PD. Dr. med. Lars Hellmeyer

Fruchtwasser in den Lungen?

Antwort von PD. Dr. med. Lars Hellmeyer

Frage:

Hallo,

ich habe mal wieder rein interessehalber eine Frage:

Atmet ein Fetus im Mutterleib tatsächlich Fruchtwasser ein, als ganz natürlichen Vorgang? Also das Fruchtwasser in die Lunge dringt?

Die einen behaupten ja und die anderen nein.

Ich kenne, dass unter Stresssituation es zur Aspiration kommen kann und dies nicht immer ungefährlich ist. Das wäre ja widersprüchlich, wenn das Aspirieren ein ganz natürlicher Vorgang wäre.

Und hat die These dass Fruchtwasser aus den Lungen gepresst wird bei einer vaginalen Geburt überhaupt Hand und Fuß? Denn wenn kein Fruchtwasser in den Lungen ist (keine Stresssituation), könnte somit auch nichts rausgepresst werden. Andere behaupten das ist nicht möglich, da sonst bei diesem Vorgang auch ein paar Rippen brechen müssten.

Zudem sind die Atemstörungen nach einem späten primären KS ab 39+0 auch nicht höher als bei spontan Geburt, was ja eher auf die Reife der Lunge statt auf den Geburtsmodus zurück zu führen wäre.

Was ist nun richtig oder sind sich da Fachleute selbst nicht einig?

von Trrr09 am 01.10.2013, 14:57 Uhr

 

Antwort auf:

Fruchtwasser in den Lungen?

Hallo, wirklich brisante und total durchdachte Fragen. Das Kind atmet ja per se erst einmal im Mutterleib nicht, sondern schluckt das Fruchtwasser und scheidet es ganz normal über die Nieren aus. Also, hier findet keine Aspiration statt. Sonst hätte jedes Kind mit grünem Fruchtwasser eine Mekoniumaspiration.Die Lungenreife ist in der 34+0 Schwangerschaftswoche gegeben, allerdings entwickelt sich die Lunge bis zum 10. Lebensjahr. Fruchtwasser ist notwendig, damit die Lunge sich ausbilden kann, aber insbesondere lässt das Fruchtwasser Atembewegungen zu. Viele komplizierte Vorgänge, die Sie hier ansprechen, die teils auch noch gar nicht geklärt sind. LG und alles Gute.

von Dr. med. Lars Hellmeyer am 01.10.2013

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