Mamas Milch per Fläschchen

Milchflaeschchen

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Die abgepumpte Milch können Sie Ihrem Baby am einfachsten in einem handels­üblichen Babyfläschchen geben.

Manche Hebammen und Stillberater­innen raten allerdings davon ab, um die sogenannte "Saug­verwirrung" zu vermeiden.

Stillen ist für Babys Arbeit

Es gibt immer wieder Situationen, in denen es für Eltern praktisch ist, dem gestillten Baby das Fläschchen zu geben. Doch Stillexpertinnen empfehlen, besonders in den ersten vier bis sechs Wochen darauf möglichst zu verzichten, damit es nicht zu einer "Saugverwirrung" beim Baby kommt. Diese Saugproblematik kann sich negativ auf das Stillen auswirken. 

Für Neugeborene ist Stillen anstrengende Arbeit. Besonders in den ersten Lebenswochen muss sich der Säugling an das Stillen gewöhnen und die Stilltechnik erlernen, die es ihm ermöglicht, die Milch vollständig aus der Brust anzusaugen. Idealerweise bietet man dem Kind deshalb nur die Brust an und keine künstlichen Sauger oder Schnuller.

Saugverwirrung durch Fläschchen

Gibt man dem Kind ein Fläschchen, spürt es sofort den Unterschied: Bereits wenn es nur leicht saugt oder nuckelt, sprudelt die Milch wie von selbst aus der Flasche. Die Folge kann eine Saugverwirrung sein: Das Kind protestiert an der Brust, weil es lieber die Flasche möchte. Es gibt Babys, die nach dem Füttern mit dem Fläschchen an der Brust nicht mehr gut saugen können, weil sie an der Brust ganz andere Bewegungen mit der Zunge machen müssen. Doch nicht jedes Baby zeigt eine Saugverwirrung. Es gibt auch Babys, die ohne Probleme zwischen Brust und Flasche hin- und herwechseln.

Die Gefahr einer Saugverwirrung ist höher, wenn die Mutter Flach- oder Hohlwarzen hat oder wenn wenig Milch gebildet wird und der Milchfluss langsam ist. Wenn also das Baby an der Brust sich besonders anstrengen muss und dann das Fläschchen als "einfache" Alternative kennenlernt, wird es wahrscheinlich nach der Flasche schreien. Auch wenn häufig das Fläschchen angeboten wird, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es die Brust bald ablehnen wird.  

Profis empfehlen deshalb in den ersten Lebenswochen als Alternative zum Fläschchen, die Muttermilch aus einem Becher oder von einem Löffel zu füttern. Halten Sie das Gefäß so an die Unterlippe Ihres Babys, dass die Flüssigkeit seine Lippen berührt.

Erfolgreiche Flaschenfütterung

Wurde das Baby mehrere Monate erfolgreich und ausschließlich gestillt, können Sie  versuchen, die Muttermilch auch mit dem Fläschchen zu füttern. Je später die Flasche eingeführt wird, desto besser ist es für das Stillen. Frühestens sollte sie nach vier bis sechs Wochen erfolgreichen Stillens dem Baby zum ersten Mal angeboten werden. So wird das Füttern flexibler, der Vater kann sich mit einbringen und die Mutter kann sich wieder längere Zeit von ihrem Baby entfernen.

Zuletzt überarbeitet: Februar 2019

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