Unser Sohn nimmt seit dem 8. Lebensjahr Medikamente, erst durchgehend bis Ende 13. Lebensjahr und seitdem er 14 ist, wird das Medikament in allen Ferien abgesetzt. Aber ohne festgestellte Diagnose und ohne Medikamente wäre er nie da wo we jetzt ist. Wünsche euch alles Gute 🙂
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