Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Schreit an der Brust

Frage: Schreit an der Brust

Mitglied inaktiv

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Hallo, ich stille mein 2. Kind. Er ist genau 5 Wochen alt, aber er schreit seit etwa 1-2 Wochen immer wieder an der Brus´t. Bis dahin war das nur gelegentlich, aber jetzt ist es ganz schlimm. Er zieht an der Brust schluckt und schluckt, es kracht richtig im Bauch und an den Mundwinkeln seh ich Milch und dann weint er herzzerreisend. Wenn ich ihn dann hochnehme spuckt er einen Schwall Milch, so dass Spucktuch richtig durchfeuchtet ist. Er nimmt dann die Brust wieder, aber weint daran vor sich hin, bewegt den Kopf hin und her und fuchtelt mit den Armen. Was ist das bloß? Zu wenig Milch kann es ja fast nicht sein, oder? Er nimmt sehr gut zu ( 3630g bei der Geburt und jetzt 5500g) hat auch genug nasse Windeln. Bitte dringend um Antwort- bin kurz vorm verzweifeln und weine schon immer mit. Danke manu


Biggi Welter

Biggi Welter

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? Liebe Manu, es könnte sein, dass Sie einen recht starken Milchspendereflex haben und das Kind damit ein Problem. Einem sehr starken Milchspendereflex kann entgegengewirkt werden. Nehmen Sie das Baby von der Brust sobald die Milch zu fließen beginnt (legen Sie sich eine Windel zum Auffangen der Milch hin und vergessen Sie nicht den Saugschluss zu lösen) und stillen Sie erst nach ein bis zwei Minuten weiter, wenn der Milchfluss etwas nachlässt. Eine weitere Möglichkeit ist das `Berg-auf-StillenA. Dazu halten Sie Ihr Baby so, dass sein Kopf, Nacken und Hals höher liegen als Ihre Brustwarze. Beim Stillen mit dem Rückengriff lehnen Sie sich dabei nach hinten, beim Wiegengriff stützen Sie Ihr Baby von unten mit zwei Kissen in Ihrem Schoß und lehnen sich, möglichst in einem bequemen Sessel sitzend, zurück. Weitere Möglichkeiten bei einem starken Milchspendereflex sind: - erhöhen Sie die Häufigkeit der Stillmahlzeiten. Dadurch verringert sich die Menge der gestauten Milch in den Milchseen und damit die Milchmenge, die während des Milchspendereflexes freigegeben wird. Wenn Sie die Abstände zwischen den Stillmahlzeiten vergrößern, verschlimmert sich das Problem noch weiter. - bieten Sie nur eine Brust pro Mahlzeit an. Dieser Vorschläge passt nicht zu dem, was üblicherweise gesagt wird. Aber das Ziel ist es die Brust weniger zu stimulieren. Wenn Ihr Baby quengelt und oft trinken möchte, kann es nötig sein, dass Sie ihm mehrere Male diesselbe Brust über einen Zeitraum von zwei bis drei Stunden anbieten, bevor Sie die Seite wechseln Wenn sich die zweite Brust zwischendrin zu voll anfühlt oder spannt, sollten Sie gerade soviel Milch ausstreichen, dass Sie sich wohlfühlen, um die Milchproduktion nicht zu sehr anzuregen.- stillen Sie Ihr Baby wenn es gerade wach geworden ist. Es wird dann eventuell nicht so stark saugen, wie wenn es richtig wach und hungrig ist. Wenn das Baby weniger intensiv saugt, ist häufig auch der Milchspendereflex weniger stark. - versuchen Sie verschiedene Stillpositionen (auch das Berg-auf-Stillen, dazu halten Sie Ihr Baby so, dass sein Kopf, Nacken und Hals höher liegen als Ihre Brustwarze. Beim Stillen im Rückengriff lehnen Sie sich dabei nach hinten, beim Wiegengriff stützen Sie Ihr Baby von unten mit zwei Kissen in ihrem Schoß und lehnen sich, möglichst in einem bequemen Sessel sitzend, zurück. Eventuell kann Ihr Baby auch schon an ihrer Brust trinken während es auf Ihrem Bauch liegt. So könnten Sie im Liegen stillen und das Baby anschließend auf Ihrem Bauch einschlafen lassen.) - lassen Sie das Baby oft aufstoßen. - vermeiden sie den Gebrauch von künstlichen Saugern und Schnuller. Mit dem Schnuller lässt sich ein Baby vielleicht hinhalten, aber es bleibt hungrig. Die Milch wird dann um so mehr mit Macht herausschießen, vor allem je mehr das ausgehungerte Baby kräftig saugen wird. Außerdem ist es sinnvoll, dass sich eine Kollegin vor Ort anschaut, wie Ihr Kind sich an der Brust verhält. Ich suche Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus, wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleithahl angeben. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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meine Postleitzahl ist 84539 Ampfing Danke Hab das gefühl er schreit vermehrt an einer Brust.


Biggi Welter

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? Liebe Manu, die nächstgelegene LLL-Stillberaterin dürfte Frau Viktoria Zittenzieher Tel.: 08631-379749 sein. LLLiebe Grüße Biggi Welter


Mitglied inaktiv

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Danke- kostet die Beratung was?


Biggi Welter

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? Liebe Manu, Da LLL-Stillberaterinnen ohnehin ehrenamtlich arbeiten, ist das dann auch keine Frage der Kostenübernahme. Ob die Kosten für eine Still- und Laktationsberaterin IBCLC übernommen werden, muss bei der Krankenkasse erfragt werden. La Leche Liga trägt sich aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und dem Erlös aus dem Verkauf von Infomaterial. Für die Mütter fallen also keine Kosten an. Zu den Aufgaben einer LLL-Stillberaterin gehört neben der Telefonberatung das Anbieten der monatlichen Stilltreffen. Gerade in den Zeiten, in denen wir Familien alle mit immer weniger Geld klar kommen müssen, wird es für viele von uns zunehmend schwieriger, sich das `HobbyA LLL-Stillberaterin zu sein und auch Hausbesuche zu machen, noch leisten zu können. Wir freuen uns deshalb über jede Spende und bei einem eventuellen Hausbesuch über eine Benzinkostenbeteiligung. Allerdings gehören Hausbesuche nicht zu den Verpflichtungen einer LLL-Stillberaterin. Manche von uns machen Hausbesuche, wenn sie es mit der Versorgung ihrer eigenen Kinder und ihren sonstigen Verpflichtungen in Einklang bringen können. Nicht alle LLL-Stillberaterinnen sind in der Lage Hausbesuche zu machen und es wäre auch etwas viel verlangt, dass eine Frau, die ehrenamtlich arbeitet, verpflichtet würde, Hausbesuche zu machen, denn diese sind nicht nur eine zeitliche Belastung, sondern verursachen ja auch Kosten (Fahrtkosten, Babysitter für die eigenen Kinder usw.). Die meisten von uns, treffen sich auch außerhalb der Gruppentreffen in dringenden Fällen mit einer Frau, wenn die Frau zu uns kommt. LLLiebe Grüße Biggi Welter


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