Mitglied inaktiv
Hallo ich habe einen kleinen Sohn,er ist im Januar 1 Jahr alt geworden...und ich stille ihn noch...manche Tage war ich so erschöpft das ich mir fest vornahm abzustillen aber oft bin ich dann eingeknickt weil er so schlimm geschrien und geweint hat...jetzt im Moment geht es mir garnicht gut wegen der ganzen Sache...der kleine ist ja völlig durcheinander ,er weiß garnicht mehr voran er ist... mein Freund ist auch schon genervt weil er meint das ich eine strikte Linie fahren muss....was soll ich denn bloß machen??!!im Moment ist es so das ich ihm tagsüber nicht die Brust gebe,abends vorm schlafen stille ich dann und dann gehe ich aus drm Zimmer und er schläft bei meinem Mann ein...das klappt auch einigermaßen...wenn ich dann später dazukomme wacht er relativ rasch auf und dann stille ich ihn und nachts dann auch....ich fühl mich echt schlecht weil es alles so ein durcheinander ist...versteht der kleine denn den Unterschied zwischen Tag,Abend und Nacht?und wenn ich die Pläne immer wieder umwerfe bekommt er doch einen knacks,oder? Für einen Rat wäre ich ihnen sehr dankbar. Viele liebe Grüße claudiya
Liebe claudiya, deinem Kind ist das Stillen noch sehr wichtig und bedeutet iel mehr als nut Nahrung. Viele werden jetzt sagen, dass Du dein Kind verwöhnst, aber das stimmt nicht. Um Menschen bewusst zu manipulieren, muss ein gewisses logisches Denkvermögen und auch bereits eine vorausschauende Denkweise vorhanden sein. Über beides verfügt ein Baby oder Kleinkind noch nicht, denn es kennt noch keinen Zeitbegriff und es hat auch noch keine zielgerichteten Gedankenfolgen wie sie erforderlich sind, um den Eltern "auf der Nase herumzutanzen". Es ist deshalb auch nicht möglich ein Baby zu "verwöhnen" im Sinne von "verziehen". Ohnehin ist verwöhnen ja nichts Negatives. Freuen wir uns nicht alle darüber, wenn uns jemand verwöhnt will heißen etwas Gutes tut. Verwöhnen ist nichts anderes als jemandem etwas Gutes tun, dafür zu sorgen, dass er sich wohl fühlt und das ist etwas Positives. Dein Baby spürt jetzt deinen Zwiespalt und da es sich nicht hinsetzen und sagen kann "Mama, ich spüre, dass Du dir nicht sicher bist, was jetzt das Richtige ist, deshalb werde ich dir jetzt bei deiner Entscheidungsfindung helfen" reagiert es auf deine Zweifel mit Unruhe, Weinen und Verunsicherung. Es hat keine anderen Ausdrucksmöglichkeiten als Weinen und (vermehrte) Anhänglichkeit. Babys sind für "geordnete Verhältnisse", Unsicherheit und Zweifel bringen sie aus dem Gleichgewicht. Ob Du jetzt abstillst oder nicht, das kannst nur Du alleine entscheiden. Doch das Stillen ist nicht die Ursache für das Verhalten deines Kindes, es wird nicht besser schlafen, wenn Du nicht mehr stillst. Stillen bedeutet nicht automatisch eine größere Abhängigkeit und ganz sicher wird dein Kind auch wenn es nicht mehr gestillt wird emotional von dir abhängig sein. Eltern sein bedeutet unabhängig vom Stillen, dass das Kind auf einen angewiesen ist und dass es eine Bindung zwischen Mutter/Eltern und Kind gibt. Abstillen wird dich nicht aus der Abhängigkeit entlassen, die Elternschaft automatisch mit sich bringt. Ich glaube, dass es sehr gut wäre, wenn Du dich einmal mit einer Stillberaterin direkt unterhalten würdest. In einem echten Gespräch und nicht nur hier über das Medium Internet kannst Du deine Sorgen, Befürchtungen und Probleme sehr viel ausführlicher und besser besprechen. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). LLLiebe Grüße Biggi
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