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Mama sein, Papa sein

Mama sein, Papa sein

Jetzt sind wir Mama und Papa:
neues Glück - und neuer Frust

Das Leben mit einem Kind bringt unbeschreiblich schöne und wunderbare Momente mit sich. Manches Mal werden Sie aus dem Staunen über diesen neuen kleinen Menschen in Ihrem Leben gar nicht herauskommen. Es wird aber auch Zeiten geben, in denen Sie erschöpft und genervt sind. Denn ein Kind verlangt seinen Eltern viel ab. Und die müssen schließlich selbst noch in die neuen Rollen als Mama und Papa hineinwachsen.

Mit einem Mal gelten ganz neue Spielregeln

Denn Sie müssen Ihre persönlichen Wünsche und Bedürfnisse zumindest vorübergehend in hohem Maße zurückstellen: In der ersten Zeit mit einem Baby läuft vieles nicht nach Plan. Kein Wunder, immerhin müssen Sie und Ihr Kind einander erst einmal kennenlernen. Und es dauert eine Weile, bis sich ein neuer Tagesplan eingespielt hat.

So sehr sie sich an Ihrem Kind auch freuen: Viele Mütter sind jetzt manchmal sehr erschöpft. Zu wenig Schlaf spielt dabei natürlich eine Rolle. Aber auch das Gefühl, plötzlich vom Rest der Welt abgeschnitten zu sein, kann auf die Stimmung drücken. Wickeln, stillen, trösten, baden - und den ganzen Tag ist kein erwachsener Ansprechpartner da. Häufig kommt da schon das Gefühl auf, dass einem gleich die Decke auf den Kopf fällt. Viele Frauen belastet zudem, dass sie sich noch nicht wieder in Form fühlen und sich deshalb unattraktiv finden.

Umgekehrt lastet auf vielen Vätern die Verantwortung, vorerst alleine die gesamte Familie ernähren zu müssen. Gerade in den ersten Wochen mit dem Baby fühlen sich die Papas manchmal auch ein Stück weit ausgeschlossen: Sie sehen die innige Verbindung von Mutter und Kind. Erleben z.B., dass ihr Kleines sich von der Mama besser trösten lässt als vom Papa. Das kann schon ein eifersüchtiges Zwicken verursachen. Zumal das Paar nun viel weniger Zeit füreinander hat als früher:

So werden Sie ein gutes Eltern-Team

Was Sie vor allem brauchen, sind eine wenig Geduld und Nachsicht sich selbst sowie dem anderen gegenüber. Sie meistern gerade eine der großen Herausforderungen im menschlichen Zusammenleben. Es ist nur natürlich, dass es in Ihrem Gefühlshaushalt dabei mitunter etwas klemmt und quietscht. Hier ein paar wichtige Tipps, die Ihnen einen guten Start als Familie erleichtern können:

  • Holen Sie sich Rat und Hilfe

    Auch nach der Geburt des Babys steht Müttern Hebammenhilfe zu! In den ersten zehn Lebenstagen Ihres Kindes haben Sie Anspruch auf Nachsorge durch eine Hebamme. Die kommt ins Haus, die Kosten trägt die Krankenkasse. Der Rat dieser Fachfrau wird Ihnen anfangs vieles erleichtern. Ihre Hebamme kann - falls Sie Beschwerden haben - auch noch bis zu acht Wochen nach der Geburt zu Ihnen kommen sowie jederzeit bei Stillproblemen. Auch das bezahlt normalerweise die Kasse. Sie finden eine Hebamme z.B. über die Gelben Seiten, den Deutschen Hebammenverband oder den Bund freiberuflicher Hebammen.

    Generell gilt: Nehmen Sie Hilfe an. Ist doch prima, wenn Ihnen jemand anbietet, Einkäufe zu erledigen, zum ersten Besuch den Kuchen mitzubringen oder mal kurz auf Ihr Kind aufzupassen.

  • Halten Sie sich den Rücken frei

    Erst einmal braucht Ihre neue Familie Ruhe und Geborgenheit. Lassen Sie den Anrufbeantworter drangehen, wenn Sie nicht ans Telefon gehen können oder wollen. Ist Ihnen nicht nach Besuch zumute, dann empfangen Sie auch keinen. Teilen Sie die Besuche von Freunden und Verwandten möglichst so ein, wie es Ihnen passt. Dann haben alle mehr davon.

  • Tanken Sie Kraft

    Wie wär's, wenn auch Sie sich tagsüber hinlegen, während Ihr Baby schläft? Warum soll der Papa am Wochenende nicht mal eine Stunde alleine mit dem Kind spazieren gehen, damit Sie etwas Zeit für sich haben (oder umgekehrt, denn manchmal sind auch Väter völlig groggy)? Tipp: Klären Sie, wer nachts fürs Baby aufsteht. Beide oder nur ein Elternteil? Können/wollen Sie abwechseln? Oder soll am Wochenende eine andere Regelung gelten als die Woche über?

    Übrigens: Mütter neigen oft dazu, ihrem Partner ständig ins Handwerk zu pfuschen, wenn er sich ums Baby kümmert. Das ist frustrierend für die Papas, denen so ständig signalisiert wird, "Du kannst das sowieso nicht!". Schade, denn das macht es Vater und Kind schwerer, eine eigene Beziehung aufzubauen.

    Was Sie zum Thema Kraft tanken noch wissen sollten, finden Sie in unserer Rubrik "Zeit für mich, Zeit für dich".

  • Bleiben Sie miteinander im Gespräch

    Bestimmt bewegen Sie und Ihren Partner/Ihre Partnerin in der neuen Lebens- situation wechselnde Gefühle und Gedanken. Manchmal sind Sie vielleicht fröhlich, optimistisch, glücklich. Dann wieder besorgt, entnervt oder gereizt. Das ist völlig normal. Doch trauen sich viele Mütter und Väter nicht, einander offen zu sagen, was sie bedrückt. Versuchen Sie es einfach mal. Nicht, indem Sie mit Vorwürfen herausplatzen. Sondern indem Sie in einer ruhigen Minute Ihren Partner/Ihre Partnerin fragen: "Wie geht es dir denn?". Vielleicht hängen Sie gleich einen Satz dazu an, was Sie empfinden. Das macht dem anderen Mut, über eigene Gefühle zu sprechen. Aber bitte ausreden lassen und nicht gleich böse werden, falls Sie beide nicht immer auf gleicher Linie liegen.

    Tipp: Nützen Sie die Gelegenheit, andere junge Eltern zu treffen, etwa in einem Kurs oder im Mütter-/Familienzentrum. Sie werden sehen, dass es anderen Müttern und Vätern ganz ähnlich ergeht, wie Ihnen. Das ist sehr entlastend und rückt vieles in ein anderes Licht.

von Anne Malburg

Zuletzt überarbeitet: April 2015

   

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