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Kuscheln an Mamas Brust

Kuscheln an Mamas Brust

Auch wenn das Stillen dem Baby nicht mehr vordergründig zur Nahrungsaufnahme dient: Manche Babys wollen trotzdem zu bestimmten Zeiten noch an Mamas Brust. 

Zum Beispiel morgens nach dem Aufwachen oder abends vor dem Einschlafen verzichten die Kleinen nur ungern auf ihre Kuscheleinheiten.

Still-Kuscheln für die Seele

Wenn auch Sie diese Form des Kuschelns nach wie vor genießen, spricht überhaupt nichts dagegen. Stillen ist viel mehr als Nahrungsaufnahme - es ist eine intensive, innige Zeit zwischen Mutter und Kind. Kinder genießen diese Nähe und Geborgenheit und nutzen das Stillen auch als Trostspender, wenn sie müde und erschöpft sind oder die Eindrücke des Tages verarbeiten müssen.

Lassen Sie sich auch nicht einschüchtern von gewagten Thesen wie:  Kinder werden durch zu langes Stillen von der Mutter in Abhängigkeit gehalten. Stillberaterin Biggi Welter sagt dazu: "Die Behauptung, dass das Langzeitstillen die Loslösung des Kindes von der Mutter beeinträchtige, ist keineswegs bewiesen. Die Praxis zeigt, dass langzeitgestillte Kinder nicht unselbständiger sind als kurz oder gar nicht gestillte Kinder und auch keine vermehrten Probleme mit der Loslösung haben, im Gegenteil: Oft haben sie ein so starkes Vertrauen in sich und die Welt, dass sie recht forsch die Welt entdecken wollen."

Vertrauen Sie Ihrem Gefühl und der Reaktion Ihres Kindes. Es ist gar nicht schlimm, wenn Sie kaum noch Milch haben und Ihr Baby von der kleinen Stillmahlzeit nicht mehr satt wird: Ihr Kind bekommt seine Energie und Nährstoffe jetzt überwiegend aus der festen Nahrung. Dem Baby geht es beim Kuschel-Stillen jetzt mehr um Nahrung für die Seele als für den Bauch.

Alternative Rituale schaffen

Sie möchten Ihr Baby ja gerne knuddeln, aber nicht länger an die Brust legen? Das ist auch in Ordnung, denn wie bei jeder Beziehung, gehören auch zur Stillbeziehung immer zwei. Sie können das Stillen auch ersetzen durch Singen, vorlesen, spielen oder eben Kuscheln - nur ohne dem Kind die Brust zu geben. Nach einer Weile wird Ihr Kind sich auch an das neue Ritual gewöhnt haben. Was zählt, ist Ihre Liebe und Zuwendung - und nicht Ihre Brust.

von Dagmar Fritz

Zuletzt überarbeitet: Oktober 2018


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