Frage im Expertenforum Stillberatung an Biggi Welter:

Möchte die Brust nicht

Frage: Möchte die Brust nicht

Meliya

Beitrag melden

Hallo Frau Welter mein Sohn ist knapp 10 Wochen alt und wird zugefüttert weil ich zu wenig Milch habe. Wenn ich von Anfang an die richtige Begleitung und Unterstützung bezüglich des Stillens hätte, hätte es vielleicht sogar geklappt mit dem vollstillen. Der Gedanke belastet mich in letzter Zeit sehr. Auch wenn ich wenig Milch habe, stille ich den Kleinen vor jeder Flasche, damit er wenigstens ein paar Tropfen davon abbekommt und wir dieses Gefühl einfach auch erleben dürfen. Jetzt ist es seit 4 Tagen so, dass er gegen 0 Uhr seine letzte Flasche bekommt und bis ca. 5 Uhr durchschläft. Dann stille ich ihn und es scheint ihm zu reichen da er dann wieder schläft. Ab und zu dockt er wieder an, trinkt ein bisschen und schläft weiter. Heute hatte er zum Beispiel um 9:30 Uhr wieder getrunken, eine Stunde geschlafen, als er nochmal Hunger hatte wollte ich ihn anlegen, er hat mehrmals angedockt aber immer wieder geweint. Daraufhin habe ich seine Flasche zubereitet und er hat 90ml ausgetrunken. Wir haben das in letzter Zeit öfter, dass er, wenn er sehr hungrig ist oder sehr müde, die Brust nicht möchte. Kann ich das noch irgendwie retten? Ich möchte nicht, dass das so früh schon endet. Außerdem nehme ich seit 6 Tagen Bockshornklee Kapseln ein. Anfangs hatte ich jeden Morgen ganz pralle Brüste, seitdem trinkt und schläft der Kleine dann Morgens auch weiter. Aber heute Morgen waren sie nicht prall, ist das weil sich das einpendelt oder ist jetzt einfach nicht mehr wirklich Milch drin? Danke schonmal für Ihre Antwort Liebe Grüße


Biggi Welter

Biggi Welter

Beitrag melden

Liebe Meliya, ich glaube nicht, dass du zu wenig Milch hast (und wenn, lässt sich die Menge steigern), sondern dein Baby durch die Flasche saugverwirrt ist. Kannst Du auf Schnuller und Flasche verzichten und es einmal mit einer alternativen Fütterungsmethode probieren? Ein Baby, das mit der Flasche gefüttert wurde, hat einen sofort einsetzenden, gleichmäßigen Milchfluss kennengelernt. An der Brust reagiert es dann frustriert, weil nicht der von ihm erwartete, sofortige und stetige Milchfluss einsetzt. Oft ist es dann eben genau so wie Du es beschreibst das Baby trinkt nur noch im Halbschlaf und verweigert die Brust ansonsten. Und eine weiche Brust heißt nicht, dass keine Milch da ist! Die meiste Milch wird WÄHREND dem Stillen oder Abpumpen gebildet, deshalb solltest Du viel anlegen oder pumpen. Hast Du denn Kontakt zu einer Kollegin vor Ort? Wie oft in 24 Stunden legst Du an? Wie oft pumpst Du ab? Ich freue mich auf deine Antwort, lieben Gruß Biggi


Meliya

Beitrag melden

Also 5 feste Mahlzeiten hat er aufjedenfall wo er angelegt wird. Zwischendurch lege ich ihn immer wieder bei fast jedem quengeln an, kann aber nicht sagen wie lange er dann an der Brust ist. Ich habe es mit dem Becher füttern versucht bzw. seine Flasche ohne Sauger versucht als Becher zu benutzen aber er hat total geschrien. Normale Becher habe ich garnicht da. Dann hatte ich es mit dem Löffel versucht aber auch das wollte er nicht. Da ist er aber auch sehr hungrig gewesen. Den Schnuller bekommt er eigentlich nur zum schlafen. Wobei er gestern Abend auch das nicht wollte sondern er wollte an der Brust schlafen. Ich war letzte Woche bei einer Stillberaterin im Krankenhaus, sie hat mich total verrückt gemacht und ich habe sogar daran gedacht das Stillen komplett sein zu lassen. Meine Milchmenge wurde durch das Abpumpen kontrolliert. 15ml aus beiden Brüsten insgesamt in 10 Minuten und sie war entsetzt. Sie sagte wir müssen eine Relaktation machen und es wäre sehr viel Arbeit und kann bis zu zwei Monate dauern bis ich vollstillen kann. Sie hat mich einfach total abgeschreckt, sagte ich wäre sehr spät dran und ich habe keine Hoffnung auf das vollstillen mehr. Aber ich würde ihn trotzdem gerne vor der Flasche ein bisschen stillen ohne dass er so schreit. Und abpumpen tue ich garnicht mehr weil mich die Milchmenge die da rauskam immer so gestresst hat weil das einfach so wenig war.


Meliya

Beitrag melden

Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion und nehme L Thyrox 125er ein. So wurde ich in der Schwangerschaft eingestellt und hatte eine Woche nach der Geburt den Wert kontrollieren lassen. Ich wusste natürlich nicht dass das zu früh ist aber der Arzt sagte der Wert wäre in Ordnung und ich soll weiterhin die 125er einnehmen. Die Stillberaterin bei der ich war sagte es gelten für stillende Mütter andere Werte und ich soll das mit dem Arzt abklären und je nachdem die Dosis einstellen..


Meliya

Beitrag melden

Wären Stillhütchen vielleicht die Lösung? Oder geht es darum dass es nicht so schnell und nicht so viel ist, weshalb er die Brust verweigert?


Meliya

Beitrag melden

Ich habe vorhin bei meinem Hausarzt angerufen. Der Tsh Wert lag nach der Geburt bei 1,1. ich habe in Erinnerung dass es zwischen 2,5 und 5 liegen soll. Können Sie mir etwas dazu sagen?


Biggi Welter

Biggi Welter

Beitrag melden

Liebe Meliya, so lange dein Baby die Flasche und einen Schnuller bekommt, wird sich die Situation wahrscheinlich nicht verbessern. Wenn du bei Youtube die Stichworte "Cup feeding" und "baby" eingibst, kannst du viele Videos finden auf denen zu sehen ist, wie das geht. Es ist in der Regel von Fütterer und Kind wirklich schnell gelernt. Zunächst würde ich erst den Schnuller und die Flasche weglassen und auch keine Stillhütchen verwenden, wenn du das nicht möchtest, kannst du es mit Stillhütchen probieren. Niedrige Schilddrüsenwerte können die Milchproduktion verringern. Bei Frauen mit Schilddrüsenproblemen in der Vorgeschichte können erneute Schilddrüsentests notwendig sein, wenn ihr Baby nur langsam zunimmt. Die Veränderungen im Stoffwechsel können die Milchproduktion beeinträchtigen. Hast du dem Arzt gesagt, dass Du stillst? Ich kann und darf keine medizinischen Ratschläge erteilen, ich bin kein Arzt. Bei Fragen zur Vereinbarkeit und Dosierung von Medikamenten und Stillzeit (und natürlich auch Schwangerschaft) kann und sollte sich dein Arzt jederzeit an das Berliner Pharmakovigilanz und Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie ("Embryotox") wenden, das unter der Telefonnr. 030 450-525700 erreichbar ist, per mail unter mail@embryotox.de, oder online unter www.embryotox.de bzw. http://www.bbges.de/content/index024a.html. Vielleicht kann Dir auch Dr. Paulus aus dem Nebenforum schnell helfen oder auch Dr. Karle. Lieben Gruß Biggi


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.

Ähnliche Fragen

Hallo, Mein Sohn ist nun 5 Wochen alt und ich stille fast durchgehend mit Stillhütchen. Ich hab immer wieder versucht, diese wegzulassen, allerdings sind die Schmerzen beim stillen einfach zu groß. Meine Hebamme meinte, ich lege ohne Stillhütchen korrekt an, sie weiß nicht, weshalb die Schmerzen nicht besser werden. (Nehme auch Magnesium und ...

Liebe Biggi,  ich stille meine Tochter (fast 6 Monaten) an beiden Brüsten – ich habe eine geringe Milchproduktion. Aber kürzlich habe ich bemerkt, dass eine meiner Brüste ausläuft, wenn ich zur anderen wechsle. Es ist die Brust mit mehr Milch. Meine Tochter trinkt mit großen Schlucken aus der rechten Brust, wird dann langsamer, drückt sich von de ...

Liebe Biggi, Ich hatte vor einigen Tagen einen Miclhstau in der rechten Brust. Mit Wärme/Kälte und viel stillen bekam ich ihm jedoch in den Griff.  Jetzt tut mir seid gestern diese Brust extrem weh. Wie Stiche. Sowohl beim Stillen als auch dazwischen, die Brust ist auch druckempfindlich. Ich sehe auch wieder eine gestaute Stelle, bekomme sie a ...

Liebe Frau Welter, mein kleiner Julius ist jetzt knapp 5 Monate alt. Wir hatten eine etwas schwere Anfangsphase mit viel weinen und quengeln, die sich aktuell zu bessern scheint.  Ich konnte Julius von Anfang an tagsüber schlecht ablegen, er wollte immer lieber auf meinem Arm sein. Das Stillen hat von Anfang an super geklappt. Julius schl ...

Liebe Biggi, ich hätte gerne Deine Einschätzung zu einer Still- und Pumpfrage nach einer Brust-Stanzbiopsie. Ich habe Zwillinge (21 Monate) und stille im Alltag einen Zwilling an der Brust, während ich für den anderen Zwilling abpumpe. Von der abgepumpten Milch habe ich noch mehrere Liter eingefroren, sodass ich im Moment etwas flexibel bin. ...

Guten Morgen  Mein Sohn ist 8 Wochen alt und benimmt sich zur Zeit sehr unruhig an der Brust. Lässt sie ist aus dem Mund, wird nervös, greift wieder danach, streckt sich durch usw. Und so die ganze Zeit. Was könnte das sein? Danke

Hallo liebe Biggi,  vorab danke für deine Antwort. Meine Tochter ist genau 3 Monate und ich habe zurzeit etwas Probleme mit ihr beim Stillen. Vorab paar Infos : Das stillen hat am Anfang super geklappt, sie kriegt seit der Geburt einen Schnuller (den sie wirklich gut nutzen kann und auch gerne nimmt) , sie hat leider sehr stark mit Koliken zu kä ...

Hallo; Mein Baby ist 2 Monate alt und ich habe seit ca 1 Woche einseitige Schmerzen beim stillen (links). Woran kann das liegen dass ich nur einseitige Schmerzen habe? danke

Liebe Biggi,   Mein 13 Monate alter Sohn wurde (und wird) bislang nach Bedarf gestillt. „Normalerweise“ stillt er jetzt noch nach dem Aufwachen am Morgen, einmal vormittags, dann nach dem Mittagessen/l bzw. zum Einschlafen beim Mittagsschlaf, 1-2 mal zwischendurch am Nachmittag, dann nochmal abends zwischen dem Abendessen und dem Schlafengeh ...

Hallo Frau Welter, Ich weiß aktuell nicht weiter. Meine Tochter ist nun 4 Monate und seit einer Weile ist sie in einer schwierigen Phase.  Früher hat sie wirklich überall geschlafen. Stundenlang im Kinderwagen, in der Trage, im Stubenwagen etc... Seit einiger Zeit hat sich dies auf Trage und Brust beschränkt. Was ok für mich war. Daheim h ...