Die 24. Schwangerschaftswoche - 24. SSW

frau putzt zaehne

© fotolia, Suprijono Suharjoto

Wenn die Haut juckt

Sie sind jetzt in der 24. Schwangerschaftswoche. Mit dem Ende dieser SSW ist bereits der sechste Monat Ihrer Schwangerschaft vorbei.

Ihr Baby ist jetzt etwa 670 Gramm schwer und misst - vom Scheitel bis zur Ferse - rund 30 Zentimeter. Ein perfekter kleiner Mensch, der nach Kräften für das Leben außerhalb Ihres Bauches trainiert. Und weil dieser Mensch noch immer zügig wächst, muss sich auch die Haut der Mutter daran anpassen.

Viele Schwangere haben nun gelegentlich das Gefühl, die Haut könnte "reißen". Außerdem juckt der Bauch und es zieht und spannt. Am besten hilft hier häufiges Eincremen oder Einölen kombiniert mit einer leichten Zupfmassage. Nehmen Sie dafür die Haut leicht zwischen Daumen und Zeigefinger und ziehen Sie leicht daran. Das wirkt durchblutungsfördernd und kann den Juckreiz lindern.

Mit dieser Schwangerschaftswoche reicht der obere Rand der Gebärmutter nun etwa bis zum Bauchnabel. Dadurch wird es im Inneren auch für das Baby langsam eng.

Nicht schlimm, aber lästig

Wahrscheinlich fühlen Sie sich noch rundum wohl. Doch kleinere Beschwerden können auch in diesen mittleren Schwangerschaftswochen lästig sein. Da das Gewebe in der Schwangerschaft lockerer ist, ist Ihr Zahnfleisch jetzt besonders empfindlich. Es blutet leichter. Hilfreich sind Mundspülungen mit Salbei-Kamillen-Tee. Sorgfältige Zahnpflege ist dennoch ein Muss. Denken Sie daran, Zahnseide zu verwenden, um die Zahnzwischenräume zu säubern.

Falls Sie noch nicht beim Zahnarzt waren, sollten Sie nun einen Vorsorgetermin vereinbaren. Das ist sinnvoll, weil durch die hormonelle Situation der Speichel säurehaltiger ist und die Zähne dadurch leichter angegriffen werden. Außerdem werden Sie nach der Geburt vermutlich erst mal an anderes denken als an einen Zahnarztbesuch.

Auch eine verstopfte Nase ist nicht selten. Ihre Schleimhäute sind besser durchblutet und schwellen etwas an. Das kann zum Gefühl einer verstopften Nase führen und vielleicht auch zum nächtlichen Schnarchen. Auch Nasenbluten kann auftreten. Aber machen Sie sich - besonders wegen dem Schnarchen - keine Sorgen. Nach der Schwangerschaft hört das wieder auf.

Schwangerschaftsdiabetes? Bitte überprüfen lassen!

Schwangerschaftsdiabetes ist eine Stoffwechselstörung der Blutzuckerregulation. Wie beim "normalen" Diabetes, ist die Insulinproduktion nicht optimal. Durch die hormonellen Veränderungen kann die Erkrankung erstmals in der Schwangerschaft auftreten. Das bedeutet nicht, dass Sie dann Ihr Leben lang Diabetiker sein müssen. Oftmals verschwindet die Erkrankung nach der Schwangerschaft wieder. Dennoch darf ein Schwangerschaftsdiabetes nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Die Babys sind deutlich größer und schwerer, was Geburtskomplikationen begünstigt. Die Fruchtwassermenge nimmt durch vermehrte Urinproduktion zu. Das sind Risikofaktoren für eine Frühgeburt. Zusätzlich ist die Durchblutung der Plazenta vermindert, was ebenfalls Folgen für das Kind hat.

Wird ein Schwangerschaftsdiabetes erkannt und behandelt, bestehen keine Risiken für Mutter und Kind. Dazu wird ein so genannter Zuckerbelastungstest durchgeführt. Deuten die Werte auf die Erkrankung hin, reicht oftmals bereits die Umstellung der Ernährung. In schwereren Fällen muss bis zum Ende der Schwangerschaft Insulin verabreicht werden.

Der Zuckerbelastungstest ist leider bisher nicht Bestandteil der gesetzlichen Mutterschaftsvorsorge und muss daher selbst bezahlt werden. Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten allerdings. Fragen Sie einfach bei Ihrer Kasse nach.

24. Schwangerschaftswoche: Die Augenlider öffnen sich

Bis zur 22. Schwangerschaftswoche waren die Augenlider fest verschlossen. Nun beginnt der Fetus, sie zu öffnen. Er blinzelt im Bauch - doch vermutlich gibt es noch nicht so viel Aufregendes zu sehen.

Heutzutage sind sich Wissenschaftler einig, dass Babys schon vor der Geburt träumen. Vielleicht fragen Sie sich, wie man das wohl nachweisen kann? Es gibt Messgeräte, mit denen von außen durch den Bauch der Mutter die Hirntätigkeit gemessen werden kann. Und bei solchen Messungen wurde festgestellt, dass um die 24. SSW eine starke Hirntätigkeit zu messen ist. Außerdem wurde beobachtet, dass es auch zu REM-Phasen kommt. REM bedeutet Rapid Eye Movement, also schnelle Augenbewegung, und ist kennzeichnend für den Traumschlaf.

Orientierung im Bauch

In dieser Schwangerschaftswoche kann man beim Fetus bereits komplexe Bewegungsmuster beobachten. Manchmal sind es Reaktionen auf laute Geräusche und Berührungen, manchmal auch einfach so. Der Gleichgewichtssinn im Innenohr ist inzwischen auch gut entwickelt. Dadurch kann sich das Kind im Bauch regelrecht orientieren: es weiß, wo oben und unten ist.

Die werdenden Mütter haben hingegen meist Probleme zu orten, wie das Baby denn nun gerade im Bauch liegt. Ist die Beule der Po? Oder der Kopf? Stupst mich gerade ein Fuß, eine Hand oder ist es das Knie? Ihre Hebamme kann Ihnen hier sicher weiterhelfen!

So entwickelt sich Ihre Schwangerschaft:

  • Sie befinden sich jetzt in der 24. Schwangerschaftswoche (24. SSW) nach dem 1. Tag der letzten Periode.
  • Anders gesagt: 23 Schwangerschaftswochen + 1 bis 7 Tage (ärztliche Berechnung). Im Mutterpass steht beispielsweise SSW 23/2 (Woche 23, Tag 2).
  • Sie sind in der 22. Schwangerschaftswoche nach der Befruchtung, d. h. 149.-155. Tag der Entwicklung.
  • Die Scheitel-Fersen-Länge (SFL) ist eine Schätzung der Körperlänge des Kindes beziehungsweise wird aus verschiedenen anderen Messungen errechnet. Am Ende der 24. SSW ist der Fetus ca. 30 cm (Scheitel-Fersen-Länge) lang. Der Kopfdurchmesser (BPD) beträgt zwischen 54 und 64 mm und das Baby wiegt zwischen 500 und 830 g.

    Bitte beachten Sie, dass sich die Größe und das Gewicht des Babys nun immer individueller entwickeln können. Wenn Ihr Baby größer oder kleiner sein sollte, ist das noch kein Grund zur Beunruhigung.

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