Tresor - Tipps für die Sicherheit

Tresor - Tipps für die Sicherheit

© fotolia, ALDECAstudio

Schmuck, Wertpapiere, Erbstücke - Wertsachen sollten sicher aufbewahrt werden, damit sie bei einem Einbruch nicht sofort ins Auge fallen. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Am sichersten sind Wertsachen, die nur wirklich selten gebraucht werden, in einem Bankschließfach. Dieses sollte durch einen ausreichenden Versicherungsschutz geschützt sein. Hier kann man etwa Schmuck einlagern, der nur selten getragen wird oder wertvolle Sammlungen. Für alle anderen Dinge, die häufiger in Benutzung sind, empfiehlt sich die Aufbewahrung zu Hause, am besten in einem Tresor oder Safe.

Große Palette an Tresoren - Widerstandsgrad ist entscheidend

Zwar können Einbrecher auch einen Safe aufbrechen, aber dazu benötigen sie Zeit, die sie hoffentlich nicht haben. Die Palette an Tresoren ist groß, es gibt die unterschiedlichsten Modelle auf dem Markt. Entscheidend sind der Wert bzw. die Versicherungssumme und die Wohnsituation.

Die Versicherungssumme zeigt den Grad der Sicherheit an. Hier findet man eine Einteilung in Widerstandsgrade. Diese zeigen, wie sehr der jeweilige Tresor einem Aufbruchsversuch standhält. Das Angebot beginnt bei einem einwandigen Schrank ohne Zertifizierung, der schnell zu öffnen ist, und reicht bis zu einem hochwertigen zertifizierten Wetterschutzschrank, der kaum zu knacken ist.

Natürlich lässt sich der Inhalt entsprechend dem Widerstandsgrad versichern. Also je niedriger der Widerstandsgrad desto niedriger die Versicherungssumme. Beim Widerstandsgrad N nach VdS-Zertifizierung, der niedrigsten Klasse, sind Gegenstände bis zu einem Wert von 40.000 Euro versichert, beim Widerstandsgrad 2 bis zu 100.000 Euro. Die Zertifizierung über die jeweilige Widerstandsklasse ist mit einer Plakette belegt, die auf der Türinnenseite klebt. Sie wird von verschiedenen Institutionen vergeben, beispielsweise von der European Fire and Security Group oder von der VdS.

Expertenrat: Beratung im Fachgeschäft ist wichtig

Ohne ausführliche Beratung im Fachgeschäft sollte man keinen Tresor kaufen, sonst riskiert man, dass der Inhalt nicht oder nicht ausreichend versichert ist. Außerdem muss man sich auch bei seiner Hausratversicherung informieren. Die Versicherungssummen auf den Modellen sind nur Richtwerte, es ist auch abhängig von der Versicherungsgesellschaft welcher Tresor versichert wird und welcher nicht. Es kann durchaus passieren, wenn man ein falsches Modell in der Wohnung oder im Haus stehen hat, und dieser Tresor wird aufgebrochen, dass die Versicherung nicht oder nicht vollumfänglich zahlt.

Grundsätzlich ist aber ein Tresor auch kein absoluter Schutz, denn jeder Safe lässt sich auseinanderbauen - auch wenn das bei manchen Modellen länger dauert. Haben Diebe aber genügend Zeit und passendes Werkzeug, ist kein Tresor absolut sicher. Tresore, die nicht einmal die Plakette für den Widerstandsgrads N nach VdS tragen, können versierte Einbrecher in wenigen Minuten öffnen, für Tresore mit höherem Widerstandsgrad braucht der Dieb dagegen Stunden oder sogar Tage. Wichtig ist also: Lassen Sie kein Werkzeug in unmittelbarer Nähe zum Tresor liegen.

Smart Home - digitaler Einbruchschutz über Tablet oder Smartphone

In einem technisch kontrollierten Heim lassen sich viele Dinge steuern. So kann man etwa eine Überwachungskamera installieren, die Daten an das Smartphone bzw. das Tablet sendet und damit den Einbrecher direkt am Tatort erwischen. Ein guter Tresor kann dann natürlich zusätzlich hilfreich sein, schließlich wollen die Einbrecher schnell wieder flüchten. Übrigens bewahren manche Besitzer von teuren Fahrzeugen ihren Autoschlüssel gemeinsam mit den Papieren ebenso im Tresor auf. Dann müssen die Täter möglicherweise unverrichteter Dinge wieder abziehen und das Auto stehen lassen.

Stand- oder Wandtresor: der richtige Standort für einen Tresor

Aber wohin mit dem Sicherheitsschrank? Der Tresor sollte natürlich nicht sofort ins Auge fallen. Am besten befestigt man ihn an einem wenig frequentierten Ort, also nicht im Flur oder im Esszimmer. Für Privathaushalte sind insgesamt Stand- und Wandtresore empfehlenswert. Tresore, die man in einen Schrank stellt, wie man es aus dem Hotel kennt, und die mit der Wand verschraubt werden, bieten wenig Schutz und sind oft gar nicht oder nur für geringe Versicherungssummen einsetzbar.

Darüber hinaus achtet man bei der Auswahl des Tresors auf das Gewicht. Generell ist klar, je schwerer das Modell, desto schwerer kann man ihn einfach so aus dem Haus schaffen. Viele Versicherungen schreiben ein Eigengewicht von mindestens 200 Kilogramm vor. Die Tresore, die weniger und zwar bis 1.000 Kilogramm wiegen, muss man fest verankern bzw. einmauern in speziell geprüfte Einmauerschränke.

Weitere Themen:

Mobile Ansicht

Impressum Über uns Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2021 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.