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Beitrag aus dem Forum:

Dipl.-Sozialpädagogin Sylvia Ubbens

Vom Groß- und Starkwerden

Fragen rund um die Erziehung vom
Kleinkind- bis ins Grundschulalter
beantwortet auf dieser Seite

Sylvia Ubbens

Dipl.-Sozialpädagogin
 

Unsicheres und schüchternes Kindergartenkind

Frage von Okt.baby  -  04.12.2019
Sehr geehrte Frau Ubbens,
Sie haben uns in der Vergangenheit schon mehrmals mit Ihren sehr guten Ratschlägen sehr geholfen, daher aus aktuellem Anlass eine neue Frage von mir.
Meine Tochter (4) ist zuhause und bei Großeltern sehr bestimmend und aufgeweckt, außerhalb aber sehr schüchtern und unsicher, zumindest wenn der Fokus auf sie gerichtet ist. Wenn sie mit uns Eltern unterwegs ist, aber nicht unmittelbar im Mittelpunkt bei weniger vertrauten Personen steht, dann ist sie genau so wie sonst zuhause. Letztes Jahr besuchte sie die Krippe und seit September nun den Kindergarten. Wir hatten nun das Entwicklungsgespräch mit der Erzieherin, dabei kam das Thema "Unsicherheit" auch zur Sprache. Unsere Tochter traut sich zum Beispiel nicht, sich bei einem Problem an die Erzieher zu wenden oder für sich selbst einzustehen, z.B. wenn es darum geht, wer ein bestimmtes Spielzeug haben darf. Wenn sie von fremden oder bei ihr weniger beliebten Personen angesprochen wird oder ein anderes Kind sie überschwänglich umarmen will, tut sie oft so, als würde sie sie nicht hören und dreht sich einfach weg. Wenn sie aber ihre zwei besten Freundinnen sieht, laufen sie zu einander und umarmen sich, ohne dass Erwachsene sie dazu motivieren. Kleinste Veränderungen führen zur erneuten Unsicherheit, z.B. von der kleineren Turnhalle beim Kinderturnen plötzlich in die größere müssen und schon fängt das Klammern wieder an und sie möchte dann nicht mitmachen. Wir finden zwar alle, dass es sich alles schon verbessert hat, z.B. sagte sie dem KiGa-Personal neulich selbst, dass sie nicht "die kleine ..." genannt werden möchte (das war die Notlösung der Erzieher für die vielen gleichen Vornamen) oder sie sagt auch schon mal anderen Kindern, dass etwas so nicht in Ordnung ist, aber insgesamt ist sie eben noch im Vergleich zu sehr vielen andere Kindern sehr unsicher und ich möchte nicht, dass sie später in der Schule aufgrund ihrer Unsicherheit auf dem Schulhof "untergeht". Sie wird aber erst 2022 eingeschult.
Ich habe das Thema Unsicherheit auch schon beim Kinderarzt angesprochen, er sagte, dass er sie nicht übermäßig unsicher findet, sie unterhält sich ja ganz normal mit ihm, das stimmt tatsächlich, denn sie mag ihn scheinbar. Sie ist auch sonst absolut normal entwickelt und meiner Einschätzung nach sehr intelligent. Nun meinte aber die Erzieherin, wenn die Unsicherheit noch bis zum Vorschuljahr so bestehen bleibt, wäre ggf. eine Einrichtung mit weniger Kindern besser (momentan sind es fast 30 in der Gruppe). Das möchte ich aber nicht, denn in der Grundschule sind später nicht weniger sondern wieder mehr Kinder. Zudem möchte ich nicht, dass sie ihre neu gewonnenen Freunde wieder verliert. Diese Aussage hat mich doch etwas mitgenommen, denn ich hatte fast das Gefühl, wir würden von einem auffälligen Kind sprechen, dabei ist sie doch nur schüchtern - oder?
Unsere Tochter ist und bleibt ein Einzelkind. Kontakte zu anderen Kindern bestehen im KiGa, bei zwei zusätzlichen Kindersport-Angeboten, die wir an zwei Nachmittagen besuchen (nimmt sie auch größtenteils an, hätte aber bei der größeren Gruppe uns lieber dabei) und sie spielt mit dem Nachbarsmädchen. Ich finde es nicht zu wenig, wir haben nur später damit angefangen, nämlich kurz bevor sie drei wurde, davor hatte sie jegliches Eltern-Kind-Turnen oder Musikgarten abgelehnt und nur geweint und geklammert.
Ist dieses unsichere Verhalten wirklich so auffällig? Was können wir als Eltern tun, um die Selbstsicherheit und den Mut aufzubauen und zu stärken?
Vielen Dank vorab!

Unsicheres und schüchternes Kindergartenkind

Antwort von Sylvia Ubbens  -  05.12.2019
Liebe Okt.baby,

Sie schreiben von einem ganz normalen vierjährigen Kind. Viele Sechsjährige zeigen ein ähnliches Verhalten. Sie müssen in Bezug auf die Selbstsicherheit nichts unternehmen. Das wird sich sicherlich von selbst entwickeln. Sollte sich im letzten Kindergartenjahr doch noch nichts getan haben, können Sie z.B. über eine Ergotherapie nachdenken, sozusagen als Selbstbehauptungskurs für junge Kinder.

Viele Grüße Sylvia

Unsicheres und schüchternes Kindergartenkind

Antwort von Okt.baby  -  06.12.2019
Hallo Frau Ubbens,

Vielen lieben Dank für Ihre beruhigende Antw!

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