lovelymouse
Hallo, ich habe die letzten 9 Tage nicht gestillt, da ich Medikamente genommen habe. Nun bin ich wieder gesund und würde es gern wieder versuchen. Nachdem wir endlich den richtigen Sauger gefunden hatten, war es scheinbar auch gar nicht schlimm für meine Tochter, dass sie die Brust nicht mehr bekommen hat. Chiara wird am 02.04. 6 Monate alt und bekommt derzeit morgens und vormittags eine Flasche. Dann bekommt sie mittags, nachmittags und abends Beikost und vor dem Schlafengehen nochmal eine Flasche. Je nachdem, ob sie sich nachts meldet, bekommt sie ebenfalls eine Flasche. Nun zur Frage: Wie gehe ich das Stillen nun am Besten an? Als meine Tochter noch "klein" war, habe ich sie ja einfach ganz oft angelegt, sollte die Milch zu wenig gewesen sein. Mach ich das jetzt auch so? Kann ich sie überhaupt wieder an die Brust "gewöhnen", nachdem es so ein Kampf war, sie an die Flasche zu bekommen? Oder sollte man es lieber sein lassen? Ich würde echt gern wieder stillen, aber letztlich möchte man ja nur das Beste für sein Kind. Und wenn es nur unnötiger Stress für meine Tochter ist, lasse ich es dann auch. Vielen Dank für Ihre Hilfe. Lg Doreen & Chiara :)
Liebe Doreen, das grundlegende Vorgehen bei einer Relaktation und auch der induzierten Laktation besteht darin, das Baby dazu zu bringen so oft wie möglich an der Brust zu saugen. Dadurch werden die Brüste (wieder) zur Milchbildung angeregt. Ein ähnlicher Effekt lässt sich auch mit einer guten Milchpumpe erreichen. Häufig ist auch zusätzliches Pumpen neben dem Anlegen des Kindes sinnvoll, um die Milchproduktion zu steigern. In manchen Fällen wird die Relaktation bzw. induzierte Laktation zusätzlich mit Medikamenten unterstützt. In den Ländern der dritten Welt, wird meist ohne Medikamente vorgegangen und die Ergebnisse sind dennoch fast immer besser als bei uns. Gut beschrieben wird der Vorgang der Relaktation in dem Buch „Stillen eines Adoptivkindes und Relaktation" von Elizabeth Hormann (ISBN 3 932022 02 5), das im Buchhandel oder bei La Leche Liga Deutschland und bei jeder LLL Stillberaterin (auch bei uns) erhältlich ist. Allerdings verlangt eine Relaktation sehr viel Durchhaltevermögen und möglichst die Unterstützung einer darin erfahrenen Stillberaterin. Eine wesentliche Rolle spielt auch das Kind, das die Brust (wieder) annehmen muss. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus mit der Sie dann in aller Ruhe besprechen können, wie Sie vorgehen können, um die Milchmenge zu steigern und Ihr Kind an die Brust zu führen. LLLiebe Grüße Biggi Welter
lovelymouse
Vielen Dank für die schnelle Antwort :) Ich habe eine Handmilchpumpe von Avent, würde die genügen? Ich wohne in 25436 Heidgraben, das ist in der Nähe von Hamburg. Liebe Grüße Doreen & Chiara
Liebe Doreen, leider finde ich keine Kollegin in Ihrer Nähe, am besten sehen Sie selbst einmal nach, wer günstig für Sie liegt. Adressen von Stillberaterinnen finden Sie im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße Biggi
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