Mitglied inaktiv
Liebe Biggi, ich habe 2 Söhne. Der Zweite ist nun 7 Monate alt und ich möchte definitiv nicht mehr stillen. Ich bin nur noch krank und total übermüdet und ich möchte wieder unabhängiger werden. Der kleine Malte VERWEIGERT jedoch die Flasche seit 2 Monaten! Wir haben schon alles versucht (Papa und andere haben es versucht ihm die Flasche zu geben, wir haben ihn sogar einmal "hungern" lassen und immer wenn er etwas wollte die Flasche angeboten, er hat immer verweigert. Nach 9 Stunden!!!!haben wir aufgegeben und ihm etwas zu essen gegeben und anschl. wieder gestillt.)Wir haben die Mittagsmahlzeit durch Gemüse-Fleisch Brei bereits ersetzt und die Abendmahlzeit durch einen Milch-Getreide-Brei (angerührt mit Pre Milch). Beides ißt er mittlerweile prima. Ich werde nun auch bald den milchfreien Getreidebrei nachmittags einführen. Leider trinkt er auch kein Wasser, Saft oder Tee. Ich kann ihm ab und zu ein paar Löffelchen Wasser einflösen. Aber nicht über die Flasche. Ich habe auch schon viele verschiedene Saugerformen und Materialien ohne Erfolg ausprobiert.Er presst die Lippen zusammen und schlägt nach der Flasche sobald er sie sieht. WAS SOLL ICH TUN? Ich leide, ich möchte nicht mehr stillen. Ich möchte nur Tipps zum Abstillen bekommen und keine guten Ratschläge wie wichtig stillen ist. Ich habe meinen Teil dazu beigetragen und möchte wieder abends in meinen Chor und ins Kino gehen können. Und vor allen Dingen möchte ich nachts nicht mehr 5x aufstehen müssen, damit meine Brust als Einschlafsauger dient. Durch mein erstes Kind habe ich keine Chance mich tagsüber mal hinzulegen und mein Mann ist beruflich sehr eingespannt und tut schon was er kann um mich zu entlasten. Was kann ich tun, damit Malte die Flasche nimmt??????? Schabeltasse habe ich übrigens auch schon ohne Erfolg versucht.
Liebe Karin, da sich die Techniken des Trinkens an der Flasche und an der Brust deutlich unterscheiden und sich ein Flaschensauger ganz anders anfühlt als die Brust, lehnen viele Stillkinder die Flasche ab.Wenn die Mutter die Flasche geben will kommt noch dazu, dass es sich denkt "Was soll denn damit? Ich kann doch die Milch meiner Mutter riechen und fühle ihre Brust und bekomme so etwas Seltsames in den Mund gesteckt". In einigen Fällen hilft es daher, wenn jemand Anderes die Flaschenfütterung übernimmt. Ihr Kind will Sie nicht ärgern oder ist stur, es kann noch nicht aus der Flasche trinken und wenn man Sie so lange hungern lassen würde, wären Sie wohl auch nicht bereit, etwas Neues auszuprobieren. Es empfiehlt sich auch, nicht zu warten, bis das Baby sehr hungrig oder müde ist. Müde oder hungrige Babys sind nicht unbedingt daran interessiert etwas Neues auszuprobieren. Manche Babys wollen auch einfach nicht aus einer Flasche trinken. Bei diesen Kindern kann man dann versuchen, ob sie aus einer Trinklerntasse (Schnabeltasse) trinken. Viele Mütter berichten, dass ihre Babys die Trinklerntasse von Avent mit dem weichen Schnabelaufsatz gerne (oder zumindest lieber) annehmen. Unter Umständen kann man auch löffeln. Hier noch ein paar Tipps, wie das Baby die Flasche vielleicht besser annimmt: o die Flasche anbieten, ehe das Baby zu hungrig ist o das Baby beim Flaschegeben in ein Kleidungsstück der Mutter (Geruch) einwickeln o den Flaschensauger nicht in den Mund des Babys stecken, sondern die Lippen des Babys damit berühren, so wie die Mutter dies mit der Brustwarze tut o den Flaschensauger mit warmem Wasser auf Körpertemperatur bringen oder beim einem zahnenden Baby abkühlen, um die Zahnleisten zu beruhigen o verschiedene Saugerformen und Lochgrössen ausprobieren o verschiedene Haltungen beim Füttern einnehmen o versuchen das Baby im Halbschlaf zu füttern o geduldig bleiben und auch alternative Fütterungsmethoden in Betracht ziehen (z.B. Becher, Löffel) Die Becherfütterung ist mit der richtigen Technik keineswegs aufwändiger als die Flaschenfütterung und deshalb durchaus eine Alternative zur Flasche und gerade bei einem Kind ab sechs Monaten lässt sich der Becher gut einführen und die Flasche muss nicht mehr in jedem Fall unbedingt eingeführt werden. Wichtig ist, dass Sie wirklich geduldig bleiben. LLLiebe Grüße Biggi
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