Stillen - Hallo Papa

Papa und Baby

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Väter erleben die Schwangerschaft ihrer Partnerin und das Baby im Bauch mit großer Neugier und Interesse. 

Sie begleiten Ihre Frau zu Vorsorgeuntersuchungen und besuchen die Paar-/Väterabende im Vorbereitungskurs. Und fast alle Männer erleben mit, wie ihr Kind auf die Welt kommt.Wenn das Baby dann endlich da ist, empfinden einige Väter nicht nur das große Glück, sondern auch etwas Enttäuschung.

Aufgaben dem Vater übertragen

Durch die enge Stillbeziehung zwischen Mutter und Kind fühlen sich junge Väter manchmal etwas außen vor. Mama und Baby scheinen nicht nur beim Stillen mit sich selbst genug zu tun zu haben! Ganz damit beschäftigt, sich zu erholen, das Baby erst einmal kennen zu lernen, zu pflegen und zu stillen, hat die junge Mutter kaum Zeit für den frisch gebackenen Papa. Und das Baby ist dem Vater vertraut und doch etwas fremd. Warum schreit es? Wie lässt es sich beruhigen? Habe ich etwas falsch gemacht? Unsicherheit und Selbstzweifel plagen junge Eltern.

Die Mutter kann durch das Stillen auch den Zugang zum Kind regulieren - diese Rolle ist wichtig, weil sie das Kind schützt. Als Mutter sollte man sich aber auch fragen, welche Aufgaben der Vater übernehmen kann - und das sind eigentlich alle Aufgaben, außer Stillen. Es liegt deshalb gerade in den ersten Tagen und Wochen besonders an der Mutter, wie sehr sie den Vater in die Versorgung des Kindes miteinbezieht.

Wenn Väter sich gerne mehr einbringen würden, gerne näher am Baby dran wären, sollten sie diesen Punkt sensibel ansprechen. "Komm, das kann ich doch auch übernehmen", wäre ein erstes Angebot. Denn oft ist der Instinkt der Mutterso stark, dass sie gar nicht merkt, wie sie das Baby unbewusst abschirmt.

Als Familie zusammenwachsen

Aber keine Sorge: Sie sind für Ihre Partnerin und für Ihr Kind sehr wichtig. Nur stecken Mutter und Kind mitten in einer Umstellungs- und Orientierungsphase. In den kommenden Wochen jedoch werden Sie und Ihre Partnerin zunehmend in die Elternrolle hinein und mit Ihrem Baby zu einer Familie zusammenwachsen.

Sie können das wunderbar unterstützen, indem Sie das Nest richtig gemütlich machen. Zum Beispiel, indem Sie Mutter und Kind zum Stillen vor Trubel abschirmen und im Haushalt mit anpacken. So finden Mama und Baby leichter einen gemeinsamen Rhythmus. Allmählich bleibt dann wieder mehr Zeit für ein paar entspannte Minuten, die Sie gemeinsam genießen.

Ein Tipp für die Väter: Versuchen Sie, Ihre Partnerin nicht unter Druck zu setzen oder ihr Vorwürfe zu machen, dass sie sich zu wenig um die Beziehung kümmert. Die Geburt, das Stillen und die gesamte neue Situation sind für Mütter sehr anstrengend und die Gedanken kreisen automatisch um das Baby. Doch mit der Zeit, wenn sich der Alltag eingespielt hat, bleibt auch wieder Zeit und Kraft für Gespräche und Zweisamkeit.

Zuletzt überarbeitet: Oktober 2018

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