Birgit Neumann

Birgit Neumann

Dipl. Ökotrophologin

Birgit Neumann studierte Ökotrophologie mit dem Schwerpunkt Ausbildung und Beratung und schloss ihr Studium mit dem Titel Diplom Ökotrophologin (Dipl.oec.troph.) ab. Seit dem Studium ist sie als Ernährungs­beraterin und Kursleiterin tätig. Mit regelmäßigen Fortbildungen hält sie ihr Wissen zur Baby- und Kinder­ernährung auf dem aktuellen Stand.

Birgit Neumann

Beikost

Antwort von Birgit Neumann

Frage:

Guten Tag,

mein Baby ist nun 7 Monate. Mittags gibt es einen selbstgemachten Gemüsebrei. Er ist richtig wild darauf.

Ich füttere zwei Mal in der Woche Fisch. Und zwei Mal in der Woche Hühnchen oder Pute. Rindfleisch möchten wir nicht zugeben. Wäre das ein Problem? Ich denke hier an Eisenmangel?!

Nachmittags gibt es einen Obstbrei mit Hafer. Manchmal auch mit Dinkel und selten mit Weizen. Ohne Milch. In der Regel mag mein Kind davon nur eine halbe Portion. Auch mit Pre-Milch mag er den Brei nicht so gerne.

Überlege daher zwei Mal am Tag Gemüse mit Kartoffel oder Süßkartoffel zu füttern. Er liebt einfach den Gemüsebrei. Natürlich mit Öl. Wäre das eine gute Alternative?

Ansonsten bekommt er Pre-Milch.

Morgens bieten wir etwas Zwieback zum lutschen an oder auch mal etwas Obst als Brei. Aber lediglich als Snack, da er noch die Flasche bevorzugt.

Was können wir verbessern?

Kann man mit 7 Monaten Nussmus (Haselnuss) in den Obstbrei hinzufügen?

Vielen lieben Dank für deine Unterstützung.

von Hexemarilyn am 06.02.2020, 16:26 Uhr

 

Antwort auf:

Beikost

Hallo Hexemarilyn
vergleiche euren Plan einmal mit den üblichen Empfehlungen.
Diese sind:
Empfehlungen für (gesunde) Babys ab 7. Lm:
Morgens: Milch (1-2 Flaschen)

Mittags: Gemüse-Kartoffel-(Fleisch)-Brei
= milchfrei, zur besseren Eisenresorption

Nachmittags, ab ca 7.-8- Lm :
milchfreier Getreide-Obstbrei
= milchfrei, zur besseren Eisenresorption, und zur Unterstützung der Nährstoffaufnahme aus dem Mittagsbrei

Abends: Milchbrei
Milch fördert einen guten Schlaf

Die Reihenfolge ist empfehlenswert, weil sich durch die vorgegebenen Zutatenkombinationen in den Breien, die Nährstoffe ideal ergänzen.
Pre-Milch darf es (nach Bedarf) geben. Bei Folgemilch (2,3) sollte die empfohlene Tagesmenge (laut Packungsangaben) nicht überschritten werden.

Hier sind noch einmal die 3 gängigen Grundrezepte

GKF-Brei:
100g Gemüse, 50g Kartoffeln, 20-30g Fleisch (Huhn, Pute oder andere wie Schwein, Lamm oder Rind), 2 EL Obstsaft (Vit C-reich), 8g Öl

oder
vegetarischer Brei:
100g Gemüse, 50 g Kartoffeln wie gewohnt dünsten
dann 10g feine Haferflocken zufügen,
weitergaren lassen, (oder Instant-Babyflocken: Hirse oder Hafer) mit 30g Vit C reichem Obstsaft pürieren, 8 g Öl zugeben

Fischbrei:
90g Zucchini
40g Kartoffeln
20g Lachsfilet
2 EL Obstsaft
8g Öl

GOB
20g Getreideflocken (Hafer, Hirse, Mischungen, Dinkel, Weizen,..) Instant, 90-100g Wasser (evtl mehr), 1oog Obstmus, 5g (1 TL) Butter oder Öl
oder
20g feine (zerkleinerte) Haferflocken in ca 150 ml (+/-) Wasser aufkochen - je nach ge-wünschter Konsistenz, 100g Obst zugeben, plus ca 1 TL Butter oder 1 TL Öl
oder
1,5- 2 (Baby-)zwiebäcke zerbröselt bzw mit 200 ml warmem Wasser übergiessen, 100g Obstmus zugeben, abkühlen lassen, 1 TL Öl oder Butter zugeben.

Milchbrei
200ml Milch , 20g Getreideflocken Instant, 20g Obstmus

was du ändern könntest: Obstmus in den Rezepten durch Gemüsemus tauschen.
Nussmus, d.h. weißes ! Mandelmus kannst du in den GOB mischen. ca 1-2 TL.
Grüße
Birgit Neumann


P.S. Andere Nussmuse sind zum langsamen Gewöhnen in ganz kleinen Mengen ab etwa dem 10. Lm geeignet. Nussmuse können bei häufigem Konsum und/oder dem Verzehr größerer Mengen möglicherweise schwerer verdaulich sein, ggf zu Verdauungsirritationen führen.
Mandeln sind keine Nüsse im klassischen Sinn und weißes Mandelmus ist generell leichter verdaulich, weil hier die ballaststoffreiche Aussenhaut fehlt. Für die Verwendung zu Nussmusen im Hinblick auf die Allergieprophylaxe gibt es bisher noch keine offiziellen Empfehlungen. Es gibt aber durchaus Babybreirezepte mit Erdnussmus. Eine Empfehlung für oder gegen kann ich dir leider keine geben.

von Birgit Neumann am 08.02.2020

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