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So entwickelt sich Babys Gedächtnis

So entwickelt sich Babys Gedächtnis

Die Fähigkeit eines Kindes, sich an dies und das zu erinnern, nimmt ab dem ersten Lebensjahr rasch zu und man kann z.B. während der Spaziergänge mit ihm etwas tun, um diese Entwicklung noch zu fördern.

Die Wissenschafter können sich zwar bisher noch nicht erklären, wie der biochemische Vorgang des "sich Erinnerns" im Gehirn eigentlich funktioniert, sind aber sicher, dass diese Fähigkeit auch für ein Kind wesentliche Voraussetzung ist, das Denken weiter zu entwickeln. Eine Handlung, die aufgrund vorangegangenen Nachdenkens ausgeführt wird, setzt voraus, dass dazu bisher gemachte Erfahrungen herangezogen bzw. erinnert wurden.

Woran erinnern sich Kinder nun am ehesten ? Dazu hat man herausgefunden, dass sich z.B. Kinder im zweiten Lebensjahr leichter an solche Erlebnisse erinnern, über die im Nachhinein noch einmal mit ihnen gesprochen wurde - natürlich neben denen, die besonders gut geschmeckt haben oder die besonders viel Spaß gemacht haben - oder die schreck-, bzw. schmerzhaft waren.

Nun kann man dem Baby aber auch dabei helfen, das "sich erinnern" generell zu schulen:

Nach dem ersten Lebensjahr beobachten die Kinder ihre Umgebung immer aufmerksamer. Diese Aufmerksamkeit kann man nutzen, indem man etwa zwei, drei Mal in der Woche für den Spaziergang denselben Weg wählt und dem Baby damit Gelegenheit gibt, sich zu erinnern und damit verbundene Erwartungen zu entwickeln: Hinter der nächsten Ecke kommt der dicke Baum, hinter dem blauen Haus die große Wiese - dann die Straße mit den vielen Autos. Denken kann es diese Worte noch nicht, aber das Gehirn antizipiert doch schon die einen oder anderen Bilder. Natürlich ist bei dem folgenden Spaziergang nicht alles so, wie beim vorangegangenen und es gibt immer wieder Neues zu entdecken - und zuzuordnen. Geben Sie dem kleinen Passagier Zeit dazu, indem Sie aus seinem Buggy keinen Rennwagen machen. :-)

So lernt es auch flüchtige Dinge wie einen vorbeilaufenden Jogger oder einen Zeitungsverkäufer von bleibenden Dingen wie dem blaue Haus mit der großen Wiese dahinter zu unterscheiden.

Mit dem Kind über das zu sprechen, was zu sehen ist, brauchen Sie jetzt aber noch nicht - lassen Sie es ruhig seine Eindrücke selbst sammeln und schon gemachte Eindrücke miteinander vergleichen.

Von solchen Spaziergängen getrennt unternehmen kann man mit etwa 1,5 Jahren schon regelmäßige Entdeckungsreisen ins Blaue, über Wiesenwege - oder in dieser Zeit durch einen bunten Herbstwald. Auch hier sind anfangs dieselben Wege hilfreich. Dafür sollte man aber genügend Zeit einplanen und im Gegensatz zum Spaziergang immer wieder stehen bleiben, wenn es etwas Neues zu bestaunen gibt. Das kann ein besonders buntes Blatt sein oder ein interessanter kleiner Zweig mit Eicheln daran. Geben Sie ihm das, wovon Sie sprechen - also z.B. ein, zwei Blätter - auch zum "begreifen" in die Hand.

Das eine oder andere bunte Blatt oder einen kleinen Zweig können Sie vielleicht mit nach Hause nehmen, am nächsten Tag wieder vorlegen und noch einmal an den schönen Spaziergang erinnern. Erwarten Sie aber nicht, dass die Erinnerung beim Kind für Sie immer sichtbar wird - Bilder und Eindrücke, die beim Kind während Ihres Gespräches wieder entstehen, müssen für Sie nicht unbedingt erkennbar sein.

Mit etwa 18 Monaten können Sie mit dem Kind auch immer wieder einmal über die Ziele sprechen, die Sie während des Spaziergangs ansteuern. Dabei sollte man zu Beginn nur auf solche Dinge aufmerksam machen, die das Kind auch schon wahrnehmen kann, also z.B. einen noch fünfzig Meter entfernten Supermarkt oder auch einen achtzig Meter entfernten Ententeich - oder auf die Oma in ihrem Garten. Kinder hören in diesem Alter schon viel aufmerksamer zu, als man es ihnen manchmal ansieht - und sie vergleichen das Gehörte mit dem, was sie sehen.

Drei, vier Monate später kann man ein Kind dann auch auf Ziele aufmerksam machen, die noch nicht zu sehen sind - die also zuerst einmal in seiner Erinnerung, seiner Vorstellung wieder entstehen müssen. Zum Beispiel könnte man sagen: "... wenn wir diesen Weg durch den Park weitergehen, kommen wir nachher zu dem Spielplatz mit der großen Rutsche" oder "... als nächstes kommen wir an dem großen Blumengeschäft vorbei - dann zu dem Springbrunnen. Am Springbrunnen angekommen, könnte man vom nächsten Ziel sprechen. Denken Sie aber daran, alles in Maßen zu "besprechen" um ein gewisses Interesse zu wecken und auch aufrecht zu erhalten - ständiges Reden geht auch Kindern auf die Nerven, woraufhin sie manchmal schnell "abschalten".

Einige weitere Monate später können Sie auch schon einen ganzen (kurzen) Spaziergang vorab zu Hause besprechen, vielleicht ihr Kind das eine oder andere Ziel bzw. unterwegs den einen oder den anderen Weg auswählen lassen. Unterwegs können Sie ihm etwas zu knabbern oder etwas zu trinken anbieten, wobei Sie ihm aber möglichst oft eine Wahl lassen sollten - z.B. so: "... möchtest Du den Keks oder ein Stückchen von dem Apfel hier ?" oder "... möchtest Du etwas von dem Tee oder von der Milch ?" Wann immer Sie ihm eine Wahl lassen, wird es sich zu erinnern versuchen und z.B. den einen und den anderen Geschmack im Kopf vergleichen, bevor es sich entscheidet.

Ein Kind wählen zu lassen, fördert ganz allgemein das Gedächtnis - das kann die Wahl eines Mittagessens sein, die Wahl eines Ausflugsziels oder die eines Pullis.

Wichtig ist, das alles spielerisch bleibt und Spaß macht. Bestehen Sie nicht auf einer Entscheidung und nehmen Sie diese ihrem Kind auch wieder ab, wenn Sie sehen, dass es sich schwer tut.

Zuletzt überarbeitet: Dezember 2015

   

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