Igele
Meine Tochter ist jetzt 2 Jahre und lässt sich einfach nicht abstillen. Ich habe es öfters probiert. Meine Hebamme hat uns geraten, dass mein Mann sie ins Bett bringt und ich mich ein paar Abende fern halte. Nach 3 Stunden Dauerschreien war meine Tochter und mein Mann total fertig und ich habe sie in den Schlaf gestillt wie immer. Sie schläft im Familienbett und ist bis vor kurzem bis zu 5x in der Nacht aufgewacht und wollte gestillt werden/ nuckeln. Flasche oder Nucki werden verweigert. Ich habe 3 Wochen gebraucht um sie daran zu gewöhnen von 0 Uhr - 6 Uhr nicht mehr gestillt zu werden. Jetzt möchte ich aber ganz abstillen, habe mittlerweile eine richtige Abwehrhaltung dagegen weil ich es nicht mehr möchte. Besonders schlimm ist das einschlafen. Sie schläft ausschließlich an der Brust ein, braucht aber immer eine dreiviertel Stunde - eineinhalb Stunden! mit dauernuckeln an der Brust bis ich wund und dementsprechend genervt und auch aggressiv bin. Sie hängt extrem an mir, lässt sich kaum von mir trennen und von keinem anderen trösten, nicht Mal vom Vater. Ihr Bruder hat Asperger und sie zeigt auch schon dahingehend Anzeichen. Bin ziemlich fertig, möchte wirklich nicht mehr stillen, möchte ihr aber auch kein Trauma zufügen indem ich sofort abstille. Was kann ich tun, insbesondere beim Einschlafen?
Liebe Igele, wenn du dich nicht mehr wohl fühlst, dann ist es dein gutes Recht abzustillen. Stillen ist eine ZWEIERbeziehung und du musst dich nicht zwingen. Sicherlich ist es für dein Baby ein liebgewonnenes Ritual und es wird die Brust schmerzlich vermissen, aber wenn es dich nur noch nervt, dann spürt dein Baby das auch. Dein Baby spürt jetzt deinen Zwiespalt und da es sich nicht hinsetzen und sagen kann „Mama, ich spüre, dass du dir nicht sicher bist, was jetzt das Richtige ist, deshalb werde ich dir jetzt bei deiner Entscheidungsfindung helfen" reagiert es auf deine Zweifel mit Unruhe, Weinen und Verunsicherung. Es hat keine anderen Ausdrucksmöglichkeiten als Weinen und (vermehrte) Anhänglichkeit. Babys sind für „geordnete Verhältnisse", Unsicherheit und Zweifel bringen sie aus dem Gleichgewicht. Wichtig ist nun, dass ihr zum einen wirklich miteinander redet und du deinem Kind klar erklärst und sagst, was du willst und was du nicht mehr willst. Zum anderen muss für dein Kind deutlich erkennbar sein, wo deine Grenzen gesetzt sind. Liebevolle Konsequenz ist das Zaubermittel in der Erziehung. Deine Kleine wird sicherlich noch eine Weile schreien, toben, treten oder dich schlagen wollen. Ist das schlimm? Nein, es ist völlig normal, denn es ist die einzige Art, wie sie in diesem Alter ihren Frust ausdrücken kann. Wie kannst du damit umgehen? Lass es zu. Lass dich nicht verunsichern, denn es geht deinem Kind ja trotzdem gut, es bekommt kein Trauma fürs Leben, wird nicht an deiner Liebe zweifeln. Deine Tochter ist sauer, und das wird auch wieder vergehen. Bleibe bei ihr und sei du ruhig und klar, so dass sie sich an dir orientieren kann. Vielleicht wirst du sie ein wenig ablenken wollen (falls sie sich ablenken lässt), vielleicht bleibst du auch einfach nur in ihrer Nähe und versicherst ihr, dass alles ok ist, und dass ihr weiter stillen könnt (oder kuscheln), sobald sie sich etwas beruhigt hat. Wenn du konsequent bleibst, wird es klappen. Nur davon hängt es ab: Schaffst DU es... Ich würde mich freuen, wenn du mir in ein paar Tagen noch einmal schreibst, wie es Euch dann geht. Liebe Grüße, Biggi
Igele
Seit 8 Tagen bekommt sie beim Mittagsschlaf keine Brust mehr. Seit 8 Tagen tobt sie bis zu 1,5 Std! Schlafen tut sie nicht obwohl sie müde ist, die Nachmittage sind die Hölle da sie so übermüdet ist. Bin mit meiner Kraft am Ende. Jeden Mittag mache ich ihr klar das sie keine Brust bekommt, daraufhin schmeißt sie mir die " Ersatz Milchflasche" um die Ohren, Tritt und schlägt nach mir, bleibt nicht liegen, krabbelt ständig über mich drüber, strampelt und steigert sich so sehr in ihren Zorn dass sie sogar speien musste. Ich habe versucht ihr vorzulesen, Spieluhr, Vorsingen, streicheln, tragen, nichts tun, ihr alles erklären - nur Milch von mir gibt's nicht. Aber sie lässt nicht nach. Was jetzt??
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