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Wochenbettdepression - wenn der Babyblues zur Depression wird

Wochenbettdepression

Die Geburt bildet den aufregenden Schwangerschaftsabschluss: Neun Monate, in denen die Eltern auf ihr Baby gewartet haben. In dieser Zeit kreisen die Gedanken oft um das Baby und wie sich das eigene Leben wohl mit dem kleinen, neuen Menschen verändern wird. Ist das Baby dann endlich da, sind die Gefühle oft überraschend gemischt.

Viele Frauen erleben zwischen dem 3. und 10. Tag des Wochenbetts ein ausgesprochenes Stimmungstief, von Medizinern auch postpartales Stimmungstief genannt. Sprichwörtlich ist es im Volksmund als "Babyblues" oder "Heultage" bekannnt. Die körperlichen und seelischen Anstrengungen der Schwangerschaft und Geburt waren enorm. Davon erschöpft und mitten im hormonellen Auf und Ab fühlen sich junge Mütter oft niedergeschlagen, überfordert, müde, reizbar oder unruhig.

Zeit zum Ausruhen ist knapp

Eigentlich sollte man glücklich sein, weil das Baby nun endlich da ist - doch zugleich fühlt sich alles so neu und ungewohnt an. Der neue Rhythmus, die Fülle an Aufgaben und die Verantwortung für das Baby rauben einem die Zeit, sich ausreichend auszuruhen. Wie stark sich der Babyblues bei einer Mutter bemerkbar macht, ist sehr individuell. Bei den meisten Frauen sind die tristen Tage schnell wieder vorbei - doch das gilt leider nicht für alle Mütter.

Signale - die Hinweise auf eine Depression im Wochenbett

Bei etwa jeder fünften bis zehnten Frau verfestigt sich der Babyblues: Die dunklen Wolken wollen sich nicht lichten. Das Gefühl der Freudlosigkeit und Erschöpfung hält an. Beschwerden wie ständige Kopfschmerzen geben Anlass zur Furcht, krank zu werden. Besonders leiden Mütter darunter, wenn sich bei ihnen keine Gefühle für das Kind einstellen. Das führt oft zu starken Schuldgefühlen, die alles noch schlimmer machen. All diese Signale deuten darauf hin, dass aus dem Babyblues eine Wochenbettdepression geworden ist. Neben starken, hormonellen Abläufen spielen bei ihrem Entstehen viele weitere, individuell verschiedene Faktoren eine Rolle. Im Einzelfall kann eine nachgeburtliche Depression sogar noch Monate nach der Geburt auftreten.

Keine falsche Scham: Hilfe holen

Eine Wochenbettdepression (postpartale Depression) kann leicht oder schwer verlaufen. Sie erfordert jedoch auf alle Fälle professionelle Hilfe, damit die Mutter, das Kind und der Partner nicht unnötig leiden. Diese Form der Depression ist gut behandelbar und verschwindet bei den meisten Frauen vollständig. Ein Problem ist, dass die betroffenen Mütter aus Scham und Verzweiflung oft verschweigen, wie schlecht es ihnen geht. Sie versuchen, durch den Tag zu kommen, fühlen sich jedoch ausgelaugt, leer und ohne Perspektive. Und da viele Menschen davon ausgehen, junge Mütter seien automatisch glücklich, übersehen sie manchmal, dass die Realität anders sein kann.

Heute ist bekannt, dass Frauen in ein solches Tief stürzen können, vor allem nach der Geburt ihres ersten Kindes. Ärzte und Hebammen wissen, wo betroffene Frauen Hilfe bekommen. Deshalb sollten Mütter ihr Leiden nicht verstecken, sondern sich vertrauensvoll an den behandelnden Frauenarzt oder den Hausarzt wenden. Dabei kann auch der Partner die Mutter unterstützen oder eine gute Freundin. Oft sind die betroffenen Frauen auf diesen Beistand von außen angewiesen, da ihnen selbst die Kraft fehlt, Hilfe zu suchen.

Behandlung von Wochenbettdepression

Bei der Behandlung einer Wochenbettdepression werden meistens Medikamente mit psychotherapeutischer Hilfe kombiniert. Geht es einer Frau sehr schlecht, kann die stationäre Aufnahme in eine Klinik notwendig sein. Einige Kliniken nehmen inzwischen Mutter und Baby auf, um beiden das Kennenlernen in einem geschützten Rahmen zu ermöglichen. Die Nähe zu ihrem Kind hilft Müttern meistens, schneller gesund zu werden. Die betroffenen Mütter haben dann nicht das Gefühl, ihr Baby im Stich zu lassen, sondern erleben, wie ihre Fähigkeiten, sich um das Kind zu kümmern, sich allmählich entwickeln. So unvorstellbar das anfangs für die Betroffenen sein mag: Auch nach einer Wochenbettdepression ist ein normales, glückliches Leben mit dem Kind möglich. 

von Anne Malburg

Zuletzt überarbeitet: August 2016

   

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