Mitglied inaktiv
Meine Tochter Elena ist 1 jahr und sieben Monate alt und fordert die Brust anstatt weniger immer bewußter und fordernder! Nach Aussagen der Hebammen hören die Kinder ab einem Jahr von alleine auf. Darauf hoffte ich! Aber bei uns macht es nicht den Anschein. Kann ich darauf noch warten, bis sie von alleine aufhört?
? Liebe Springer, da hat die Hebamme sich wohl nicht so ganz richtig informiert oder verfügt über wenig Erfahrung mit älteren Stillkindern. Das durchschnittliche Abstillalter eines Kindes, das sich selbstbestimmt abstillt, liegt deutlich über zwei Jahren, meist zwischen zwei und vier Jahren. Ob Sie so lange warten können, kann ich allerdings nicht beurteilen. Falls nicht, werde ich Ihnen nun einige Methoden vorstellen, die sich beim Abstillen eines älteren Babys oder Kleinkindes bewährt haben: Eine Methode, die sich beim allmählichen Abstillen bewährt hat heißt „biete nicht an, lehne nicht ab". Das bedeutet, dass Sie Ihrem Kind die Brust nicht von sich aus anbieten, aber auch nicht ablehnen, wenn es danach verlangt. Viele Kinder wurden auf diese Weise abgestillt. Eine weitere Möglichkeit heißt Ablenkung. Durch Ablenkung abzustillen bedeutet, Ihre Gewohnheiten von Tag zu Tag erheblich zu verändern. Sie müssen die vertrauten Stillsituationen vermeiden und neue Betätigungsfelder schaffen. Für das eine Kind kann das bedeuten, dass Sie viel häufiger Ausflüge zu Orten unternehmen, die Ihrem Kind gefallen und wo es viele Menschen und viel Trubel gibt. Für ein anderes Kind bedeutet dies vielleicht, das Leben erheblich ruhiger zu gestalten, um Situationen, die es als bedrohlich empfindet, zu verringern. Es kann auch ablenkend wirken, wenn Sie Ihr übliches Verhalten in bestimmten Situationen verändern. Wenn Sie zum Beispiel sitzen bleiben anstatt sich hinzulegen, wenn Sie Ihr Kind zum einschlafen bringen. Andere Möglichkeiten sind Vorlesen, Singen oder vielleicht ein neues Spielzeug. Manchmal ist es sinnvoll, wenn der Vater das abendliche Zubettbringen übernimmt. Manchmal bringt es das Abstillen auch weiter, wenn Sie das Stillen immer dann, wenn Ihr Kind diesen Aufschub verkraften kann, für eine Weile verschieben. Das können Sie flexibler handhaben als den Vorsatz eine bestimmte Stillmahlzeit ausfallen zu lassen. Sie können auch versuchen die Stillzeiten zu verkürzen. Viele Mütter haben festgestellt, dass es wirksam und relativ wenig belastend ist, ein Kind so oft anzulegen, wie es möchte, aber es nicht so lange zu stillen. Sie können Ihr Kind eine kleine Weile anlegen und ihn dann ablenken oder ihm etwas zu essen anbieten. Womöglich wäre „punktuelles Abstillen" eine Lösung für Sie. Es ist eine Alternative zum vollständigen Abstillen. Damit meine ich, dass zu bestimmten Zeiten nicht mehr gestillt wird oder Sie versuchen Ihr Kind davon zu überzeugen, nach einer ausreichend langen Zeit an der Brust, etwas anderes zu tun. Außerdem möchte ich Ihnen das Buch „Wir stillen noch - über das Leben mit gestillten Kleinkindern" von Norma J. Bumgarner empfehlen. Das Buch ist im Buchhandel, bei der La Leche Liga und bei jeder LLL-Stillberaterin (auch bei uns) erhältlich. Zum Schluss noch etwas, was unter Umständen paradox klingt: einige Kinder stillen sich von alleine ab, sobald ihre Mutter die Abstillbemühungen aufgibt. Und denken Sie daran, Stillen ist viel mehr als nur Nahrungsaufnahme. LLLiebe Grüße Biggi Welter
Mitglied inaktiv
hi, ich glaube deine hebamme hat nicht recht. meiner erfahrung nach haben sich die kinder, die mit 1 jahr aufhören, sich zur flasche und zum schnuller hin abgestillt. ich glaube, die meisten stillen sich zwischen 2 und 4 jahren ab. mit ca. 19 monaten wurde es bei meiner tochter auch wieder sehr viel, da unser baby dazukam. da hat sie jede stillmahlzeit mitgetrunken. mittlerweile ist das passiert, was ich mir damals absolut nicht vorstellen konnte: sie ist fast weg von der brust. während sie vor 6 monaten nur an der brust einschlafen konnte, haben wir nach und nach alle stillmahlzeiten weglassen können. erst waren wir bei drei regelmäßigen: morgens, mittags, abends (immer im bett). und dann nach und nach eine weggelassen. ich hab ihr erklärt, daß ich das nicht mehr so gerne möcht, hab ihr ein ersatzgetränk angeboten und es hat geklappt. sie hat wohl manchmal geschimpft, aber ließ sich dann immer gut vertrösten. nun hat sie 3 tage gar nicht getrunken. heute mittag mal kurz, dann war gut. also nur mut, es klapt sicher bei euch auch! liebe grüße angelika
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