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Beitrag aus dem Forum:

Dipl.-Sozialpädagogin Sylvia Ubbens

Vom Groß- und Starkwerden

Fragen rund um die Erziehung vom
Kleinkind- bis ins Grundschulalter
beantwortet auf dieser Seite

Sylvia Ubbens

Dipl.-Sozialpädagogin
 

Probleme mit 3 Jährigem

Frage von tine  -  05.11.2009
Hallo,

meine großer Sohn ist 3 1/4 Jahre meine Tochter 9 Monate.
Ich gerate zur Zeit mit dem Großen recht häufig aneinander, weil er nicht hört.
Z.B. Ich mußte der Kleinen Augentropfen verabreichen, das haßt sie total und ist danach genervt. Er kommt dann an und will sie am krabbeln hindern und wegschleppen. Ich sag dann zu ihm, laß sie jetzt bitte in Ruhe, Du kannst sie später tragen, jetzt will sie selbst krabbeln.
Er macht weiter, sie weint, ich bitte ihn ein zweites Mal, etwas energischer, ohne viel Erklärung, er macht weiter, sie schreit, dann schiebe ich ihn zur Seite und nehme sie auf den Arm.
Er fängt an laut zu weinen und zu schreien.
Dies ist nur ein Beispiel von täglich mindestens fünf bis noch mehr Situationen, wo er einfach überhaupt nicht auf das hört, worum man ihn bittet.
Später habe ich ihm dann gesagt, dass er es im Kindergarten, ja auch nicht mag, wenn ihn ein älteres Mädchen immer hoch nimmt und versucht ihn zu tragen. Ich meinte dann, genau so geht es Deiner kleinen Schwester, sie kann Dir nur noch nicht sagen, dass sie das nicht will, deshalb weint sie und wehrt sich dagegen. Warum er sie dann trotzdem hoch heben müsse? Weil die das so will, ist eine häufige Antwort.

Noch ein Beispiel: Wir haben eine offene Küche, und es gibt die Regel, keine Spielzeuge in der Küche, wenn gekocht wird, weil es zu eng ist, man drauf tritt, sich verletzt, oder die Spielsachen dabei kaputt gehen können.
Auch hier wieder mehrfach gesagt, nimm bitte das Feuerwehrauto (ist riesig) hier weg, fahr damit ins Wohnzimmer, Androhung der Konsequenz, es kommt sonst weg, er fährt es nicht weg, und sagt das auch noch.
Dann kommt es weg (wird oben auf den Tisch gestellt) und er weint und brüllt wie am Spieß.
Wenn er dann so laut losbrüllt, sage ich ihm, er solle vor die Tür gehen, bis er sich wieder beruhigt hat, das tut er nicht,
Dann trage ich ihn in den Flur mache die Tür zu, er ist in 0kommanix wieder drin. Er reagiert oft einfach überhaupt nicht auf meine Gebote.

Manchmal kann ich mich mit ihm auf die Couch setzen, wenn er so losbrüllt und ihn beruhigen, das passiert oft auch am Nachmittag, das weiß ich, er ist müde.
Aber das geht nicht immer, oft ist die Kleine dann auch müde und will getragen werden, oder ich koche gerade ihr oder unser Essen, odoer ich bin selbst auch am Ende und will einfach nur,. dass er mal hört.
Es nervt mich ungemein und macht den Alltag super anstrengend.
Was soll ich tun?
Freue mich über (funktionale) Anregungen jeder Art,

Tine

Probleme mit 3 Jährigem

Antwort von Ch. Schuster  -  05.11.2009
Hallo Tine
Ihr Sohn kann auch mit 3 Jahren noch nicht verstehen, warum er mal seine Schwester tragen darf und mal nicht. Darum versuchen Sie bitte, ihm nicht Etwas zu verbieten, sondern ihn möglichst rechtzeitig mit einer ansprechenden Aktivität abzulenken.
Auch muß er ein angemessenes, soziales Verhalten erst noch lernen, sodass er auf seine Schwester keine Rücksicht nehmen kann, die mit zunehmender Mobilität für ihn zur Konkurrentin wird.
Bevor Sie ihn verärgert zur Seite schieben, nehmen Sie möglichst beide Kinder auf den Schoß, bzw. wenden Sie sich Beiden gleichzeitig und liebevoll zu.
Berücksichtigen Sie bitte, dass auch Ihr "Großer" noch ein Kleinkind ist, das sich nur allzu gerne in unmittelbarer Nähe seiner Bezugsperson aufhält.
Darf er in der Küche kein Spielzeug haben, erlauben Sie ihm bitte, Ihnen mit eigener Rührschüssel o.Ä. "helfen" zu dürfen.
Möchte die Kleine getragen werden, weil sie müde ist, regen Sie bitte zuerst Ihren Sohn zu einer ansprechenden Aktivität an, damit er sich nicht weniger geliebt als seine Schwester fühlt.
Setzen Sie sich ggf. zu Dritt für ein Ruhepäuschen auf das Sofa.

Viel Erfolg, liebe Grüße und: bis bald?

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