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Mein Kind läuft immer weg

Mein Kind läuft immer weg

Wenn ein Kind wegläuft, ist das für Eltern Stress pur, denn weglaufen kann gerade im Straßenverkehr zu gefährlichen Situationen führen. Warum Kinder so gerne weglaufen und wie man damit richtig umgeht, erfahren Sie hier.

Moritz ist auf Erkundungstour. Mit seinen 20 Monaten ist er schon richtig schnell zu Fuß unterwegs und wenn er einmal läuft, dann läuft er. Weg von Mama und Papa. Die können dann rufen und bitten, wie sie wollen. Moritz rennt und rennt. Für Moritz` Eltern bedeutet das Alarmstufe rot: Ständig müssen sie auf dem Sprung sein, schließlich ist ihr Kind ja noch nicht in der Lage, Gefahren richtig einzuschätzen.

Weglaufen hat einen Sinn

Manche Eltern reagieren auf das Weglaufen ihres Kindes mit einem drastischen Mittel: Sie legen den Kleinen ein Laufgeschirr an. Doch ein Gängelband ist sicherlich nicht die beste Methode um mit diesen Situationen umzugehen.

Denn zum einen gehört das Weglaufen zu den Trotzerscheinungen beim Kind und der richtige Umgang damit sollte behutsam sein. Es ist ja vor allem ein starker Drang, der sie dazu treibt, wegzulaufen und zu erkunden. Und wenn sie darin zu rigide gestoppt werden, kann sich das negativ auswirken.

Andererseits wird es noch Jahre dauern, bis das Kind die Gefahren des Straßenverkehrs wirklich einschätzen kann. Bis dahin können Eltern ihre Kinder nicht im Laufgeschirr führen wollen.

Richtig laufen lassen

Besser ist es, dem Kind früh eine wichtige Grenze beizubringen: Wenn es wirklich gefährlich ist, muss es entweder bei Mama oder Papa an der Hand gehen.

Und der zweite wichtige Schritt ist, sich als Eltern zu überlegen, wie das Kind mehr Freiraum zum Laufen bekommen kann.

  • Gibt es zum Beispiel einen längeren, dafür aber sicheren Weg zum Spazierengehen, zum Einkaufen gehen etc.?
  • Lassen Sie den Buggy daheim, sodass Sie die Möglichkeit haben, neben Ihrem Kind herzulaufen. Machen Sie daraus ein Spiel: Wer kann schneller laufen?
  • Auch die Supermarkt-Gänge sind tolle Weglauf-Parcours für Kinder. Planen Sie entweder mehr Zeit ein, damit sie das "Spiel" mitmachen können. Oder überlegen Sie sich schon vorher, womit Sie Ihr Kind ablenken bzw. am Einkaufen teilhaben lassen können.

Der dritte Schritt? Das Kind langsam spüren lassen, das man ihm etwas zutraut: Ende des dritten Lebensjahres etwa kann man aus der Verkehrserziehung schon ein kleines Spiel machen. Das Kind darf bis zu einer bestimmten Stelle auf dem Bürgersteig vorlaufen und muss dann wieder warten. Kinder finden es toll, zu spüren, dass ihnen vertraut wird und halten sich meistens auch an die Vereinbarung.

von Eva Becker

Zuletzt überarbeitet: März 2017

   

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