Die 19. Schwangerschaftswoche - 19. SSW

frau mit babybauch

© fotolia, Nejron Photo

Da strampelt doch was!

Sie sind jetzt in der 19. Schwangerschaftswoche (SSW). Und vielleicht haben Sie schon den einzigartigen Moment erlebt, der für viele werdende Mütter unvergesslich ist:

Die ersten spürbaren Bewegungen Ihres Kindes. Dieses zarte, kleine Flattern oder Vibrieren im Bauch, diese quirlige Unruhe, die Sie möglicherweise zuerst gar nicht einordnen konnten. Bis Ihnen plötzlich klar wird: "Das ist ja mein Baby, das sich da rührt!". Falls Sie schon ein Kind/Kinder haben, werden Sie die Kindsbewegungen schneller und früher bemerken, als Frauen, die ihr erstes Baby erwarten.

Immer stärker werden die Püffe und Stöße Ihres Kleinen in den nächsten Schwangerschaftswochen werden. Und leider häufig gerade dann besonders intensiv sein, wenn Sie sich zum Ausruhen hinlegen: Ihre Bewegungen wiegen Ihr Baby in Schlaf. Wenn Sie sich aber ruhig hinsetzen oder legen, bemerkt es die Veränderung und macht verstärkt aus eigener Kraft "Turnübungen". Ob ein Kind sehr viel oder eher wenig strampelt ist übrigens auch typbedingt. Vergleichen Sie Ihre Erlebnisse also lieber nicht zu detailgenau mit denen anderer werdender Mütter.

Ihr Bauch braucht jetzt mehr Pflege

Allmählich kugelt sich Ihr Bäuchlein zu einem richtigen Babybauch. Das bedeutet für Haut und Gewebe eine große Belastung. Möglicherweise juckt die Haut am Bauch verstärkt. Regelmäßiges Eincremen mit gutem Körperöl oder einer Körperlotion wirkt lindernd. Haut und Gewebe profitieren auch von einer leichten Zupfmassage:

Mit Daumen und Mittelfinger ziehen Sie kleine Hautpartien hoch. Das zwickt ein ganz klein wenig und die Haut rötet sich. Arbeiten Sie sich zentimeterweise voran, aber bitte nicht fest zwicken oder kneten, sonst schaden Sie Ihrer Haut mehr als Sie Ihr nützen. Schützt so viel Mühe auch garantiert vor Schwangerschaftsstreifen? Das kann Ihnen niemand garantieren. Denn es hängt wesentlich von der anlagebedingten Beschaffenheit Ihres Bindegewebes ab, ob sich Streifen bilden oder nicht.

Auch die Pigmentierung der Haut verändert sich. Es können sich Sommersprossen oder Leberflecken bilden, die durch Sonneneinwirkung weiter nachdunkeln. Schuld daran ist der erhöhte Östrogenspiegel, der die Bildung des Pigments Melanin anregt. Bei vielen Schwangeren bildet sich zwischen dem Bauchnabel und dem Schambein eine senkrechte, dunkle Linie, die Linea nigra. Sie ist, ebenso wie dunklere Brustwarzen, auf die erhöhte Menge an Melanin im Körper zurückzuführen. Nach der Geburt verschwinden diese Färbungen aber wieder.

Da die Haut während der Schwangerschaft empfindlicher auf Sonne regiert, sollten Sie einen höheren Lichtschutzfaktor als sonst verwenden. Dennoch sind kurze Sonnenbäder oder Spaziergänge bei Sonnenschein wichtig, denn dadurch wird die Vitamin D-Bildung im Körper angeregt. Vitamin D ist für die Knochenbildung und die Einlagerung von Kalzium notwendig.

19. Schwangerschaftswoche: Zeit für den zweiten Ultraschall

Zwischen der 19. und 22. Schwangerschaftswoche steht die nächste Vorsorgeuntersuchung mit Ultraschall an. Sicher sind Sie bereits mit der Routine dieser Untersuchungen vertraut. Sie werden überrascht sein, wie groß Ihr Baby bereits ist. Während Sie beim letzten Ultraschall noch ein winziges Gebilde erblickt haben, können Sie jetzt einen kompletten Menschen in Miniatur erkennen. Das ist gerade für werdende Väter ein faszinierendes und eindrucksvolles Erlebnis. Sie bekommen ja sonst von ihrem Baby noch nicht viel mit. Klären Sie also vorab, ob die Sonographie diesmal gemacht wird. Dann kann Ihr Partner mitkommen. Bei dieser Ultraschalluntersuchung kann oftmals das Geschlecht des Kindes festgestellt werden. Manche Babys wollen aber noch Inkognito bleiben und gewähren keinen Blick auf den kleinen aber entscheidenden Unterschied.

Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird diesmal per Ultraschall erneut kontrollieren, wie sich Ihr Kind entwickelt hat: Wie bewegt es sich, stimmen seine Körperstrukturen? Kann das ungeborene Baby schlucken, sitzen die Organe an der richtigen Stelle und arbeiten sie? Er/Sie prüft auch die Fruchtwassermenge sowie den Sitz der Plazenta an der Gebär- mutterwand. Sitzt die Plazenta teilweise oder vollständig vor dem Muttermund (Plazenta praevia), kann dir Geburt nur per Kaiserschnitt erfolgen. Oftmals wandert aber eine tiefsitzende Plazenta in den nächsten Wochen mit dem Wachstum der Gebärmutter noch weiter nach oben.

Zwischen der 16. und 20. Schwangerschaftswoche kann im Rahmen der vorgeburtlichen Diagnostik eine Fruchtwasseruntersuchung (lat. Amniozentese) durchgeführt werden.

Babys Haut wird dicker

Die Haut des Babys bestand bisher nur aus einer sehr dünnen, geradezu durchsichtigen Schicht. Nun bilden sich weitere Schichten. Das Baby bekommt tatsächlich eine "dickere Haut", auch wenn sie selbst bei der Geburt noch sehr zart ist und in den ersten Lebensjahren weiter reifen muss. Um die 19. Schwangerschaftswoche beginnen auch die ersten Kopfhaare zu sprießen. Ob das Kind bei der Geburt lange, kurze, viele oder wenige Haare hat und wie diese später aussehen werden, können Sie momentan nur in Ihrer Fantasie durchdenken.

In diesem Zeitraum der Schwangerschaft werden die Zahnleisten angelegt und Leber und Milz beginnen mit der Produktion der weißen Blutkörperchen. Das Baby trinkt Fruchtwasser, das im Magen-Darm-Trakt des verdaut wird. Im Darm lagern sich daher erste Verdauungsrückstände, bestehend aus verschluckten Hautzellen und anderen Zellen ab. Nach der Geburt werden diese mit dem so genannten Kindspech, dem ersten Stuhlgang des Babys, ausgeschieden.

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So entwickelt sich Ihre Schwangerschaft:

  • Sie befinden sich jetzt in der 19. Schwangerschaftswoche (19. SSW) nach dem 1. Tag der letzten Periode.
  • Anders gesagt: 18 Schwangerschaftswochen + 1 bis 7 Tage (ärztliche Berechnung). Im Mutterpass steht beispielsweise SSW 18/1 (Woche 18, Tag 1).
  • Sie sind in der 17. Schwangerschaftswoche nach der Befruchtung, d. h. 114.-120. Tag der Entwicklung.
  • Am Ende dieser Woche ist der Fetus ca. 15 cm (Scheitel-Steiß-Länge) lang. Der Kopfdurchmesser (BPD) beträgt zwischen 39 und 47 mm und das Baby wiegt zwischen 200 und 340 g. Bitte beachten Sie, dass sich die Größe und das Gewicht des Babys nun immer individueller entwickeln können. Wenn Ihr Baby größer oder kleiner sein sollte ist das noch kein Grund zur Beunruhigung.
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