Regenbogenfarben
Liebe Frau Welter, ich bin ein bisschen verunsichert. Mein Baby kam recht leicht in der 38. SSW mit 2.800 g zur Welt. Die Abnahme in den ersten Tagen war laut Klinikpersonal voll im Rahmen. Nun hat meine Maus am 5 Tag nach der Geburt ca. 20 g zugenommen, am 6. Tag jedoch wieder 10 g verloren (selbe Waage, gleiche Uhrzeit). Meine Hebamme meinte, die Kleine macht einen aufgeweckten und agilen Eindruck in den Wachphasen. Auch die Haut sehe gut aus. Aber: Wenn sie bis morgen nicht ordentlich zulege, müsse ich zufüttern. Das Stillen hat von Anfang an ganz gut funktioniert. Baby meldet sich oft nach einer Stunde, allerspätestens aber nach drei Stunden und trinkt dann relativ kurz aber (auch laut Hebamme) ziemlich effektiv. Wir hatten schon einige Stuhlgangwindeln (Muttermilchstuhl) und regelmäßig Pipiwindeln. Wenn sie nun noch nicht ausreichend zunimmt, ist dann ein Zufüttern mit abgepumpter Milch oder Pre wirklich schon notwendig, oder könnte man wegen des sonst guten Eindrucks doch noch ein paar Tage warten? Ich habe etwas Angst, dass unsere Stillbeziehung kaputt geht (Saugverwirrung oä). Mein erstes Kind konnte ich leider nicht stillen und ich war so froh, dass es diesmal so gut funktioniert. Was wäre Ihr Rat? Vielen lieben Dank im Voraus!
Liebe Regenbogenfarben, du solltest jetzt möglichst oft anlegen. Bist du zu Hause oder noch in der Klinik? Kann es sein, dass dein Baby vor dem Wiegen Stuhlgang hatte? Hast du eine Stillberaterin vor Ort? Ich würde da jetzt versuchen, möglichst schnell einen Termin zu bekommen, denn sie kann dir beim Stillen zusehen und so sehr viel gezielter nach der Ursache forschen kann und ein Saugproblem ausschließen. Adressen von Stillberaterinnen findest Du im Internet unter: http://wwwlalecheliga.de (Stillberaterinnen der La Leche Liga), http://www.afs-stillen.de (Stillberaterinnen der Arbeitsgemeinschaft freier Stillgruppen) oder http://www.bdl-stillen.de (Still- und Laktationsberaterinnen IBCLC). Lieben Gruß Biggi
Regenbogenfarben
Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort. Wir sind seit drei Tagen Zuhause. Sowohl das Personal im KH als auch meine Hebamme hier Zuhause sagte, dass die Kleine „richtig“ trinkt. Man hört sie auch Schlucken, sie wirkt danach zufrieden und hat eine „Milchschnute“. Ich werde dennoch hier vor Ort nochmal eine Beraterin kontaktieren. Vielen Dank für die Kontaktmöglichkeiten. Ich meine, vor dem letzten Wiegen lag die letzte Mahlzeit schon etwas länger zurück, als am Tag davor. Wann jeweils die letzte Stuhlgang-Windel war, weiß ich leider nicht mehr. Besteht auch die Möglichkeit, dass etwas mit meiner Milch nicht stimmt? Dass sie nicht nahrhaft genug ist oä?
Liebe Regenbogenfarben, da kann ich dich beruhigen! Du brauchst dir keine Gedanken um die Qualität deiner Milch zu machen. „Zu dünne Muttermilch“ ist ein Ammenmärchen. Obwohl sich Frauen in verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Kulturen sehr unterschiedlich ernähren gibt es so gut wie keine Unterschiede in der Zusammensetzung der Muttermilch. Es ist sehr schwierig bis unmöglich, die Milchzusammensetzung deutlich über die Ernährung zu beeinflussen. Dies mag ein Schachzug der Natur sein, um das Überleben des Babys zu sichern. Ernährt sich eine Mutter nicht gut, so geht dies zunächst nicht zu Lasten der Qualität der Muttermilch, sondern zu Lasten der Mutter. Erst wenn die Reserven der Mutter erschöpft sind (zum Beispiel bei schwer unterernährten Frauen in Hungergebieten), kommt es zu Veränderungen der Muttermilch, die jedoch weniger die Qualität als die Quantität betreffen. Auch Stress führt nicht zu einer Qualitätseinbuße der Milch. Hier gibt es nur zwei Ausnahmen, dass die Milch nicht alles enthält, was das Baby braucht: bei extremen Ernährungsformen ohne jegliche tierische Produkte (vegane Ernährung) kann der Gehalt an Vitamin B12 in der Muttermilch nicht ausreichen und bei einer sehr seltenen Stoffwechselkrankheit.Ich gehe jedoch davon aus, dass du weder kurz vor dem Hungertod stehst, noch dich streng vegan ernährst oder gar an Hyperlipoproteinämie leidest. Lieben Gruß Biggi
Regenbogenfarben
Vielen lieben Dank! Tatsächlich habe ich einen erhöhten Lipoprotein-a-Wert, weshalb ich in der Schwangerschaft auch Ass nehmen musste. Das aber nicht mit einer hyperlipoproteinämie gemeint, oder?
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