Hebamme Martina Höfel

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Martina Höfel

   

 

Pilzinfektion 20.SSW inimur myko Zäpfchen

Also mit Quark und Joghurt habe ich es bisher nicht probiert. Wüsste jetzt auch nicht so recht wie. Ansonsten ess ich jetzt zur Weihnachtszeit immer mal Kekse, aber sonst nicht viel. Ich achte schon immer sehr auf eine gesunde Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Die Pilzinfektion zieht sich jetzt schon seit Anfang der SS hin und nichts hat bisher wirklich länger geholfen. Der Ausfluss war immer nach ca 1 Woche nach den ganzen Behandlungen wieder da. Meine Ärztin hat gesagt, dass das inimur myko die Pilzsporen auch bekämpft...leider habe ich jetzt nach bisher 3 Tagen Behandlung nicht das Gefühl das es sich gebessert hat, ehr im Gegenteil, der Ausfluss ist noch mehr und auch noch dunkler geworden. Geht schon fast ins grüne. Nun weiß ich nicht ob es jetzt alles richtig "raus gespült" wird. Oder ob tatsächlich eine Verschlechterung die Ursache ist. Am Freitag habe ich den nächsten Zermin zur Kontrolle.
Liebe Grüße Mandy

von MandyB.84 am 08.12.2015, 18:46 Uhr

 

Antwort:

Pilzinfektion 20.SSW inimur myko Zäpfchen

Liebe Mandy,

Pilze/ Keime bekommen die Oberhand, wenn das Milieu nicht stimmt. Eine Vorlage mit Quark oder Joghurt wird den ersten JUckreiz lindern.

Dann sollten SIE einmal schauen, wo es bei IHNEN hapert, dass die Keime/Pilze die Oberhand haben!

Die Frage ist ja, warum kehren die Infektionen und Mykosen immer wieder? Wo versteckt sich der Schwachpunkt in Ihrer Immunabwehr? Ein versteckter Diabetes, zuviel Süßes, übertriebene oder falsche Hygiene oder immer wiederkehrende Ansteckung durch den Partner .....oder, oder!?
Da sollte einmal genau geschaut werden. Der Pilz oder die Infektion ist immer nur das Ergebnis einer gestörten Immunabwehr.

Die Haut im Intimbereich ist nicht nur sehr empfindlich, es befinden sich dort auch viele Schweißdrüsen eines besonderen Typs, sogenannte apokrine Schweißdrüsen. Solche Drüsen befinden sich auch in den Achselhöhlen. Sie sondern ein Sekret mit vielen fettartigen und geruchsaktiven Stoffen ab, die zu unserer persönlichen Duftnote beitragen. In den Hautfalten des Intimbereichs kann sich zudem Feuchtigkeit halten, was die Entstehung von Ekzemen und Pilzinfektionen begünstigt. Die Schleimhaut des Intimbereichs ist mit unzähligen Mikroorganismen besiedelt, von denen einige für ein saures Milieu sorgen und eine wichtige Schutzfunktion ausüben. So wird verhindert, daß sich krankmachende Keime wie Hefepilze dort ansiedeln können. Zum Teil zersetzen diese Mikroorganismen Ausscheidungen des Menschen und können damit für einen unangenehmen Geruch sorgen.

Intimpflege wird von manchen Menschen vernachlässigt, während andere die Pflege übertreiben und oft auch ungeeignete Substanzen verwenden.

Da die Haut im Intimbereich zur Feuchtigkeit neigt, sollte man Unterwäsche aus saugfähiger Baumwolle bevorzugen. Das feuchtwarme Hautmilieu wird auch durch enge Hosen gefördert. Weite, luftige Kleidung aus Naturfasern kann vielen Hautproblemen in diesem Bereich vorbeugen.

Verwenden Sie für die Intimpflege nur Wasser.
Seife beeinträchtigt den Säuremantel der Haut und tötet die Mikroorganismen, die normalerweise die Haut besiedeln. Durch Beseitigung dieser Schutzbarriere kann eine Infektion mit Pilzen oder Bakterien begünstigt werden. Geeigneter sind synthetische Waschprodukte, sogenannte Syndets, die schwach sauer reagieren (pH-Wert etwa 5). Solche Syndets sollten, wenn überhaupt, nur schwach parfümiert sein.

Falls Sie ein Deodorant für den Intimbereich verwenden wollen, so darf dies keinesfalls Alkohol enthalten, da dieser die Schleimhaut reizt und austrocknet.

Spülungen der Scheide sind für die normale Körperpflege nicht notwendig. Sie stören nur die natürliche Scheidenflora, die vor Infektionen schützt.

Manche Frauen werden immer wieder von Pilzinfektionen der Scheide heimgesucht. Beispielsweise sind Diabetikerinnen häufig betroffen, da der Zuckergehalt des Uris ein günstiges Milieu schafft. Aber auch Frauen mit gesundem Stoffwechsel können befallen werden, wenn die natürlichen Schutzfaktoren wegfallen. Die natürliche Scheidenflora kann z.B. durch eine Antibiotikabehandlung oder übertriebene Intimhygiene geschwächt werden. Bis sich die Bakterienflora der Scheide davon erholt hat, ist das Risiko einer Pilzinfektion erhöht. Auch die Einnahme von hormonhaltigen Arzneimitteln wie der "Pille" kann ebenso wie die hormonelle Umstellung bei Schwangerschaft und Geburt eine Pilzinfektion begünstigen.

Zur Erneuerung einer geschädigten Scheidenflora helfen Vaginaltabletten, die normalerweise in der Scheide vorkommende Bakterien enthalten, Vaginalcremes und -gele sowie Ovula und Milchsäurezäpfchen. Diese Medikamente sind rezeptpflichtig. Bei wiederholten Pilzinfektionen kann auch eine Mitbehandlung des Partners ratsam sein!!!!

Liebe Grüße
Martina Höfel

von Martina Höfel am 08.12.2015

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