Wird mein Baby satt?

Mama kuesst Babys Kopf

© fotolia, Svetlana Fedoseeva

Ob das Baby auch wirklich satt wird, ist für stillende Mütter eine ganz zentrale Frage. Beim Stillen nach Bedarf lautet die Antwort in den aller­meisten Fällen: Seien Sie beruhigt, Ihr Baby bekommt genau so viel Muttermilch, wie es braucht!

Häufiges Stillen ist normal

Neugeborene wollen in 24 Stunden etwa zehn bis 14 Mal trinken - und das ist ganz normal. Dazu muss man wissen: Der Magen von Neugeborenen ist winzig klein und hat ein Fassungsvermögen von nur wenigen Millilitern. Erst nach zwei Wochen ist der kleine Magen ungefähr so groß wie ein Hühnerei. Auch an heißen Tagen oder wenn das Baby Fieber hat oder einen Wachstumsschub durchmacht, wird es öfter trinken wollen. Wachstumsschübe treten häufig um die zweite bis dritte Lebenswoche auf, sowie um die sechste Woche und mit etwa drei Monaten.

Vertrauen Sie auf Ihren Körper. Die Natur hat es so eingerichtet, dass durch das häufige Anlegen in den ersten Wochen die Milchbildung besonders gut angeregt wird und die Produktion im Körper sich immer stärker steigert. Deshalb bekommt jedes Baby genau so viel Milch, wie es zu seiner Entwicklung braucht. Nur wenn sich das Gewicht des Kindes nicht steigert, wird die Hebamme oder die Kinderärztin/der Kinderarzt dazu raten, das Baby vor und nach jeder Stillmahlzeit zu wiegen.

Anzeichen, das die Muttermilch reicht

Anders als bei der Fläschchennahrung sieht man als Stillende nicht, wie viel Milch das Baby pro Mahlzeit bekommt. Eltern erkennen, dass ihr Baby ausreichend Muttermilch bekommt an anderen Anzeichen:

  • Das Baby gedeiht und ist gesund und munter.
  • Binnen 24 Stunden ist die Windel 6 bis 8 mal nass. Übrigens: Beim Stuhlgang können sich Stillbabys ganz schön unterscheiden. Anfangs haben zwar alle gestillten Babys mehrmals täglich die Windeln voll. Später gibt es da große Unterschiede und manche Kinder haben nur alle paar Tage Stuhlgang.
  • Das Baby nimmt pro Woche 100 bis 200 Gramm an Gewicht zu.

Neugeborene nehmen ab

Manchmal erschrecken Mütter, weil ihr Neugeborenes erst einmal abnimmt. Dass Babys in den ersten Lebenstagen bis zu zehn Prozent ihres Geburtsgewichts verlieren, ist jedoch völlig normal. Bei reif geborenen Babys hat die Natur vorgesorgt und dem Kind genügend Reserven mitgegeben. Tatsächlich ist das Verdauungssystem eines Neugeborenen noch sehr empfindlich. Die in Mamas Brust in den ersten Tagen in kleinen Mengen gebildete Vormilch ist in ihrer Zusammensetzung ideal darauf abgestimmt. Nach etwa drei Tagen setzt der Milcheinschuss ein und die Brust beginnt mehr Milch zu produzieren. Hat sich die Stillbeziehung zwischen Ihnen und Ihrem Baby nach ein paar Wochen eingespielt, werden Sie ganz sicher erkennen, wann Ihr Baby satt ist.

Zuletzt überarbeitet: Januar 2018

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