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Zeit füreinander finden - so klappt es

Zeit füreinander finden - so klappt es

Vielleicht geht es Ihnen so, wie vielen Familien: Plötzlich ist wieder ein Tag, wieder ein Wochenende vorbei. Und etwas traurig ziehen Sie abends Bilanz - "Mensch, wir haben gar nichts voneinander gehabt!

Das passiert leicht. Denn schließlich ist gerade in Familien der Tag vollgepackt - und mit Kindern geht selten alles nach Plan. Trotzdem können Sie dafür sorgen, dass die ganze Familie so oft wie möglich schöne Momente oder Stunden miteinander erlebt. So bekommen Sie das auf die Reihe:

Ein Lob auf die Spontanität!

Denn sie macht viele schöne Momente erst möglich. Natürlich werden Sie nicht immer Zeit haben, wenn Ihr Kind Sie herbeiruft, um Ihnen etwas zu zeigen oder um ihre Hilfe zu bitten. Aber sehen Sie es doch mal so: Die Jahre, in denen Ihre Meinung, Ihr Lob und Ihre Hilfe für Ihr Kind von zentraler Bedeutung sind, vergehen sehr schnell. Lassen Sie darum öfters mal fünf gerade sein und stellen Sie Ihre Tätigkeit oder Ihre Pläne kurz zurück: Wenn Eltern sich auf die Ideen ihrer Kinder einlassen, erleben Sie häufig die schönsten Minuten harmonischer Gemeinsamkeit.

Rituale haben viele gute Seiten

Ob Essen, ins Bett gehen oder Besuche bei der Oma: Das Wissen, "Wir machen das so und nicht anders", gibt Kindern ein Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit. Daher haben alle Familien ein paar ganz eigene Rituale.

Wie wäre es, wenn Sie in Ihren Tagesablauf / Ihre Wochenend-Planung noch einen weiteren festen Baustein einfügen würden? Einen, der dafür sorgt, dass sich die Familie regelmäßig zu ein paar gemeinsamen Momenten zusammenfindet? Das kann z.B. so aussehen: "Nach dem Essen spielen wir abends alle eine halbe Stunde zusammen." Oder: "Wenn Papa/Mama aus der Arbeit kommt, treffen wir uns bei schönem Wetter alle am Spielplatz." Fürs Wochenende eignen sich Sachen wie "Morgens kuscheln wir ausgiebig vor dem Frühstück".

Was am besten funktioniert, hängt natürlich von den einzelnen Familienmitgliedern, vom Tagesablauf und ggf. von Ihren Arbeitszeiten ab. In vielen Familien ist es so, dass ein Elternteil, meistens der Papa, die Woche über praktisch nur zum Schlafen daheim ist. Umso wichtiger sind dann die festen Familienzeiten am Wochenende. Vielleicht braucht auch jedes Kind sein eigenes Ritual mit dem Papa: Während die Große mit ihm zusammen samstags die Brötchen holt, darf der oder die Jüngere den Papa eine zum Legobauen oder Puzzeln eine Weile ganz für sich haben.

Freizeit will ein Stück weit organisiert sein

Klar, Sie brauchen auch mal Zeit für sich oder für Ihren Partner/Ihre Partnerin. Typischerweise hat jedes Elternteil Wünsche ("Ich will heute mal joggen"), Pläne ("Am Samstag möchte ich den Keller ausmisten") und Hobbys ("Mein Chor/meine Mannschaft hat am Freitagabend einen Auftritt/ein Spiel") die in der knappen Freizeit untergebracht werden müssen. Kein Wunder, dass manches Mal die Funken fliegen und jeder meint, zu kurz zu kommen. Damit Sie Zeit für sich und die Familie finden, sind Organisation und Teamwork nötig:

Führen Sie einen Familien-Kalender...

...in den Sie zumindest alle festen Termine eintragen. So ein Kalender ist meistens an der Küchenwand oder -tür bestens aufgehoben. Sie sehen gleich, ob irgendwann ein zeitlicher Engpass auf Sie zukommt.

Treffen Sie klare Absprachen...

...sonst klappt leider gar nichts. Offensichtliche Terminprobleme am besten im Voraus klären. Ansonsten ist es gerade am Wochenende sinnvoll, spätestens am Samstagmorgen eine kleine Konferenz abzuhalten: Wer hat was vor und wie lässt sich das zeitlich koordinieren? Wann besteht die Chance, dass alle in Ruhe zusammenkommen?

Klappt es mit den gemeinsamen Mahlzeiten? Übrigens: Die Fairness erfordert, dass sich alle möglichst an die vereinbarten Zeitvorgaben halten. Sonst hetzen Sie doch wieder nur durch den Tag und sind am Ende unzufrieden.

Laden Sie sich nicht zu viel auf

Heute haben schon viele Kinder einen vollen Tagesplan, z.B., weil sie Sport machen oder ein Instrument lernen. Prompt stehen alle unter dauerndem Zeitdruck, erst recht bei mehreren Kindern. Wenn bei den Terminen keine Abstriche möglich sind: Sorgen Sie dafür, dass wenigstens der Rest verbleibender Familienzeit eher ruhig verläuft. Überlegen Sie, was ohne wilde Aktionen zu verwirklichen ist.

Natürlich ist es toll, ab und zu gemeinsam einen Ausflug zu machen oder ins Kino zu gehen. Normalerweise tut's aber der Besuch auf dem Abenteuerspielplatz um die Ecke oder der Trip zum nächsten Badesee. Und wenn Sie daheim bleiben wollen: Wie wäre es mit ein paar gemeinsamen Spielen? Oder mit Basteln und Werken? Lässt sich das Projekt schnell zum Abschluss bringen, sind schon kleinere Kinder dafür zu begeistern.

Auch Kinder haben ein Mitspracherecht!

Da haben Sie sich alles so schön ausgedacht. Und jetzt ist Ihr Kind ausgerechnet dann unleidlich, wenn Sie endlich alle zusammenkommen. Das kann passieren. Erstens haben auch Kinder manchmal einfach schlechte Laune. Und zweitens haben sie einen eignen Kopf. Soll heißen: Sie wollen auch gefragt werden, wie sie ihre Zeit verbringen möchten. Bei allem Pläneschmieden sollten Sie also immer überlegen, ob Ihre Kinder wirklich auf ihre Kosten kommen: Wir Großen sind oft versucht, einfach unsere Träume vom idealen Familienglück verwirklichen zu wollen.

von Anne Malburg

Zuletzt überarbeitet: März 2015

   

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