Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Wie soll ich einen Langzeitstiller abstillen?

Frage: Wie soll ich einen Langzeitstiller abstillen?

Mitglied inaktiv

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Liebe Biggi und liebe Kristina, ich bin eine Mutter, die an einem Punkt angekommen ist, dass ich sage, ich kann einfach nicht mehr. Ich bin total übermüdet, bin total am Ende. Seit der Schwangerschaft meines ersten Sohnes vor 6 Jahren also, habe ich nicht mehr richtig geschlafen. Meinen zweiten Sohn, er ist jetzt 2 1/2 Jahre alt, stille ich immer noch, wann er möchte. Und er ist ein Kind, der am liebsten fast immer möchte. Und wenn er nur die Hand an meine Brust legen will. Und glaubt mir, er hat einen starken Willen. Zur Zeit ist jede Nacht Dauernuckeln angesagt oder Dauertrinken, ich weiß es gar nicht so genau, aber mit Schlafen hat das wirklich nichts mehr zu tun. Sein Bettchen ist direkt neben meinem, so dass ich zwar nicht aufstehen muss, aber ich verdrehe mich so sehr beim Stillen, da er ja jede Brust haben will, dass mein Rücken inzwischen auch streikt. Ansonsten muss er wie schon gesagt, seine Hand immer bei mir anlegen, sobald ich mich wegdrehe, protestiert er. Also bleibt mir keine andereWahl, außer unbequem ein bißchen zu schlafen, da mein Sohn so wenigstens für ein zwei Stunden am Stück schläft. Nun muss ich sagen, zur Zeit bekommt er noch die letzten vier Backen Zähne, aber trotzdem geht das doch so nicht mehr weiter, oder? Wie soll ich ihn abstillen? Ok, ich werde mit ihm drüber reden, tagsüber werde ich ihn auch ablenken können, damit er nicht mehr trinkt, aber wie mache ich das Nachts? Er wird bestimmt immer wieder versuchen, an meine Brust zu kommen. Aufstehen und mit ihm rumlaufen? oder immer und immer wieder die Hände von ihm von meiner Brust nehmen? Oder die Brust so gut einpacken, dass er gar nicht mein Schlafanzugoberteil hochziehen kann? Glaubt mir, er wird bestimmt richtig hartnäckig sein und weinen. Bitte gebt mir einen Tipp, ich bin echt am Ende, auf der anderen Seite hätte ich natürlich schon gern gehabt, bis er von alleine abstillt, aber inzwischen ist das echt hart, was da nachts momentan abläuft. Liebe grüße und schon mal Danke Euch, Kim


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LIebe Kim, das Zauberwort für euch heißt: Klare Ansagen, konsequente Durchführung. Wenn du dein Sohn wärst, mit seinen Vorlieben, würdest du freiwillig aufgeben? Vermutlich eher nicht... also ist es ganz verständlich, dass er Rabatz macht, wenn du ihn nicht stillen möchtest. Aber, so unglaublich es klingt: Wenn du wirklich felsenfest bleibst, hat er es in 2-3 Tagen/Nächten selbst akzeptiert, und in einer Woche wird er gar nicht mehr wissen, dass er heute noch ständig an dir hängt. Du stellst die Weichen für eure Zukunft: Wer von euch ist der, der die Richtung angibt. Wer entscheidet, was ok ist und was nicht. Gibst du ihm jetzt, weil er so hartnäckig ist, ständig nach, dann verlierst du deine Autorität, die dir von Natur aus zusteht - denn du bist die Mutter. Hab keine Angst davor, stark zu sein. Das ist nichts schlimmes, das schadet den Kindern nicht. Sei klar und fest in deinen Entscheidungen, und zugleich voll liebevollem Verständnis für deinen Ärger. Am einfachsten ist es, wenn du zunächst bestimmte "stillfreie Zeiten" einführst, z.B. dass er nur zur vollen Stunde stillen darf. "Ja, es ist sicher schlimm für dich, dass du jetzt nicht an die Brust darfst, aber Busi geht erst wieder, wenn der große Zeiger ganz oben steht". So oder ähnlich kann das aussehen... Und diese Zeiten dehnst du immer weiter aus (musst dir eben Zeichen überlegen, die für euch gut funktionieren können). Ebenso gehst du vor, wenn du zunächst eine gewisse stillfreie Zeit in der Nacht einführst: Erkläre deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Wenn sich dein Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von dir aus deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du ihr während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Nur wenn sich dein Kind über mehrere Tage hinweg gegen diese stillfreie Zeit sperrt, oder gar tagsüber extrem anhänglich bzw. weinerlich wird, oder gar eine Hautreaktion zeigt, dann weißt du, dass es noch zu früh ist und du vielleicht einfach noch ein paar Wochen warten und durchhalten solltest. Dieser Vorschlag stammt von Elizabeth Pantley, Autorin des Buchs "Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte", das ich wärmstens empfehlen kann. Pantley hat ein Programm entwickelt, mit dem man älteren Babys, auch Stillkinder, dabei helfen kann, auch ohne Brust oder ständiges Stillen die Nacht zu schaffen. Auch wenn man nicht alle ihre Schritte anwendet haben viele Mütter doch gute Erfahrungen mit diesem Buch gemacht. Ich hoffe, die Antwort hilft dir weiter. Lieben Gruß, Kristina


Mitglied inaktiv

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Hallo also ich versteh dich voll!!! als ich deinen Text gelesen habe dachte ich,das gibts doch gar nicht du hast mir von der seele geschrieben. Mir gehts nämlich exakt genau so wie dir. Meine Tochter wird im März 2 jahre aber ich Still Sie auch noch nach bedarv und das ist sehr häufig am Tag und so wie du hab ich auch Ihr Bettchen neben meinem stehn das sie alleine kommen kann zum Dauernuckeln und zum Brustkrabschen. Habe auch schon mehrmals versucht abzustillen in dem ich Sie ablenke wenn Sie die Brust wollte aber ich wurde immer wieder schwach,da meine kleine sehr zornig und dickköpfig ist!!! Mein Problem ist aber auch noch das Sie nicht wirklich am Tisch mitißt und die Brust zum beruhigen,bei streß,müdigkeit,langeweile und zum einschlafen brauch da Sie kein Schnuller oder Schnuffeltuch nimmt. Sorry ich kann Dir leider keinen Tipp geben aber würde mich freuen wenn wir in Kontakt bleiben können,dann könntest du mir vielleicht Helfen wenn du es schaffst!!!grins Liebe Grüße DiLeyNa


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