Liebe Frau Welter, ich hoffe meine Frage ist in diesem Forum richtig... mein Baby ist 5 1/2 Monate alt, ich stille voll und wir starten gerade die ersten Breiversuchen (3-4 Löffelchen pro Tag). Schmecken tut es ihr, sie ist brav, allerdings hatte sie nun kürzlich so viel Verstopfung, sodass wir einen Einlauf machen mussten. Ich denke es ist normal, dass sich der Darm erst umstellen muss. Allerdings traue ich mich derweil nicht mehr Brei zufüttern bis sich der Darm umgestellt hat. Allerdings möchte ich schon dringend teilweise abstillen, da ich mein Baby beim Stillen tragen muss, damit es ordentlich trinkt und dies ist mittlerweile eine enorme Belastung für meinen Rücken. Ich möchte daher teilweise abstillen und der Kleinen in der Früh und am Abend vor dem Schlafen gehen ein Fläschen machen, statt dem Stillen. Das habe ich auch schon probiert, es klappt noch weniger gut (sie akzeptiert die Flasche nicht ganz, aber ich denk, auch das ist Gewöhnungssache?). Von dem Milchpulver bekam sie jedoch auch wieder ziemliche Verstopfung.... Meine Fragen sind daher: 1) Ist es überhaupt "gescheit" zusätzlich zum Beikoststart auch auf teilweise Fläschchen umzustellen? Oder wäre es ratsamer mit dem Stillen noch etwas durchzuhalten, bis sie morgens und abends eine große Protion Brei essen kann? Wie lange würde das noch dauern bis sich der Darm umgestellt hat? 2) Falls das mit dem Fläschen wie beschrieben ok ist: wäre es sinnvoll die Milchpulvermarke zu ändern wegen der Verstopfung oder gewöhnt sich das Baby an das Pulver? 3) wenn ich so vorgehe wie beschrieben, habe ich dann noch genug Milch für das Stillen untertags und in der Nacht? Das würde ich vorerst noch beibehalten wollen, bin jedoch nicht sicher ob das so klappt? Herzlichen Dank für Ihre Rückmeldung - ich habe mich zum Stillen & Beikoststart zwar eingelesen jedoch überfordert mich diese Thema gerade und ich bin um jeden Tipp zur Beantwortung meiner Fragen dankbar. Herzliche Grüße Verena Traunmüller
Liebe Verena Traunmüller, im Moment wäre es wahrscheinlich tatsächlich sinnvoller, noch eine Weile zu stillen, da Muttermilch abführend wirkt. Wie lange es dauert, bis sich der Darm umgestellt hat, kann ich nicht sagen. Wenn ein Kind allerdings längerfristig Probleme mit festen Stuhlgang oder gar Verstopfung hat sollte auf der einen Seite darauf geachtet werden, dass es genügend Flüssigkeit zu sich nimmt (eventuell sogar häufiger stillen) und auf der anderen Seite sollte die Beikost so gewählt werden, dass sie eher stuhlauflockernd als stopfend wirkt. Gerade die bei uns so beliebten Karotten für Babys führen nicht selten zu Verstopfung (beim Obst gilt dies für Banane), andere Gemüse wie Zucchini, Kürbis, Pastinake, Brokkoli und auch Obstsorten wie Birne werden oft besser vertragen und tragen zu weicherem Stuhlgang bei. Ein Wechsel der Gemüse und Obstarten kann deshalb sehr sinnvoll sein. Außerdem sollte unbedingt auf eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme geachtet werden. Besprechen Sie mit dem Kinderarzt, welche Marke er empfiehlt, manchmal hilft ein Wechsel tatsächlich. Es passiert leider manchmal, dass Babys sich recht schnell zur Flasche hin abstillen, wenn sie diese regelmäßig bekommen, das müssen Sie einfach abwarten. Vielleicht wäre es sinnvoll, eine alternative Fütterungsmethode zu wählen, z.B. die Becherfütterung. Ihr Baby wird ein paar Anläufe brauchen (und Sie auch) bis es den Dreh raus hat, wie es die Milch aus dem Becherchen bekommt. Vielleicht hilft dieses Video: http://www.youtube.com/watch?v=OAQcvHkFbdc Alles Gute! Biggi
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