Frage im Expertenforum Stillberatung an Kristina Wrede:

Wie gewöhne ich nachts die Brust ab?

Frage: Wie gewöhne ich nachts die Brust ab?

Mitglied inaktiv

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Liebe Biggi Jetzt reicht es !!! Ich kann nicht mehr und möchte auch nicht mehr. Seit Wocheb,kommt meine neun Monate alte Tochter 2 mal in der Nacht und möchte unbedingt die Brust. Hat mich nie gestört,aber seit einer Wo beobachte ich,dass sie gar nicht wirklich trinkt,sondern nur nuckelt. Und das möchte ich ihr nicht angewöhnen. Die letzten Nächte,hab ich alles probiert. Ich habe ihr Wasser angebotrn,sie an mich gedrückt,rum getragen etc. Nichts half,sie schreit dann und saugt an meinem Gesicht ubd saugt meinen Hals entlang,bis sie zum Ziel kommt. Andererseits musste ich auch drüber lachen,wie verbittert sie um ihr Ziel kämpft. Sie WILL meine Brust und nuckelt dran rum. Jetzt hab ich beschlossen,abzustillen. Nur weiß ich gar nicht,wie das funktionieren soll??! Wie mache ich das bloß ???? Hast du ein.paar Tipps,bitte ??? Oder bin ich gemein und sollte sie nachts beliebig lange nuckeln lassen. Sie kommt das erste mal gegen 1 und ist dann so bis 2/2:30 wach und möchte in der Zeit bis zu viermal an die Brust sonst ist riesen Gebrüll. Bin am Ende. LG


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Liebe Engelchen224, du vermutest schon richtig, dass es überhaupt nicht ungewöhnlich ist, dass ein 9 Monate altes Kind nachts an der Brust NUCKELN möchte. Das Nuckeln selbst hat auch seinen Sinn, denn es wirkt bei der neurologischen Reife eines Menschenkindes mit. Und weil Kinder das wissen, fordern sie es auch so vehement ein. Wenn das für dich aber ein NO-GO ist, dann ist es dein gutes Recht, zumindest eine Weile lang die Brust zu verweigern. Deine Kleine braucht nun einen Brustersatz, und den wird sie - das ist auch normal - zunächst einmal ablehnen. Wer will schon Plastik, wenn es auch das wunderbar weiche und kuschelig duftende Original gäbe!! Ganz ohne Widerspruch wird es nicht gehen, das hast du ja bereits gemerkt. Wenn du sie also nicht mit in dein Bett nehmen magst, wo sie selbst nach Bedarf an- und abdocken könnte, dann empfehle ich dir die Einführung der Stillfreien Zeit nach dem Pantley-Modell - auch wenn deine Tochter mit 9 Monaten im Grunde noch viel zu jung dafür ist. Erkläre deinem Kind schon bei Tag, was sich in der Nacht ändern wird, und versuche, Signale zu definieren, die es wieder erkennen kann (z.B. "erst wenn der Radiowecker angeht, dann darfst Du trinken") und die sich eventuell anpassen lassen (den Radiowecker kann man etwa jeden 2. Tag eine viertel Stunde nach hinten programmieren, so dass die Pause immer länger wird). So wird die Nacht allmählich stillfrei. Auch junge Kinder lernen, das zu verstehen, wenn die Signale der Mutter ganz klar sind! Wenn sich dein Kind dann in der Nacht beschwert, dass es nicht trinken darf (und das kann es natürlich nur durch weinen oder schreien), dann tröste es und sprich liebevoll-beruhigend mit ihm, und gestehe es ihm auch wirklich zu, sauer zu sein, aber bleib konsequent beim "Nein", bis der vereinbarte Zeitpunkt (z.B. der Radiowecker geht an) für das Stillen gekommen ist. Dann jedoch solltest Du auch von dir aus deinem Kind die Brust anbieten - so lernt es, dass es sich auf dein Wort verlassen kann. Natürlich kannst Du ihm während der Nacht einen Schluck Wasser oder auch einen Schnuller anbieten, doch sei nicht allzu überrascht, wenn das anfangs mit Wut abgewiesen wird. Ehrlicherweise muss ich dazu sagen, dass die ersten Nächte zwangsläufig sehr unruhig sein werden. Doch in der Regel akzeptieren Kinder relativ schnell die neuen "Spielregeln", und je älter sie sind, desto einfacher. Einen "Knacks" beim Kind brauchst du nicht befürchten, wenn du ihm wirklich beistehst und ihn nicht "strafst" für seine natürliche Reaktion auf diese Veränderung. Wichtig ist, dass dein Kind weiterhin deine Liebe und Zuneigung spürt und Du nicht gleich die Geduld verlierst, wenn es nicht so schnell klappt. Nur wenn sich dein Kind über mehrere Tage hinweg gegen diese stillfreie Zeit sperrt, oder gar tagsüber extrem anhänglich bzw. weinerlich wird, oder gar eine Hautreaktion zeigt, dann weißt du, dass es noch zu früh ist und du vielleicht einfach noch ein paar Wochen warten und durchhalten solltest. Dieser Vorschlag stammt von Elizabeth Pantley, Autorin des Buchs "Schlafen statt Schreien: Das liebevolle Einschlafbuch: Das 10-Schritte-Progamm für ruhige Nächte", das ich wärmstens empfehlen kann. Pantley hat ein Programm entwickelt, mit dem man älteren Babys, auch Stillkinder, dabei helfen kann, auch ohne Brust oder ständiges Stillen die Nacht zu schaffen. Auch wenn man nicht alle ihre Schritte anwendet haben viele Mütter doch gute Erfahrungen mit diesem Buch gemacht. Wie gesagt, wirklich Erfolgversprechend ist es jedoch erst bei deutlich älteren Kindern, weil die Kleinen die mütterliche Nähe nachts einfach BRAUCHEN. Lieben Gruß, Kristina


Mitglied inaktiv

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Liebe Kristina Vielen lieben Dank,für die Zeit,die du dir beim Antworten genommen hast. Das ist sehr nett! Ich habe es seitdem.so gehandhabt,dass sie,wenn sie gegen1 das erste mal.kommt - mit in unserem Bett liegt. Dann geht es los : sie ist fast zwei Std wach und dockt bestimmt 20 mal an und ab :-( Bin so gerädert. Möchte es ihr aber ermöglichen...ich würde nur gerne wissen,ob sie dieses Verhalten von selbst wieder einstellt ???! Oder braucht sie dabei meine Hilfe ??! Würde soooo gerne wissen,wie lange sie sich so verhält.... Aber es ist ja in.Ordnung,wenn ich sie nuckeln lasse. Das hab ich doch richtig verstanden??! Liebe Grüße und nochmsl vielen Dank für deine ausführliche Antwort !


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Liebe Engelchen224, ja, richtig: Es ist an sich ok, wenn sie "nur" nuckelt. Ob und wann sie ihr Verhalten ändert kann ich dir nicht sagen, und auch nicht, ob sie dabei Unterstützung braucht. Es wird wirklich darauf ankommen, dass ihr es ausprobiert. Hast Du es schon einmal mit dem Kinn-Trick" probiert? Der ist oft sehr hilfreich bei Babys, die die Brust fast ein wenig aus Gewohnheit im Mund haben wollen beim Schlafen. Dabei legst du, wenn du die Brust dem schlafenden Kind aus dem Mund gezogen hast, einen Finger längs unter die Unterlippe, so dass die Lippe beim "Suchen" einen gewissen Widerstand spürt. Dieser Widerstand wirkt beruhigend auf viele Kleinen, und sie schaffen es sich zu entspannen und eine tiefere Schlaf-Ebene zu erreichen... Das geht auch, wenn das Kind im Schlaf oder Halbschlaf wieder zu "suchen" beginnt: Man drückt ganz sanft sein Kinn nach oben. Bei vielen Babys wirkt das Wunder und sie schlafen plötzlich auch ohne Brust weiter/wieder ein. Manche Mütter berichten, dass es sogar geholfen hat, wenn sie ein kleines Kuscheltier ans Kinn des Kindes gelegt haben... Da ist es natürlich wichtig darauf zu achten, dass die Atemwege nicht blockiert werden :-). Die unruhigen Nächte sind furchtbar anstrengend, daran kann ich mich auch noch gut erinnern. Trotzdem: Sie sind normal und werden garantiert irgendwann vorbei sein. Wann, kann ich leider nicht sagen. Aber sie gehen wirklich vorbei! Bis dahin kannst du probieren, dir den Alltag so einfach wie möglich zu machen, so dass auch du tagsüber mal ein kurzes Nickerchen machen kannst. Lieben Gruß, Kristina


Mitglied inaktiv

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Liebe Kristina Auch diesmal wieder VIELEN LIEBEN DANK,für deine Hilfe und den Tipp mit dem " Kinn - Trick". Werde ich diese Nacht mal ausprobieren. Bin sehr gespannt ;-) LG


Mitglied inaktiv

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Liebe Kristina,guten Morgen Ich wollte ja deinen Kinn -.Tipp ausprobieren. Leider ist meine Tochter aber dann stets so wach,dass sie sich wehrt und meckert,wenn ich ihr Kinn sanft hochdrücken möchte :-( Also im Halbschlaf ist sie nicht,wenn sie nuckeln möchte...weißt du einen weiteren Rat? Danke


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