Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, muss mich nochmal an dich wenden. Leider hat meine Maus immernoch starke schmerzende Blähungen,sie wird jetzt am Donnerstag 19 Wochen alt,und es wird einfach nicht besser. Denk schon ans abstillen,da ich mir langsam Vorwürfe mache,das sie durch mich diese hat. Ich ernähre mich schon gesund und achte auf das was ich zu mir nehme,trinke zusätzlich täglich Fencheltee. Ihr gebe ich an ganz schlimmen Tagen Kümmelzäpfchen und massiere ihr Bäuchlein mit Windsalbe. Auch Globulis die mir empfohlen wurden schlagen einfach nicht an,langsam bin ich nervlich am Ende und ratlos. Sie tut mir so leid. Laut KIA ist aber organisch alles gesund und tip top,also woran liegts? Was könnte ich denn noch machen? Da ich schon bei einer Stillberatung war und die meinte das ich korrekt anlege,kanns an dem auch nicht liegen,allerdings schluckt sie trotzdem öfters mal Luft,was ich auch nicht verstehe? Könnten die Blähungen davon kommen oder hat das doch noch einen andere mögliche Ursache? Bin langsam echt verzweifelt:-(. Danke schon mal im vorraus. Lg Janina mit Maxine 4 Monate alt
Liebe Janina, bitte mach dir keine Vorwürfe, denn Du bist SICHER nicht schuld an den Blähungen und wahrscheinlich auch nicht deine Ernährung. Es gibt gar keine allgemeingültige "Stilldiät" oder generell verbotenen oder erlaubte Nahrungsmittel für die Frau während der Stillzeit (mit der Einschränkung, dass Alkohol möglichst gemieden werden soll). Der Einfluss der Ernährung der Mutter auf das Verhalten des Kindes wird meist erheblich überschätzt. Eine stillende Mutter muss weder bestimmte Nahrungsmittel (z.B. Kuhmilch) zu sich nehmen, noch müssen alle stillenden Mütter bestimmte Nahrungsmittel meiden. Von Ausnahmefällen abgesehen macht die Mehrheit der stillenden Mütter die Erfahrung, dass sie alles, was sie mögen, in Maßen essen können auch Schokolade und stark gewürzte Speisen ohne dass sich dies auf ihre Babys auswirkt und viele kleine Babys haben Blähungen ganz gleich, was ihre Mütter essen. Auch wenn viele Mütter davon gehört haben, dass durch den Genuss von "blähenden" Lebensmitteln Blähungen bei ihrem Baby hervorgerufen werden, ist diese Meinung mit Vorsicht zu genießen. Darmgase entstehen bei der Verarbeitung von Faserstoffen (Ballaststoffen) durch die Darmbakterien im Verdauungstrakt. Weder Verdauungsgase noch Ballaststoffe gehen in die Muttermilch über, auch nicht, wenn die Mutter unter extremen Blähungen leidet. Genau so wenig verändern stark säurehaltige Nahrungsmittel den pH Wert der Muttermilch. Deshalb gibt es auch kein Verbot für Orangensaft. Normalerweise können stillende Mütter alles essen, bei manchen Nahrungsmitteln ist es allerdings anzuraten, dass sie nicht im Übermaß genossen werden. Am ehesten ist zu erwarten, dass Nahrungsmittel, die bei Ihnen Blähungen hervorrufen auch bei Ihrem Kind zu Blähungen führen können. Manche Babys haben Blähungen oder Koliken, ganz gleich, was ihre Mutter isst oder nicht isst. Letztendlich bleibt nicht anderes übrig, als auszuprobieren, ob ein Baby auf etwas reagiert oder nicht, denn das ist wirklich von Kind zu Kind unterschiedlich. Prophylaktische Enthaltsamkeit ist jedenfalls nicht notwendig. Gerade die kleinen Babys haben oft mit Blähungen oder Koliken zu kämpfen und das Leben mit einem von Koliken geplagten Baby ist für die Mutter bzw. die Eltern sehr anstrengend. Es kommt vor, dass sich keine ersichtliche Ursache für die Blähungen finden lässt. Am ehesten trifft wahrscheinlich in diesen Fällen wohl die Vermutung zu, dass manche Babys ein empfindlicheres Verdauungssystem haben als andere, und dieser Faktor, im Zusammenwirken mit Spannungen und Stress von außen, der wahrscheinlichste Grund für die Blähungen sind. Ein ruhiger, sanfter Umgang mit deinem Baby ist sehr wichtig. Viele Ärzte sind der Ansicht, dass öfter verabreichte kleine Mahlzeiten, die auf das kleine Verdauungssystem des Babys besser abgestimmt sind, ihm besser bekommen. Gerade Kolikkinder profitieren vom Getragenwerden und dem dabei zwangsläufig entstehenden Körperkontakt. Hast Du ein Tragetuch? Ein Tragetuch erleichtert nicht nur das Tragen des Kindes, es gibt dir auch die Möglichkeit zumindest eine Hand frei zuhaben. Und keine Sorge: das Getragenwerden führt nicht dazu, dass Du dein Baby verziehst. Im Gegenteil, Studien belegen, dass Kinder, die als kleines Baby viel getragen wurden, später ausgeglichener und zufriedener sind und weniger Weinen. Du kannst auch versuchen deinem Baby durch Tragen in der Kolikhaltung (auch Fliegergriff genannt, das Baby liegt mit seinem Bauch auf dem Unterarm des Erwachsenen, mit dem Kopf in der Ellenbeuge ruhend), durch massieren des Bauches und durch Wärmeanwendungen (gut geeignet dazu sind Hot Cold Packs) auf den Bauch Erleichterung zu verschaffen. Fencheltee wirkt auch, wenn er von der Mutter getrunken wird und auf diese Weise lässt sich auch die Gefahr einer Saugverwirrung umgehen. Allerdings sollten nicht mehr als zwei Tassen pro Tag getrunken werden, weil er sonst zu neuen Blähungen führen kann. Solltest Du Zeit zum Lesen haben, so möchte ich dir das Buch "Das 24 Stunden Baby" von Dr. William Sears empfehlen. Dr. Sears gibt viele Anregungen wie Eltern mit ihrem besonders anstrengenden Baby (er nennt sie Babys mit erhöhten Bedürfnissen) umgehen können. Das Buch ist im Buchhandel und bei jeder LLL Stillberaterin erhältlich. Ich hänge dir noch einen Artikel von Prof. Dr. B. Koletzko zu diesem Thema an, der sich ebenfalls mit dem Thema beschäftigt hat. Alternativ dazu könntest du auch mal bei einem Osteopathen vorbei schauen, der sich mit Säuglingen gut auskennt. Ein oder zwei Behandlungstermine können da schon riiiiesige Unterschiede machen und zum schmerzfreien Stillen verhelfen. Ich wünsche dir von Herzen, dass es bald besser wird! LLLiebe Grüße Biggi Milch und Kohl. Schlimm für Babys Bauch?" Stillende Mütter sollten unbedingt blähende Nahrungsmittel meiden, raten Hebammen seit Generationen, weil Kohl & Co. dem Baby Bauchkrämpfe bescherten. Doch was ist wirklich dran an derartigen Empfehlungen? Zweifellos können blähende Lebensmittel bei der Konsumentin selbst Meteorismus auslösen, und ein Teil der im mütterlichen Darmtrakt gebildeten Gase findet sich in der Ausatemluft wieder, nicht aber in der Muttermilch zumindest nicht in nennenswerter Menge. "Muttermilch Sprudel" muss das Baby also sicher nicht trinken, stellt Professor Dr. B. Koletzko Abteilung Stoffwechselstörungen und Ernährung, Dr. von Haunersches Kinderspital, Klinikum Innenstadt, München. Möglicherweise sind es aber Metabolite aus dem mütterlichen Stoffwechsel, die dem Kind Bauchkrämpfe bescheren, z.B. kurzkettige Fettsäuren oder andere organische Säuren. In einer offenen Beobachtungsstudie mit fast 300 Stillenden kam es in der Tat signifikant häufiger zu infantilen Koliken, wenn die Mutter Kohl, Zwiebeln und Kuhmilch zu sich nahm. Allerdings war dieser Effekt insgesamt nicht sehr stark ausgeprägt und für Brokkoli und Blumenkohl gar nicht nachweisbar. Nur was den Genuss von Kuhmilch betrifft, geht die Erklärung für einen möglichen Zusammenhang mit kindlichen Koliken über reine Spekulation hinaus. In diesem Fall handelt es sich wahrscheinlich um eine allergische Reaktion auf Kuhmilcheiweiß. Bei 10 bis 15% der Kolikkinder, so konnten Studien nachweisen, liegt jedenfalls eine Unverträglichkeit gegen ein in die Muttermilch übergegangenes Fremdeiweiß vor. Bei heftigen infantilen Kolik en rät der Pädiater den Müttern daher, sich versuchsweise eine Woche lang kuhmilchfrei (eigene Anmerkung: zwei Wochen sind sicherer, da Kuhmilchproteine bis zu 10 Tage im mütterlichen Organismus nachweisbar sind) zu ernähren. Falls sich die Symptome darunter deutlich bessern und erneuter Kuhmilcheiweiß Verzehr wieder kindliche Beschwerden provoziert, kann diese Kost für die Stillzeit beibehalten werden. Meist ist dann allerdings eine Kalziumsupplementierung erforderlich. Diät hält vom Stillen ab. Vom etwaigen Verzicht auf Kuhmilchprodukte abgesehen sind nach Prof. Koletzkos Meinung restriktive Ernährungsempfehlungen für stillende Mütter jedoch nicht wissenschaftlich begründbar. Sie können zu einem Nährstoffmangel führen, verkomplizieren unnötig das Leben während der Stillzeit und sind nicht selten Ursache dafür, dass Frauen frühzeitig abstillen. (Quelle: AFS Rundbrief 5 6/2001)
Mitglied inaktiv
Liebe Janina, bei unserem Sohn (jetzt 4 Monate alt) haben wir auch wochenlang gedacht, dass er Blähungen hat, aber jetzt stellt sich heraus, dass er einfach sensibel ist und sich in dieser Welt noch eingewöhnen muss. Uns hat das Tragetuch wunderbar ruhige Tage gebracht. Ich habe ihn immer reingesetzt, sobal er quengelig qurde und ihn so etwa 6 Stunden am Tag getragen. Er hat tagsüber immer darin geschlafen. Das hat er sich vor drei Wochen von selbst abgewöhnt (also von wegen verwöhnen und er würde noch ewig getragen, er hat selbst die Zeit bestimmt, wann er bereit ist, die Welt selbst zu erkunden und es geht ihm gut dabei)und ist jetzt höchsten noch eine Stunde am Tag im Tuch und das auch nur, weil ich ihn nicht so tragen will. Er ist einfach zu schwer. Da setze ich ihn eben ins Tuch und wir spazieren durch die Wohnung und staubsaugen oder schauen einfach nur herum. Probier mal ein Tragetuch, das bewirkt wirklich Wunder. Liebe Grüße Lotta
Jasmin79
Hallo Janina, meine Tochter reagierte mit Bauchschmerzen wenn ich Milch/Milchprodukte zu mir nahm. Ich habe dann weitgehend darauf verzichtet und es wurde besser. Probiers mal aus. LG Jasmin
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