Baby spielt mit Löffel

 Eva Freitag Frage an Eva Freitag Master der Ernährungswissenschaft

Frage: Baby spielt mit Löffel

Hallo, mein Sohn ist 7 Monate alt und der Mittagsbrei wird nun seit 8 Wochen gut angenommen. Am Anfang hat er auch schön versucht mit dem Löffel zu essen. Meistens lässt er sich aber lieber füttern. Seit einiger Zeit spielt er allerdings nur noch mit Löffel und will darauf herumkauen. Außerdem möchte er immer die Schüssel mit dem Brei haben und hineinfassen. Ein paar mal habe ich das zugelassen, zufrieden ist er dann damit aber auch nicht und wirkt irgendwie enttäuscht. Wie verhalte ich mich richtig? Ihn mit Löffel und Brei spielen lassen? Am Abend läuft das besser, da möchte er aber auch nur gefüttert werden. Er ist grundsätzlich sehr neugierig, aber auch ungeduldig und schnell frustiert. Danke

von Sunrise271 am 09.09.2021, 13:56



Antwort auf:

Re: Baby spielt mit Löffel

Liebe „Sunrise271“, das was Sie schildern, hört sich mir nach einer ganz üblichen Entwicklungsphase bei Babys an. Hier kann ich Ihnen gleich vorneweg den Rat geben, möglichst gelassen zu bleiben. Auch ist Ihr Sohn noch sehr jung und hat erst vor wenigen Monaten mit der Beikost begonnen. Das ist eine sehr spannende Phase für Ihren kleinen Jungen – da gibt es vieles zu entdecken. Schön, dass Ihr Sohn so interessiert ist an der neuen Nahrungsform und den Brei an sich gut annimmt. Der Rest kommt ganz von alleine – nur Geduld. Kinder loten generell beim Essen ihre Grenzen aus und schauen wie weit sie gehen können. Sie merken sehr schnell, wie wichtig den Eltern das Essen ist. Babys sind sich genau bewusst, wie Eltern auf ein Verhalten reagieren. Das Herumexperimentieren mit dem Löffel und das Rummatschen mit dem Brei ist keine böse Absicht von Ihrem Kleinen und er will Sie damit auch nicht ärgern. Er macht gerade eine schlichte, aber für ihn superinteressante Erfahrung. Obendrein bemerkt Ihr Kleiner, dass er bei Mama und Papa damit ein paar „Empfindungen“ auslöst. Das sind für Ihren Kleinen tolle, neue Entdeckungen. Machen Sie am besten weiterhin keine große „Geschichte draus“. Sonst lernt Ihr Junge nur, dass er mit dieser Verhaltensweise viel Aufmerksamkeit bekommt. Und das gefällt den Kleinen besonders. Eines Tages macht es „klick“ und Ihr Sohn hat kapiert, dass er den Brei viel lieber löffelt anstatt darin herumzumatschen. Nehmen Sie es bis dahin gelassen. Lassen Sie Ihren Schatz ruhig auch weiter - wo möglich - selbst mit einem eigenen Löffelchen in der Hand selbstständig werden und „experimentieren“. Lebensmittel im wahrsten Sinne des Wortes zu "begreifen" ist hier ein wichtiger Schritt. Auch wenn das am Anfang noch nicht so gut klappt und die Mahlzeiten noch etwas chaotisch zu gehen. Das ist die Art wie Kinder lernen. Durch Üben, Ausprobieren, Essen anfassen/oder mit dem Löffel aufnehmen und Rummatschen, Löffel und Essen runterschmeißen, daraus lernen, es beim nächsten Mal besser machen… Nehmen Sie es wie es kommt. Das ist sicher gerade nur eine Phase von Ihrem Kleinen und das Löffeln wird bald wieder etwas „gesitteter“ zu gehen. Oft wenn die Eltern mit dem Essen gelassener umgehen, klappt es plötzlich viel besser. Wichtig ist außerdem, dass Sie Ihren Jungen wie gehabt mit an den gemeinsamen Essenstisch nehmen, so dass es Mama und Papa beim Essen beobachten kann. Kinder lernen durch Nachahmen. Alles Liebe und weiterhin viel Freude bei der Beikosteinführung! Herzliche Grüße und ein tolles Wochenende wünscht Eva Freitag

von Eva Freitag am 10.09.2021


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