tdhille
Hallo, kann es sein dass die Milch irgendwann aufeinmal weniger wird? Bzw. wie kann ich feststellen ob ich noch genug Milch produziere? Hab das Gefühl dass mein Kleiner ab spät Nachmittag nicht mehr genug bekommt! Hab grad und auch die letzten 2 Tage mal nach 4 Stunden versucht was abzupumpen und da kamen wenn ich großzügig bin grad mal 10 ml raus. Ich weiß dass die Menge mit Milchpumpe weniger ist, als das was mein Sohn da raus bekommt. Aber 10 ml oder eigentlich auch nichts ist ja mal gar nichts oder? Lg Tanja
Liebe Tanja, es gibt Frauen, die Zwillinge stillen und nicht einen Tropfen abpumpen können ;-). Ob Ihr Kind ausreichend Milch bekommt, können Sie bei einem vollgestillten Baby an den folgenden Anzeichen erkennen: • mindestens fünf bis sechs nasse Wegwerfwindeln hat (um zu sehen wie nass „nass" ist, können Sie sechs Esslöffel Wasser auf eine trockene Windel geben). Diese Regel gilt aber nur für voll gestillte Kinder, das heißt das Baby bekommt nichts außer Muttermilch (kein Wasser, Tee, Saft usw.). • in den ersten sechs Wochen täglich mindestens zwei bis vier Stuhlentleerungen (später sind seltenere Darmentleerungen normal) • eine durchschnittliche wöchentliche Gewichtszunahme von mindestens 110 g pro Woche ausgehend vom niedrigsten Gewicht (mit zunehmendem Alter verringert sich die durchschnittliche Gewichtszunahme), • eine gute Hautfarbe und eine feste Haut, • Wachstum in die Länge und Zunahme des Kopfumfangs • ein aufmerksames und lebhaftes Verhalten des Babys in den Wachphasen. Solange diese Kriterien erfüllt sind, dürfte alles in Ordnung sein. Das Nervensystem eines Babys ist ständigen Reizen ausgesetzt und während des Tages sind das viel mehr Reize als in der Nacht. So ist es nicht erstaunlich, dass sich bis zum späten Nachmittag oder frühen Abend einiges aufgestaut hat und das Kind dann „über" reizt ist und sich wieder abreagieren und beruhigen muss. Dazu kommt, dass auch die Mutter nach einem langen Tag ebenfalls mehr oder weniger stark belastet und gestresst ist und sich die Gefühle und Stimmung der Mutter auf das Kind übertragen. Ein weiterer Punkt ist der Prolaktinspiegel der Mutter. Damit Milch gebildet wird, braucht die Frau (vor allem in den ersten Wochen der Stillzeit) eine gewisse Prolaktionausschüttung, die durch das Saugen des Kindes angeregt wird. Das „Marathonstillen" am Abend sorgt dafür, dass die Prolaktinausschüttung angeregt wird und dem Kind dann im weiteren Verlauf genügend Milch zur Verfügung steht. Ich hoffe, das jetzt verständlich erklärt zu haben. LLLiebe Grüße Biggi
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