Mitglied inaktiv
Hallo, nach dem ich nach meiner Erkältung zu wenig Milch hatte und Adina (fast 5 Monate) nicht richtig satt wurde haben wir es nach zwei Wochen ständigem Anlegen geschafft, dass ich wieder voll stillen konnte und Abends keine Flasche mehr zufüttern muss. Nun hat Adina seit einer Woche Bronchitis und hat auch weniger Hunger. Aber seit zwei Tagen vereigert sie die Brust und fängt an zu brüllen. Habe gedacht das sie vielleicht Halsschmerzen hat und deshalb nichts essen möchte. Aber laut Kinderarzt ist der Hals OK. Gestern Abend war sie dann so ausgehungert, dass sie beide Brüste genommen hatte aber davon nicht satt wurde und ich ihr dann die am Nachmittag abgepumte Milch mit der Falsche gegeben habe. Heute Nacht hatte sie dann wieder gegen 1 Uhr hunger und im liegen hat sie mit Händen und Füßen die Brust verweigert. Im sitzen hat sie dann ein wenig getrunken und ist dann wieder eingeschlafen. Um halb fünf dann das gleiche Spiel nur dass sie uns das ganze Haus zusammengebrüllt hat. Ich habe dann abgepumt und ihr die Milch mit der Flasche gegeben. Was kann das sein warum sie nicht mehr an die Brust möchte. Habe mir überlegt vielleicht tut ihr das saugen durch ihren starken Husten so weh und beim trinkem mit der Flasche nicht. Was noch ein Problem ist dadurch das sie so wenig trinke ist meine Milch auch schon wieder weniger geworden. Übrigens nimmt sie seit Anfang an Flasche und Brust und sie fängt ja auch an zu trinken dockt dann aber an und fängt an zu brüllen sucht dann wieder die Brust dockt wieder an trinkt ein wenig und fängt dann wieder an zu brüllen. Ich hatte es schon mal das meine Milch zu viel war und zu extrem rausgeschossen kam und da wollte sie auch nicht mehr an die Brust. Ich habe dann vor dem Stillen immer ein wenig abgepumt das der druck weg war und dann klappte es wieder. Kann es eine Saugverwirrung sein? Aber ich denke dann würde sie gar nicht trinken. Oder kann es auch mit einem Wachtumsschub zusammen hängen? Bin mal auf die Antwort gespannt. Gruß Daniela
Liebe Daniela, ich befürchte schon, dass dein Kind saugverwirrt ist. Eine Saugverwirrung lässt sich leider nie ganz ausschließen, auch nicht bei einem älteren Stillkind und auch nicht, wenn es vorher unter Umständen monatelang gut gegangen ist. Ein Versuch wäre es daher immer wert, die künstlichen Sauger wegzulassen und statt dessen einen Becher zu verwenden. Bei einem Stillstreik weigert sich das Kind die Brust anzunehmen, es macht sich steif, drückt sich weg, vielleicht saugt es auch an und wendet sich dann ab. Ein Stillstreik kann einige Stunden aber auch tagelang dauern, manche Kinder streiken sogar über ein bis drei Wochen. Sie können versuchen Ihr Baby anzulegen, wenn es schon sehr schläfrig oder fast eingeschlafen ist. Viele Babys, die sich weigern, an der Brust zu trinken, wenn sie hellwach sind, tun es im Halbschlaf dann doch. Sie können ihm die Brust auch immer wieder anbieten, wenn es wach ist, drängen Sie aber nicht. Manche Babys sind eher bereit zu trinken, wenn ihre Mutter umhergeht statt stillzusitzen. Wenn Sie möchten, dass Ihr Baby wieder an Ihrer Brust trinkt, sollten Sie sich darauf einstellen, sich in den nächsten Tagen fast ausschließlich Ihrem Kind zu widmen. Wenn Sie es viel im Arm haben, zärtlich streicheln und es Sie in einer entspannten Atmosphäre einmal ganz für sich alleine hat, beruhigt es sich vielleicht und lässt sich dazu bewegen, wieder bei Ihnen zu trinken. Bei Babys, die sich beim Stillen überstrecken und aufbäumen hat es sich bewährt sie zu `bündelnA. Beim Bündeln wickeln Sie das Baby gut in eine Decke ein, so dass seine Schultern nach vorne geneigt und die Arme unterhalb der Brust gekreuzt sind. So kann es den Kopf nicht zurückwerfen. Bei manchen Babys bewährt es sich, wenn die Decke unten offen bleibt, so dass die Füße frei bleiben. Wenn Sie Ihr Kind auf diese Weise eingepackt haben, sieht es wie ein `CA aus, mit dem Kinn auf der Brust und angezogenen Beinchen. Manche Babys brauchen anscheinend das Gefühl umhüllt und gehalten zu sein. Weitere Maßnahmen, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben, sind: o im Umhergehen stillen, o in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen, o im Halbdunkeln stillen, o im Halbschlaf stillen, o das Baby mit der Brust spielen lassen, o unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren, o alle künstlichen Sauger vermeiden, o das Baby massieren, o viel Körperkontakt (Haut auf Haut), o und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt. Um Ihre Milchproduktion aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass Ihre Brust übervoll wird, sollten Sie Ihre Milch ausstreichen oder abpumpen. Die so gewonnene Milch können Sie Ihrem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode anbieten, z.B. mit einem Becher. Die Flasche ist in dieser Situation nicht unproblematisch, denn es kann Ihnen passieren, dass sich Ihr Kind dann zur Flasche hin abstillt. Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL Stillberaterin heraus, die Ihnen die Becherfütterung zeigen kann und Ihnen auch sonst noch weitere Tipps geben kann. LLLiebe Grüße Biggi Welter
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